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Wismar Stadt investiert in Schule, Wohngebiet und Feuerwehr
Mecklenburg Wismar Stadt investiert in Schule, Wohngebiet und Feuerwehr
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06:44 14.01.2015
Die Aufgaben der Feuerwehr und der Fuhrpark haben sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich erweitert.“Frank Meier (51, parteilos), Bürgermeister von Neukloster
Neukloster

Insgesamt 1,5 Millionen Euro will Neukloster in diesem Jahr in verschiedenen Bereichen investieren. Der Löwenanteil mit etwa 400000 Euro geht in die Beräumung und Erschließung des neuen Wohngebiets „Am Neuklostersee“. Dort sollen etwa 30 Grundstücke entstehen, von denen viele einen wunderbaren Blick über den See haben werden.

Die Industriebrache der alten Getreidewirtschaft wird seit September geräumt. „Ich denke, in 14 Tagen müssten wir damit durch sein“, sagt Bürgermeister Frank Meier (51, parteilos). Die Arbeiten sollten eigentlich im Dezember abgeschlossen werden. „Aber bei solchen Flächen ist man nie vor Überraschungen sicher.“ Das gilt auch für die gut drei Hektar am Ortsteingang aus Richtung Reinstorf. In eineinhalb bis zwei Meter Tiefe haben die Bauarbeiter verschiedene Verfüllungen gefunden, mit denen keiner gerechnet hatte. „Von Bauschutt bis Müll war alles dabei. Aber zum Glück keine komplizierten Sachen, die das Erdreich kontaminiert haben könnten und einen aufwändigen Austausch erforderlich gemacht hätten “, erklärt Frank Meier. Die Räumarbeiten auf den Areal seien dadurch zwar etwas teurer geworden als geplant, „aber wir konnten es doch nicht auch noch die nächsten 20 Jahre so liegen lassen“, betont er.

Ein Jubilar wird in diesem Jahr ebenfalls mit einer Summe im sechsstelligen Bereich bedacht: Die Freiwillige Feuerwehr Neukloster feiert ihr 110-jähriges Bestehen und bekommt 200000 Euro von der Stadt für eine neue Fahrzeughalle. „Die Aufgaben der Feuerwehr und der Fuhrpark haben sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich erweitert, zum Beispiel ist die Autobahn hinzugekommen“, erklärt Frank Meier. Zudem steht das Spezialfahrzeug für Gefahrgut bei der Stützpunktwehr Neukloster.

Mit 100000 Euro soll auch die Grundschule eine dicke Scheibe der Investitionen bekommen. „Wir wollen den großen Teil des Schulhofs, der zur Straße hin geht, sanieren und schick machen“, sagt der Bürgermeister. Derzeit würden die Planungen für den ersten Bauabschnitt in den Ausschüssen vorgestellt. „Unser Ziel ist, dass sich die Kinder auch zwischen den Stunden wohl fühlen, dafür müssen wir den Schulhof anfassen“, erklärt der 51-Jährige. Für die anderen Schulen sind im Haushalt 40000 Euro eingeplant. Davon soll neues Mobiliar für vier Klassenräume und Notebooks gekauft werden.

Mit ebenfalls 40000 Euro soll die Finanzverwaltung in der Stadt und im Amt Neukloster-Warin effizienter gemacht werden. „Wir stellen auf eine neue Finanzsoftware um, weil die alte Probleme bei manchen Vorgängen bereitet und der Anbieter keine Besserung garantieren konnte“, sagt Frank Meier. Angesichts von etwa 21000 Anordnungen in einem Jahr, die 2014 zu insgesamt 100956 Buchungen geführt haben sei eine einwandfrei funktionierende Finanzsoftware unabdingbar.

Weitere Projekte für dieses Jahr sind der Alte Markt und die Sporthalle an der Grundschule. Für letztere soll die Planung beginnen. „Wir wissen bis jetzt noch nicht einmal, ob wir sanieren oder neu bauen“, sagt Frank Meier. Aber angefasst werden müsse sie. Gern würde er auch sehen, dass die Arbeiten am Alten Markt in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Es kann aber auch 2016 werden.“

Der Haushalt, der derzeit seine dritte Runde durch die Fachausschüsse macht, soll am 23. Februar den Stadtvertretern vorgelegt werden. Dass das Zahlenwerk einen Fehlbetrag von 875000

Euro ausweist, bereitet dem Bürgermeister nicht sonderlich großes Kopfzerbrechen. „Wir haben in den vergangen Jahren immer mit einem Minus zwischen 600000 und 900000 Euro gerechnet“, sagt er und nennt 2013 als Beispiel. Da hatte Neukloster einen Fehlbetrag von 760000 Euro eingeplant. „Tatsächlich hatten wir am Jahresende ein Plus von 170000 Euro“, berichtet der Bürgermeister.

Frank Meier betont, dass diese Differenz keiner schlechten Finanzführung geschuldet sei. „Im Haushalt müssen wir für manche Dinge Rückstellungen vornehmen, also Geld einplanen, das nie zur Auszahlung kommt“, erklärt er. Sei seien 80000 Euro für den Fall eingeplant, dass einer der Versorgungsverbände ausfalle, nennt der Bürgermeister ein Beispiel. „Das ist aber bisher nie vorgekommen.“ Also ist das Geld am Jahresende über.

Die Verschuldung von Neukloster liegt bei 400 Euro pro Einwohner. „Angesichts der Dinge, die wir in den vergangenen Jahren erreicht haben, ist das eine Zahl, mit der wir gut loslaufen können“, sagt Frank Meier.



Sylvia Kartheuser

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