Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Regen

Navigation:
Reuter-Schule: Eltern wünschen sich Bus-Shuttle

Wismar Reuter-Schule: Eltern wünschen sich Bus-Shuttle

Diskussion über Sanierung und Umzug in der Wismarer Bürgerschaft

Voriger Artikel
Fast acht Millionen Euro fließen in Schule, Straßen, Kita
Nächster Artikel
Stadtanzeiger wird ab 2019 nicht verteilt

Protest vor dem Wismarer Rathaus: Einige Eltern von Kindern der Fritz-Reuter-Schule waren gestern bei der Bürgerschaftssitzung dabei. Sie fordern während der Sanierung der Schule ein Ausweichquartier in der Nähe der Altstadt.

Quelle: Foto: Vanessa Kopp

Wismar. „Kombi 10, nein danke!“ Die Botschaft, mit der einige Eltern der Fritz-Reuter-Schule gestern die Mitglieder der Bürgerschaft vorm Rathaus begrüßten, war klar. Nach den Herbstferien sollen die 250 Grundschüler für knapp zwei Jahre in einer ehemaligen Kindertagesstätte im Stadtteil Friedenshof unterrichtet werden – zwei Kilometer entfernt vom eigentlichen Schulstandort. Zunächst war geplant, Container an der Bürgermeister-Haupt-Straße aufzustellen. Diese Lösung kostet laut Stadt 1,3 Millionen Euro – 800000 Euro mehr als das Herrichten der ehemaligen Kita – und ist deshalb verworfen worden (die OZ berichtete).

OZ-Bild

Diskussion über Sanierung und Umzug in der Wismarer Bürgerschaft

Zur Bildergalerie

„Welche Möglichkeit haben wir, uns gegen Ihren Beschluss zu wehren?“, wollte Mutter Maren Priewe in der Einwohnerfragestunde wissen. Applaus von den etwa 35 Eltern im Bürgerschaftssaal. Die Frage ging an Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Polemische Fragen seien schwer zu beantworten, entgegnete er und verwies darauf, dass es der Stadt nun endlich gelinge, diese Schule zu sanieren und darüber hinaus einen Hort sowie erstmals auch eine Turnhalle für die Schüler zu bauen. Das Gesamtvorhaben kostet 11,6 Millionen Euro. „Dafür ist es jetzt wert, auch Einschränkungen in Kauf zu nehmen“, sagte Beyer.

Allein der Schulweg aber sei unzumutbar, legte Ines Wilczynski, ebenfalls Mutter, in der halbstündigen Diskussion nach. Wer setze sein Kind von sechs Jahren schon in den Bus? Darüber hinaus müssten die Abläufe „Schule-Hort“ angepasst werden. Nicht jedes Kind werde auch im Reuter-Hort im Ausweichstandort betreut. „Wann sollen die Kinder essen, Hausaufgaben machen?“ Fragen, die laut Thomas Beyer zu klären sind mit den Beteiligten.

So, wie die Frage nach einem Bus-Shuttle. „Um die Kinder auf gesichertem Wege zur Ausweichschule zu bringen“, begründete Mutter Annemarie Bendiks den Vorschlag. Die Sorgen der Eltern seien nachvollziehbar und müssten besprochen werden, sagte Senator Michael Berkhahn (CDU). Die Verantwortung der Verwaltung liege aber auch darin, Schulunterricht in ordentlichen Räumen zu bieten. Kinder und Eltern anderer Schulen in Wismar hätten die mit einer Sanierung verbundenen Einschränkungen schon hinter sich. „Es ist das Gleiche, wenn Bürgerinnen und Bürger in Kauf nehmen müssen, dass Straßen saniert werden. Fakt ist, dass diese Schule saniert werden muss.“

Mit einer Info-Veranstaltung im Vorfeld der Entscheidung, bei der auch über Alternativen hätte diskutiert werden können, wäre der Unmut der Eltern jetzt vielleicht nicht so groß, merkte Britta Fust an und wiederholte die Kritik an der Kommunikation vor den Winterferien. Da waren die Eltern von der Schulleitung über den Standort am Friedenshof informiert worden. Für diese Probleme jetzt liege die Verantwortung eindeutig bei der Bürgerschaft, sagte Gerd Zielenkiewitz (Für-Wismar-Fraktion) mit Adresse an die Eltern. Antworten auf alle Fragen aber könne es an dieser Stelle nicht geben.

Unterdessen haben die ersten Arbeiten begonnen, um das ehemalige Kita-Gebäude für die Grundschüler herzurichten. Neben Maler- und Tischlerarbeiten werden unter anderem auch Fenster und Außenanlagen erneuert. Nach den Herbstferien soll die Fritz-Reuter-Schule für den Zeitraum der Sanierung dorthin umziehen.

Nicole Buchmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Oberbürgermeister und Chefkämmerer äußern sich zur finanziellen Situation der Stadt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist