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SPD dominiert im Nordwestkreis

Wismar SPD dominiert im Nordwestkreis

Tilo Gundlack (WK 10), Birgit Hesse (WK 27) und Martina Tegtmeier (WK 28) gewinnen Direktmandate

NORDWESTMECKLENBURG II      
e Wahlkreis 28      
Meiste Stimmen (Erststimme):    
Martina Tegtmeier (SPD)      
31,9 %      
e Zweitstimme in %   2016 2011
SPD   34,4 40,5
CDU   18,1 21,7
AfD   20,1 -
Linke   11,9 16,8
Grüne   4,1 7,8
FDP   3,2 2,8
NPD   - 5,2
Sonst.   3,1 5,2
e Wahlbeteiligung 63,8 %      
Alle Wahllokale ausgezählt      
WISMAR      
e Wahlkreis 10      
Meiste Stimmen (Erststimme):    
Tilo Gundlack (SPD)      
41,0 %      
e Zweitstimme in %   2016 2011
SPD   38,2 45,9
CDU   13,3 15,9
AfD   21,3 -
Linke   12,1 17,1
Grüne   4,4 8,7
FDP   3,4 2,8
NPD   2,7 4,8
Sonst.   3,9 4,8
e Wahlbeteiligung      
Stand: 23.42 Uhr      

Wismar.

NORDWESTMECKLENBURG I      
e Wahlkreis 27      
Meiste Stimmen (Erststimme):    
Birgit Hesse (SPD)      
38,5 %      
e Zweitstimme in %   2016 2011
SPD   36,1 41,8
CDU   18,2 20,3
AfD   18,0 -
Linke   12,5 16,4
Grüne   5,3 9,0
FDP   2,7 2,6
NPD   2,8 5,1
Sonst.   3,6 4,8
e Wahlbeteiligung 59,3 %      
Alle Wahllokale ausgezählt      

Der Nordwestkreis bleibt weiterhin in der Hand der Sozialdemokraten. Die Genossen gewinnen alle drei Wahlkreise von Nordwestmecklenburg: Tilo Gundlack (WK 10), Birgit Hesse (WK 27) und Martina Tegtmeier (WK 28) ziehen direkt ins Schweriner Schloss ein.

SPD-Direktkandidat und Präsident der Wismarer Bürgerschaft, Tilo Gundlack, hat nichts unversucht gelassen, um das Direktmandat seines Wahlkreises 10 (Hansestadt Wismar) zu gewinnen. „Meine Nacht wird um drei beendet sein. Dann werde ich die Wismarer mit 4000 frischen Brötchen versorgen“, sagte Gundlack noch am Sonnabendnachmittag im Brauhaus am Lohberg. Er hielt Wort. Zusammen mit einigen SPD-Mitgliedern und Freunden ging Gundlack gestern Nacht von Haus zu Haus und hängte eine Tüte mit Brötchen und einem Flyer mit dem Bild von ihm an die Türdrücker. Ob das letztendlich den Ausschlag für den Sieg gab, steht in den Sternen. Tilo Gundlack gewann das Direktmandat mit 41 Prozent der Stimmen und ließ den AfD-Kandidaten Lars Löwe, der 23 Prozent bekam, hinter sich. „Ich bin natürlich sehr glücklich, dass ich das Direktmandat für meine Partei gewinnen konnte. Ich danke allen, die mich gewählt haben, vor allem all jenen, die mich im Wahlkampf unterstützt und mir geholfen haben“, so Gundlack gestern Abend im Wismarer Rathaus. Er wurde im Bürgerschaftssaal von den SPD-Mitgliedern gefeiert, als er gegen 20.30 Uhr den Saal betrat. Etwa 30 Leute verfolgten dort auf Bildschirmen und Leinwänden die eingeblendeten Wahlergebnisse und Live-Schaltungen von ARD und ZDF. Gundlack hatte allerdings nicht den Haupteingang zum Rathaus genommen, sondern schlich sich durch den Nebeneingang ins Gebäude. „Ich wusste ja noch gar nicht, wie die Wahl ausgegangen ist“, sagte er fast entschuldigend.

Eine gewisse Enttäuschung war dem AfD-Kandidaten Lars Löwe am Telefon anzumerken. Er war gestern Abend mit seinen Parteikollegen in Schwerin in einem Partyzelt und feierte dort den Erfolg der AfD. Am Vormittag hatte Löwe noch in Wismar in der Fußgängerzone Flyer verteilt, erhielt allerdings von der Polizei einen Platzverweis, weil er für seine Aktion im öffentlichen Raum keine Sondernutzungsgenehmigung hatte. „In einer Situation, wo wir klar zweite Kraft sind vor der CDU, was uns sehr stolz macht, aber noch deutlich hinter der SPD liegen, war das von vornherein zu erwarten, dass das für ein Direktmandat nicht reicht. Ich gratuliere Tilo Gundlack zum Wiedereinzug ins Landesparlament.“ Löwe wird auch nicht über die AfD-Landesliste in den Landtag einziehen.

Als Birgit Hesse nach der Wahlparty in Schwerin bei sich zu Hause in Rambow ankam, hatte sie sich mit ihrem Mann erst einmal eine Flasche Sekt aufgemacht. „Ich freue mich riesig. Das Ergebnis möchte ich mit einem Glas Sekt mit meinem Mann feiern“, so die Noch-Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales. Ob sie in der neuen Landesregierung auf diesem Stuhl sitzen bleiben wird, ist noch nicht klar. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die gelernte Polizistin schon lange auf das Amt des Innenministers schielt. Dazu muss aber erst Lorenz Caffier (CDU) als Wahlverlierer freiwillig in der neuen Koalition von Rot-Schwarz seinen Stuhl räumen.

Peter Preuß

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