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Von Haffburg in Obdachlosigkeit? Bürgermeister kritisiert Landkreis

Wismar Von Haffburg in Obdachlosigkeit? Bürgermeister kritisiert Landkreis

Die erste Kreistagssitzung nach der Sommerpause, der nächste Ärger für die Verwaltung des Nordwestkreises. Der entzündete sich gestern bereits am Bericht der Landrätin zum Thema Asyl.

Wismar. Die erste Kreistagssitzung nach der Sommerpause, der nächste Ärger für die Verwaltung des Nordwestkreises. Der entzündete sich gestern bereits am Bericht der Landrätin zum Thema Asyl. Kerstin Weiss (SPD) verlas die Kündigungen weiterer Wohnungen im Landkreis, in denen Asylbewerber untergebracht sind. Im Dezember dieses Jahres seien von derzeit 240 Wohnungen nur noch 89 vom Kreis angemietet. Als Begründung nannte Weiss die rückläufige Zahl der Asylbewerber, die dem Landkreis zugewiesen würden.

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) nahm diesen Teil des Berichtes zum Anlass, die Asylpolitik des Kreises scharf zu kritisieren. Mit dem Bericht entstünde der Eindruck, dass sich einiges entspannen würde. Das sei mitnichten so. „Könnte es sein, Frau Landrätin, dass sich dahinter die Auffassung verbirgt, dass mit dem Erhalt des Aufenthaltstitels die Zuständigkeit des Landkreises für einen Asylbewerber endet?“ Beyer bezog sich auf das Vorgehen des Kreises, noch im Verfahren befindliche Menschen aus den dezentralen Wohnungen nach Wismar in die Haffburg und die Gemeinschaftsunterkunft Lehrerhaus in Wendorf zu bringen. Erhalten sie dann ihre Anerkennung, ist die Stadt dafür verantwortlich, dass die Menschen nicht obdachlos werden. Im Bericht der Landrätin ist von einer Unterstützung bei der Wohnungssuche durch die Integrationslotsen die Rede. Die könnten helfen, dass die Menschen die vom Kreis angemieteten Wohnungen nachmieten können. Derzeit kümmern sich drei Integrationslotsen um knapp 500 beim Jobcenter gemeldete Bedarfsgemeinschaften. Über 500 Asylbewerber sind noch im Verfahren – die meisten mit guter Bleibeperspektive. Beyer fürchtet, Geflüchtete künftig in Hotels und Pensionen unterbringen zu müssen. Er kritisierte zudem die mangelnde Kommunikation und Information vonseiten des Kreises. Beyer forderte den Kreis auf, zu steuern, zu koordinieren, zu kommunizieren. Das aber ginge nur, wenn dieser sich verantwortlich fühle.

Weiss wies die Vorwürfe zurück. Vom Kreis werde niemand in die Obdachlosigkeit entlassen, der sich bemühe, eine Wohnung zu finden. Zudem seien Kreis und Stadt doch ständig im Gespräch.

Alles andere wolle sie schriftlich beantworten.

nb

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