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Verhärtete Fronten zwischen Landkreis und Wismar

Wismar Verhärtete Fronten zwischen Landkreis und Wismar

Streit um Unterbringung von Asylbewerbern / Dringlichkeit eines Integrationskonzeptes angemahnt

Wismar. Im Kreistag ist am Donnerstag eine Diskussion um Zuständigkeiten für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge entbrannt. Entzündet hatte sich die Debatte am Vorgehen des Landkreises, noch im Verfahren befindliche Asylbewerber aus den vom Landkreis angemieteten Wohnungen zurück in die Gemeinschaftsunterkunft Haffburg nach Wismar zu schicken. Die Folge:

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Streit um Unterbringung von Asylbewerbern / Dringlichkeit eines Integrationskonzeptes angemahnt

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Mit Anerkennung als Flüchtling müssen die Menschen die Haffburg innerhalb von zwei Monaten verlassen und sich eine Wohnung suchen. Finden sie keine, sind sie obdachlos – und die Hansestadt ist für sie verantwortlich.

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer hatte Landrätin Kerstin Weiss dafür scharf kritisiert. Weiss hatte die Vorwürfe zurückgewiesen (die OZ berichtete).

Die zuständige Sozialdezernentin und stellvertretende Landrätin Karla Krüger (SPD) erklärte den Kreistagsmitgliedern, dass der Landkreis sehr wohl Wismar unterstütze. Das Einzige, was die Verwaltung als Unterstützung liefere, sei eine Liste mit Namen derer, die dann in der Stadt unterzubringen seien, erwiderte Michael Berkhahn (CDU). Der Landkreis setze mit der Adresse „Haffburg“ den Ort, an dem die Leute in die Obdachlosigkeit gehen, sagte der stellvertretende Bürgermeister Wismars. Noch gut 500 Menschen sind derzeit im Asylverfahren – die meisten mit guter Bleibeperspektive. Ein Großteil davon ist bereits in der Haffburg untergebracht. Zum 1. Dezember dieses Jahres hat der Landkreis insgesamt 151 von 240 Wohnungen gekündigt. Das Innenministerium bezahle am Ende nur noch zehn Wohnungen, begründete Weiss die Entscheidung.

Beyer forderte die Verwaltung auf, Integration nicht als eine lästige, lediglich kostenträchtige Aufgabe zu betrachten, sondern als Bestandteil einer Sozialpolitik, die allen gelte. Weiss räumte ein, dass im Bereich Integration die Ausstattung an Personal nicht besonders üppig sei. „Das könnte man noch aufstocken, wenn man es wollte.“

Erneut wurde in diesem Zusammenhang die Dringlichkeit eines Integrationskonzeptes angemahnt. Das soll dem Kreistag Anfang November vorgelegt werden.

nb

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