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Unbekannte schneiden Transparent ab

Hornstorf Unbekannte schneiden Transparent ab

Mitglieder der Initiative gegen größere Windräder im Hornstorfer Ortsteil Rohlstorf haben Strafantrag gestellt

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Hornstorf. Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 8. Juni das Transparent abgeschnitten und beschädigt, das Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) gegen größere Windkraftanlagen im Hornstorfer Ortsteil Rohlstorf im Juli 2015 aufgehängt hatten. „Die Polizei war am Tatort und ermittelt wegen Sachbeschädigung. Wir haben Strafantrag gestellt“, sagt BI-Mitglied Achim Kaschewski.

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Mitglieder der Initiative gegen größere Windräder im Hornstorfer Ortsteil Rohlstorf haben Strafantrag gestellt

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Er vermutet, dass die Sachbeschädigung nicht einfach auf Vandalismus zurückzuführen ist. „Das Transparent war säuberlich aufgerollt in einiger Entfernung zum Aufstellungsort nahe der Hochbrücke abgelegt worden“, erklärt Achim Kaschewski. Mit dem Spruchband protestierte die Bürgerinitiative gegen zwar weniger, aber dafür höhere Windräder. Derzeit betreibt das Kieler Unternehmen Getproject in Rohlstorf neun bis zur Flügelspitze etwa 90 Meter hohe Anlagen. Die Räder laufen seit 15 Jahren und verlieren allmählich an Leistungskraft. Daher möchte Getproject sie durch vier moderne, leistungsfähigere ersetzen, ein Repowering durchführen. Nur wären die neuen Windräder bis zur Spitze mit etwa 180 Metern doppelt so hoch wie die alten.

Große Chancen, das Repowering zu verhindern, hat die Gemeinde ohnehin nicht. Die Landesplanung hat die Fläche als Windeignungsgebiet ausgewiesen. Und da Windkraftanlagen in Mecklenburg-Vorpommern unter „privilegiertes Bauen“ fallen, könnten sich die Betreiber die Genehmigung einfach vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Natur holen.

Das will Getproject aber nicht. Der Investor, Erbauer und Betreiber setzt vielmehr auf ein Miteinander mit der Gemeinde. Die Hornstorfer Volksvertreter möchten trotz aller Beschränkungen, die ihnen das Gesetz auferlegt, bei den einzelnen Planungsschritten mitreden. „Der einzige Weg ist ein Bebauungsplan“, sagte Bürgermeister Andreas Treumann (Wählergemeinschaft) bereits im Dezember. Im März hatte Klaus Müller vom Büro für Architektur und Bauleitplanung den Vorentwurf vorgelegt, dem die Gemeindevertreter geschlossen zustimmten. „Er dient der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden“, erklärte Andreas Treumann. Deren Stellungnahmen würden auch zeigen, ob alle im Repowering geplanten Windräder die neu festgeschriebenen Abstandsflächen zu Gebäuden einhalten würden, einschließlich Schattenwurf und Geräuschimmission.

In puncto Transparent: Die Ermittlungen laufen noch. Hinweise an die Polizei in Wismar telefonisch unter 03841/2030 oder E-Mail an:   phr.wismar@polmv.de.

Sylvia Kartheuser

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