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Neues Wohngebiet geplant

Metelsdorf Neues Wohngebiet geplant

Die Gemeinde Metelsdorf südlich von Wismar will Bauherren mit 19 Grundstücken locken. Auch der Sportplatz soll dafür weichen und Platz für vier Eigenheime ermöglichen.

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So könnte das neue Baugebiet in Metelsdorf aussehen. Optional soll der Sportplatz für weitere vier Eigenheime weichen.

Quelle: Arno Zill

Metelsdorf. Die Gemeinde möchte für potenzielle Häuslebauer Baugrundstücke ausweisen. Aktuell hat sie keine zu aktivierenden Flächen. Deshalb soll am Dammweg in Metelsdorf ein etwa zwei Hektar großes Areal überplant werden. Es könnte Platz für 19 Baugrundstücke bieten. Die Gemeindevertretung hat den Wismarer Regionalplaner Martin Hufmann beauftragt, einen Bebauungsplan zu erarbeiten. Er stellte jetzt mögliche Gestaltungsvarianten vor.

 

Die Fläche des potenziellen Baugebiets befindet sich zwischen dem Dammweg und der Bundesstraße 208. Der Dammweg beginnt aus Richtung Wismar kommend hinter dem Ortseingang von Metelsdorf und führt an der Reifenhalle und der Autobahnpolizei vorbei zum Ortsteil Martensdorf. Weil eine Zuwegung von der B 208 laut Hufmann nicht genehmigungsfähig ist, muss das Gebiet über den Dammweg erschlossen werden.

Bebauung in zweiter Reihe ermöglichen

Auf der linken Seite dieser Gemeindestraße lassen sich neun Grundstücke straßenbegleitend ausweisen, berichtet der Planer. Sie würden zwischen 800 und 900 Quadratmeter groß sein. Hinter diesen Parzellen könnte die Gemeinde eine zweite Reihe eröffnen und somit die Bebauung von weiteren sechs Eigenheimen ermöglichen. Diese hinteren Grundstücke würden über sogenannte Wohnwege zu erreichen sein. Sie sind 3,50 bis vier Meter breit. In der Verlängerung der Wohnbebauung in zweiter Reihe befindet sich der Sportplatz der Gemeinde. Seit zehn Jahren wird er nicht mehr genutzt, auch mangels eines Sportvereins. Die Mehrheit der Gemeindevertreter plädiert deshalb dafür, den Sportplatz ebenfalls überplanen zu lassen. So werde eine Fläche für weitere vier Baugrundstücke gewonnen.

„Wenn der Sportplatz wegfällt, dann sollten wir eine Fläche für Freizeit, Spiel und Begegnung schaffen“, regte Jan Voß an. „Wir nehmen ja an, dass in die neuen Häuser Familien mit Kindern ziehen.“

Lärmschutzwall vonnöten

Das neue Wohngebiet muss mit einem Lärmschutzwall entlang der Bundesstraße abgeschottet werden. Es befindet sich in Höhe des Ortsausgangs, sodass Autofahrer auf 100 km/h beschleunigen können und der Verkehrslärm schon erheblich sei. Das werde ein Lärmschutzgutachten bestätigen, meinte Planer Hufmann. Seiner Ansicht nach trage ein etwa drei Meter hoher Lärmschutzwall nicht gerade zur Attraktivierung bei. Dem widersprachen die Gemeindevertreter. „Solch ein Wall kann durchaus ein Hingucker sein. Da gibt es schon schicke Möglichkeiten“, entgegnete Ulf Hasse.

Genehmigungsfähigkeit abklären

Dem Wunsch der Gemeinde, das Areal mit 19 Baugrundstücken auszureizen, könnte allerdings das Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg Einhalt gebieten. Es hat in seinem Regionalen Raumentwicklungsprogramm der Gemeinde Metelsdorf einen Eigenbedarf an neuen Baugrundstücken von maximal drei Prozent des vorhandenen Wohnungsbestandes für die nächsten 15 Jahre zugebilligt. Die wären laut Hufmann eigentlich schon mit 15 Baugrundstücken überschritten. Hintergrund ist, dass die kleinen Gemeinden im Vergleich zu den Zentralorten wie Wismar nicht zu schnell wachsen sollen.

Die Gemeindevertreter von Metelsdorf einigten sich darauf, dass Martin Hufmann statt eines Vorentwurfs zum Bebauungsplan zunächst die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens beim Raumordnungsamt abklären soll. „Das ist das Kriterium“, erklärte Bürgermeister Ulrich Gilde (SPD).

Haike Werfel

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