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Verlegung der Bushaltestelle ist vom Tisch

Wismar Verlegung der Bushaltestelle ist vom Tisch

Großschmiedestraße als Alternative zum Marktplatz ungeeignet / Stadt sucht Möglichkeiten einer Überdachung

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Wir brau- chen eine Lösung für die Halte- stelle am Markt.“ Michael Berkhahn (CDU), Senator

Wismar. Die Bushaltestelle am Marktplatz bleibt, wo sie ist. „Eine Verlegung in die Großschmiedestraße ist aus technischen Gründen nicht machbar“, erklärte Bauamtsleiterin Nadine Domschat-Jahnke den Mitgliedern des Bauausschusses. Zu dieser Überlegung war es gekommen, weil die Haltestelle am Markt kein Dach hat und die Wartenden bei schlechtem Wetter im Regen stehen müssen. Dort einen überdachten Wartebereich zu schaffen, ist jedoch äußerst schwierig. Der Platz und das gesamte angrenzende Bauensemble stehen unter Denkmalschutz.

Die Großschmiedestraße sei allein schon aus dem Grund als Haltepunkt nicht geeignet, weil die Radfahrer dort auf die Fahrbahn geleitet werden, führte die Bauamtsleiterin aus. Zudem seien die Bereiche vor den Häusern auch sehr beengt und zu schmal, um dort ein Wartehäuschen aufzustellen. „Die Hausvorfelder sind maximal drei Meter breit. Erst in der Kurve werden sie breiter, aber gerade wegen der Kurve ist die Stelle ungeeignet“, sagte Nadine DomschatJahnke.

Im Gegensatz zum Marktplatz, der als Gewerbegebiet ausgewiesen sei, sei die Großschmiedestraße ein reines Wohngebiet, erläuterte die Bauamtsleiterin weiter. Daher komme eine Haltestelle schon aufgrund der Lärmemission nicht infrage. Und noch ein Punkt spreche gegen eine Verlegung: Die Station am Markt liegt ziemlich genau auf der Hälfte zwischen denen in der Dankwart- und der Bauhofstraße. Ein Halt in der Großschmiedestraße läge dann doch sehr nah an dem in der Bauhofstraße – und Bus-Nutzer müssten etwa 800 Meter weiter laufen.

Da die Großschmiedestraße vom Tisch ist, suchen Bauausschuss und Stadtverwaltung nach Möglichkeiten, doch ein Dach über die Haltestelle am Marktplatz zu bekommen. „Das war ja unser ursprüngliches Ansinnen“, erinnerte Senator Michael Berkhahn (CDU). Über eine Verlegung sei ja nur nachgedacht worden, weil die Denkmalpflege nur den Eingang der Sparkasse als möglichen Ort für eine überdachte Haltestelle gesehen hatte. „Das hatte die Sparkasse aber abgelehnt, da an der Stelle ohnehin reger Fußgängerverkehr herrscht“, sagte Berkhahn. Er selbst halte den Bereich ebenfalls für ungeeignet.

„Wenn, was ja vorkommt, zwei oder drei Busse die Haltestelle auf einmal anfahren wollen, würden sie bis in die Dankwartstraße stehen“, erklärte er.

Da ist ja aber noch das sanierungsbedürftige Eckhaus. „Wie wäre es, wenn wir mit dem Eigentümer verhandeln, ob wir einen Raum im Erdgeschoss als Wartebereich nutzen können“, schlug Ausschussmitglied Bernd Hilse (Linke) vor. Von der Idee her nicht schlecht, erwiderte Michael Berkhahn. „Aber ich glaube nicht, dass der Investor attraktiven Gewerberaum ausgerechnet für eine öffentliche Nutzung hergeben wird.“ So etwas sei vermutlich nur bei einer öffentlichen Immobilie möglich.

„Ich würde es begrüßen, wenn wir den Vorschlag einer Überdachung an Ort und Stelle vorantreiben“, sagte Siegfried Ballentin (CDU). Vielleicht könne sich die Stadt doch mit der Denkmalpflege und dem Sachverständigenbeirat der Unesco-Welterbestadt einigen.

Einstimmig beauftragte der Bauausschuss die Verwaltung, dass sie mit den Planern zwei Varianten für die Bushaltestelle am Marktplatz erarbeitet: eine mit einem kürzeren und eine zweite mit einem längeren Dach. Beide Vorschläge sollen auf jeden Fall luftig sein und sich dem Bauensemble unterordnen.

Sylvia Kartheuser

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