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Prioritätenliste bremst Radwegebau im Landkreis

Wismar Prioritätenliste bremst Radwegebau im Landkreis

An die Spitze gesetzte Projekte scheitern am Grunderwerb / Bauausschuss des Kreistags erwartet klare Antworten vom Straßenbauamt über die Fortführung

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Prioritätenliste bremst Radwegebau

Das Radfahren ist in Nordwestmecklenburg an manchen Stellen gefährlich. An manchen Landesstraßen fehlen Radwege.

Quelle: Fotos: Nigel Treblin (ddp), Oz

Wismar. Nordwestmecklenburgs Kreisverwaltung hat eine Prioritätenliste für den Bau von Radwegen an Landesstraßen. Schade nur, dass sie nicht von oben nach unten abgearbeitet werden kann. Das erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Liegenschaften des Kreistags jetzt von Burghard Bohm aus der Kreisverwaltung. „Das Straßenbauamt hat uns mitgeteilt, dass von den ersten sechs aufgeführten Maßnahmen mindestens drei stocken, weil der Grunderwerb erfolglos blieb“, sagte der Fachdienstleiter für Bau und Gebäudemanagement.

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An die Spitze gesetzte Projekte scheitern am Grunderwerb / Bauausschuss des Kreistags erwartet klare Antworten vom Straßenbauamt über die Fortführung

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Damit seien sie eigentlich schon gestorben, stellte der Ausschussvorsitzende, Neuklosters Bürgermeister Frank Meier (parteilos, Liste CDU), fest. Die Kernfrage war nun: Wie soll mit der Prioritätenliste weiter verfahren werden? Können Maßnahmen einfach aufrücken, wenn es bei anderen nicht vorangeht? Und wie viel Geld stellt das Land überhaupt für den Radwegebau in Nordwestmecklenburg zur Verfügung? Diese Fragen soll ein kompetenter Mitarbeiter des Straßenbauamtes bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bau und Liegenschaften beantworten, beschlossen dessen Mitglieder einstimmig. „Mit irgendwelchen Allgemeinplätzen werden wir uns nicht abspeisen lassen“, betonte Frank Meier.

Glasins Bürgermeister Joachim Wittke (UWG) macht sich Hoffnung, dass die ausstehenden beiden Abschnitte des Radweges in seiner Gemeinde von Platz 13 auf der Prioritätenliste ein ganzes Stück aufrücken könnten. „Die Baumaßnahmen würden insgesamt etwa 200000 Euro kosten“, erklärte Joachim Wittke. Ein Vorteil: Es könnte schnell gebaut werden, da die nötigen Grundstücke der Gemeinde gehören.

Ein rascher Baubeginn wäre auch auf der Insel Poel möglich. Bürgermeisterin Gabriele Richter (parteilos) und die Gemeindevertreter möchten seit Jahren einen Radweg entlang der viel befahrenen Hauptstraße durch Kirchdorf haben. Die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke seien geklärt, teilte Frank Meier mit. Bei einem Termin vor Ort habe Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, der Bürgermeisterin nun zugesichert, dass der Bau sofort beginnen könne, wenn der Landkreis zustimme.

Christian Albeck (SPD) hatte Bedenken. „Poel steht ja – anders als Glasin – noch nicht einmal auf unserer Prioritätenliste. Da fände ich es nicht gut, wenn wir die Insel jetzt vorziehen würden“, sagte er. Sie müsse erst einmal auf die Prioritätenliste kommen.

Die Liste war ursprünglich vom Straßenbauamt erstellt worden. Schließlich geht es um Radwege an Landesstraßen. Der Bauausschuss des Kreistags sollte sie nur in eine Reihenfolge nach Dringlichkeit bringen. „Genau das haben wir auch gemacht. Aber es hat keinen Sinn, eine Prioritätenliste zu überprüfen, wenn wir nicht wissen, wie weit die verschiedenen Maßnahmen sind“, betonte Manfred Wahls (CDU). Genauso sinnlos sei es, an einer Liste festzuhalten, deren Reihenfolge sich überholt hat – aus welchen Gründen auch immer.

Auch hier stimmten die anderen Mitglieder des Bauausschusses zu. Sobald ihnen alle Informationen des Straßenbauamtes vorliegen, wollen sie die Prioritätenliste noch einmal überprüfen.

Sylvia Kartheuser

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