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Unerwartete Schwierigkeiten beim geplanten Balkon-Anbau

Zurow Unerwartete Schwierigkeiten beim geplanten Balkon-Anbau

Zurow musste für 300000 Euro einen neuen Kreditgeber suchen / EU-Gesetze haben sich geändert / KfW-Bank darf kommunalen Wohnungsbau nicht mehr finanzieren

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Wir müssen sehen, dass wir mit den Balkonen endlich zu Potte kommen.“ Bürgermeister Eckhardt Stelbrink (Linke)

Zurow. Die geplanten Balkone in Zurow und in Krassow haben Marion Beilfuß vom Amt Neukloster-Warin eine schlaflose Nacht bereitet. „Das war das erste Mal in fast 25 Jahren im Amt“, sagte sie. Der Grund war das neue EU-Beihilferecht. „Dadurch sollen alle Unternehmen gleichgestellt werden. Das heißt, der kommunale Wohnungsbau darf finanziell nicht besser gestellt werden als der private“, erklärte die Finanzfachfrau den Zurower Gemeindevertretern.

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Zurow musste für 300000 Euro einen neuen Kreditgeber suchen / EU-Gesetze haben sich geändert / KfW-Bank darf kommunalen Wohnungsbau nicht mehr finanzieren

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Das Problem von Marion Beilfuß und der Gemeinde: Ende März hatten die Volksvertreter einstimmig beschlossen, das benötigte Darlehen von insgesamt 300000 Euro bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufzunehmen. Sie bot die niedrigsten Zinsen. „Mehr als einmal habe ich mit der KfW telefoniert und immer wieder nachgefragt, ob es keine Probleme gäbe, wenn wir den Kredit an die Wohnungsgesellschaft weiterreichen“, berichtete Marion Beilfuß. Immer wieder sei ihr versichert worden, dass alles in Ordnung sei. Also wurde der entsprechende Antrag gestellt.

Zwei Tage vor der Gemeindevertretersitzung dann die ernüchternde Nachricht: Die KfW-Bank ruderte zurück. Sie würde mit dem günstigen Kredit gegen EU-Recht verstoßen, da die Vermietung von Wohnraum wie ein wirtschaftliches Unternehmen betrachtet werden müsse. „Nun stand ich da, ohne Geld und ohne Kredit“, beschrieb die Mitarbeiterin des Amtes ihre Situation. Gleich am nächsten Morgen führte Marion Beilfuß viele Telefonate mit anderen Banken. Auch mit denen, die sie schon bei der ersten Runde abgefragt hatte. „Und Sie wissen, wie schwierig es ist, kurzfristig einen Kredit zu bekommen“, erinnerte sie die Gemeindevertreter. Aber sie habe Glück gehabt. „Die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest blieb bei ihrem Angebot von vor vier Wochen mit einem Zinssatz von 0,99 Prozent, und sie sicherte eine schnelle Auszahlung zu“, erklärte Marion Beilfuß.

Damit das neue Geldinstitut zum Zuge kommen kann, mussten die Gemeindevertreter erstens den Beschluss vom März aufheben und zweitens einen neuen zugunsten der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest fassen.

Beides geschah einstimmig. „Wir müssen mit den Balkonen endlich zu Potte kommen“, sagte Zurows Bürgermeister Eckhardt Stelbrink (50, Linke). Schon seit Jahren werde darüber geredet, aber nichts würde geschehen. Wenn einige Bewohner jetzt am ernsten Bestreben der Gemeinde zweifeln würden, könne er das verstehen. „Darum müssen wir jetzt so schnell wie möglich mit den Balkonen beginnen.“ Geplant ist, erst drei Blöcke im Ortsteil Krassow und anschließend zwei in Zurow aufzuwerten.

Von Sylvia Kartheuser

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