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Neues Tarifkonzept soll Nahbus retten

Wismar Neues Tarifkonzept soll Nahbus retten

Landkreis stellt weitere 1,5 Millionen Euro für Defizit im kommenden Jahr bereit / Abfallgebühren steigen

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So ein Defi- zit können wir auf Dauer nicht ausgleichen.“Kerstin Weiss (SPD)

Wismar. Der Kreistag wird sich am Donnerstag erneut mit dem Nahverkehrskonzept in Nordwestmecklenburg befassen. Neben einer Finanzspritze in Höhe von 1,7 Millionen Euro für Nahbus (die OZ berichtete) geht es auch um die Evaluierung des Konzeptes. Dass die Fahrgastzahlen zu niedrig sind, hat sich bereits an den Einnahmen der vergangenen sechs Monate gezeigt. Mit einem neuen Tarifkonzept sollen vor allem die Kurzstrecken- und Mittelstreckenfahrer profitieren. Derzeit würde eine Arbeitsgruppe sogenannte Zonen prüfen, nach denen die Tarife dann gestaltet werden, erklärte der Chef der Stabsstelle Wirtschaft, Roland Finke. Im Klartext bedeutet das, dass künftig die Kurz- und Mittelstrecken, die Strecken, die am meisten von den Fahrgästen nachgefragt sind, günstiger werden. Im November soll der Kreistag darüber abschließend entscheiden. Bereits zum Januar kommenden Jahres könnten die neuen Tarife dann gelten.

„Wir müssen das Defizit beim Nahverkehr senken. Jedes Jahr können wir uns einen Zuschuss in Höhe von 2,2 Millionen Euro nicht leisten“, machte Landrätin Kerstin Weiss (SPD) klar. Bereits für 2017 seien nur noch 1,5 Millionen Euro dafür eingeplant. Dabei helfen soll auch eine Änderung des Vertrages zwischen Landkreis und Nahbus. Demnach wäre das Unternehmen künftig gezwungen, selbst mehr für ein geringeres Defizit zu tun. Wann oder ob die Fahrgastzahlen und damit die Einnahmen eines Tages ausreichend sind, könne im Moment niemand sagen, betonte Weiss. Zudem gibt es Überlegungen, Kilometer, die derzeit von Subunternehmern gefahren werden, zu erweitern. Bis zu 40 Prozent der Kilometer darf der Landkreis an private Unternehmen vergeben. Bislang sind es nach Vereinbarungen mit der Gewerkschaft ver.di gut 30 Prozent.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung am Donnerstag: die Abfallgebühren. Für die rund 65 000 Haushalte in Nordwestmecklenburg steigen die monatlichen Müllgebühren zum Beginn des kommenden Jahres. Ein Haushalt mit einer 60-Liter-Tonne zahlt bei wöchentlicher Entleerung künftig knapp acht Euro mehr im Jahr. Bei einer 120-Liter-Tonne steigen die Kosten um knapp 19 Euro auf 266 Euro. Die neuen Gebühren sollen dann für drei Jahre gelten. Kostendeckend seien die Kalkulationen nicht, sagte Weiss. Ausgeglichen würde die Differenz aus in den vergangenen Jahren dafür angesparten Rücklagen.

nb

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