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SPD-Politiker Ulrich Litzner verstorben

Wismar SPD-Politiker Ulrich Litzner verstorben

Der Wismarer wurde 1990 in die erste Bürgerschaft gewählt.

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Ulrich Litzner aus Wismar macht sich zum 7. Mal auf nach Indien und will innerhalb von sieben Wochen gut 14.000 Kilometer mit Bus und Bahn zurück legen.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Der Wismarer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ulrich Litzner ist im Alter von 70 Jahren am Sonnabend, 9. September, verstorben. Mit einer Schweigeminute gedachten am Montag die Mitglieder des Bau- und Sanierungsausschusses der Bürgerschaft, wo Litzner Mitglied war, des Verstorbenen.

Ulrich Litzner zählte seit der Wende zu den bekannten Gesichtern der Kommunalpolitik. Bei der ersten freien Wahl nach der Wende am 7. Mai 1990 wurde er in die Bürgerschaft gewählt. Auf der konstituierenden Sitzung am 30. Mai 1990 wurde Litzner zum ehrenamtlichen Senator für Bildung ernannt. Jahre später sagte er über diese Zeit: „Der politische Aufbruch 1989/90 hier in Wismar war eine ungeheuer eindrucksvolle Zeit. Ich war von der ersten Montagsdemonstration an dabei, sprach zu den Bürgern Wismars und wurde bei den ersten freien Wahlen 1990 in die Bürgerschaft gewählt.“Politisch war er im Bund Freier Demokraten, ein Wahlbündnis liberaler Parteien in der DDR, anschließend in der FDP und seit 2004 in der SPD aktiv. Der Bürgerschaft gehörte Litzner bis auf die Legislaturperiode 1994 bis 1999 ununterbrochen an. Nachfolger für Ulrich Litzner ist Frieder Bohacek.

Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (SPD) sagte: „Uli war ein sehr außergewöhnlicher Mensch, er hatte eine ganz eigene Art. Er war sehr diskussionsfreudig und ließ sich nicht so leicht umstimmen. Da musste man schon Fakten bringen, um ihn zu überzeugen.“

Weißes Hemd, helle Schuhe, farbiger Schlips – so war Litzner in der Öffentlichkeit häufig zu sehen. In der Bürgerschaft war er zuletzt im Verwaltungs-, im Eigenbetriebs- sowie im Bau- und Sanierungsausschuss tätig. Außerdem war das frühere Kreistagsmitglied engagiert im Regionalen Planungsverband Westmecklenburg.

Der Wismarer ist in Wendorf aufgewachsen. Als Lehrer war Litzner in der Goethe-, dann Kalinin- und Brechtschule tätig. 1990 wechselte er als Schulleiter an die Friedensschule. Als Vorsitzender der Kleingartenverbandes „Am Klingenberg“ in Wismar-Wendorf ließ Ulrich Litzner nichts auf die Laubenpieper kommen. Zu seinen großen Leidenschaften zählte das Reisen in ferne Länder, vor allem Indien. So titelte die OZ im Januar 2015: „Sieben Wochen mit 30-Kilo-Rucksack durch Indien – Ulrich Litzner begibt sich auf Abenteuerpfad“. Neben dem, was er zum Leben brauchte, waren 100 Kugelschreiber, 200 Luftballons, 20 Stück Seife und Kuscheltiere drin. „Geschenke für die Menschen, die auf der Straße leben“, so der Wismarer.

Heiko Hoffmann

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