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Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf Linken-Politiker

Wismar Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf Linken-Politiker

Der Mann war am Montagabend in Wismar von Unbekannten mit einem Messer bedroht und beschimpft worden.

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Der Staatsschutz ermittelt nach einem vermutlich politisch motivierten Abschlag auf einen Linken-Politiker.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wismar. Nach einer vermutlich politisch motivierten Messerattacke auf einen Linken-Politiker in Wismar hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Der Angriff habe sich am frühen Montagabend in der Nähe des Bahnhofes ereignet, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Nach Angaben des Verletzten hätten ihn drei noch unbekannte Männer angegriffen und als „schwule Kommunistensau“ beschimpft. Das Opfer habe aber erst am Tag darauf über das Internet Anzeige erstattet, so dass die Polizei nicht schon unmittelbar nach dem Angriff mit der Tätersuche habe beginnen können.

Wie der Schweriner Linke-Kreisvorsitzende Peter Brill unter Berufung auf die behandelnden Ärzte mitteilte, erlitt der zum Kreisvorstand gehörende junge Mann 17 Stichverletzungen. Neben den Beschimpfungen lasse auch die Kleidung der Täter darauf schließen, dass diese dem rechtsextremistischen Lager angehören und dem Angriff politische Motive zugrundeliegen. Solche Taten seien auf das Schärfste zu verurteilen, sagte Brill und betonte, dass die Linke im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut nicht nachlassen werde.

Wie Brill forderte auch der Schweriner Bundestagsabgeordnete und Linksfraktionschef Dietmar Bartsch intensive Polizeiermittlungen, um die Täter schnell finden und zur Verantwortung ziehen zu können.

Das Opfer selbst äußerte in einer in Schwerin verbreiteten Erklärung die Überzeugung, dass auf solche Attacken nicht mit Radikalisierung geantwortet werden dürfe. „Unsere Antwort auf Hass muss Liebe, auf Dummheit Vernunft und auf Gewalt Solidarität sein“, erklärte der Mann, der laut Polizei das Krankenhaus wieder verlassen konnte.



OZ

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