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Waldstadion soll Tribüne bekommen

Neukloster Waldstadion soll Tribüne bekommen

Neuklosters Stadtvertreter stimmen Bauvorhaben zu / Stadt setzt auf 135000 Euro Fördermittel

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Marode: das Waldstadion in Neukloster. Es soll für 150000 Euro eine neue, teilweise überdachte Tribüne bekommen.

Quelle: Foto: Vanessa Kopp

Neukloster. Das Waldstadion in Neukloster soll schöner und moderner werden. Es soll eine überdachte Tribüne mit 144 Sitzplätzen und eine weitere, ebenfalls mit 144 Sitzplätzen, ohne Überdachung bekommen. Das haben die Stadtvertreter am Montagabend einstimmig beschlossen. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben werden mit 150000 Euro angegeben. Darin enthalten sind auch eine moderne Beschallungsanlage, ein barrierefreier Zugang und die Erneuerung der Wegbeleuchtung.

135000 Euro sollen aus dem Förderprogramm für lokale Entwicklung (Leader-RL MV) kommen. Der Antrag ist nach Aussage von Bürgermeister Frank Meier (parteilos) bereits gestellt. Die Stadt muss neben 15000 Euro Eigenanteil noch zehn Prozent der Fördersumme an Kofinanzierung aufbringen, also 13500 Euro.

Der Bauausschussvorsitzende Tilman Richter (Wählergemeinschaft WFN) wertete das Bauvorhaben als „vorteilhaft für das Waldstadion“. Und er fuhr fort: „Es angesichts der hohen Förderung nicht in Angriff zu nehmen, wäre leichtsinnig.“ Die Weiterentwicklung des Waldstadions sei eine gute Idee, die im Bauausschuss die ungeteilte Zustimmung bekommen habe. Dort hatten Mitglieder des Vereins VfL Blau-Weiß Neukloster das Bauvorhaben genauer vorgestellt.

Die Stadtvertreter reagierten daher mit Unverständnis auf den Einwurf des SPD-Fraktionsvorsitzenden Detlef Kohrt. Er kritisierte die Unterlagen als zu ungenau und hätte sich mehr Details gewünscht, zum Beispiel wie viel Geld genau wofür ausgegeben werden soll. Fraktionskollege Hans-Joachim Jantzen bemängelte, dass der Kultur- und Sozialausschuss als zuständiger Fachausschuss nicht beteiligt worden sei. „Vom Grundsatz her habe ich nichts gegen eine Tribüne, aber dass die Sache nicht über unseren Tisch ging, stößt mir schon ein bisschen auf“, sagte der Ausschussvorsitzende, der bis 2014 mehr als 23 Jahre im VfL-Vorstand aktiv war.

Frank Meier intervenierte: „Ich weiß nicht, ob uns das etwas gebracht hätte, die Kosten schon jetzt aufzuschlüsseln.“ Derzeit gehe es erst einmal darum, den Antrag auf den Weg zu bringen, damit die Fördermittel fließen können. Letztlich stimmten auch die drei SPD-Mitglieder mit den anderen Stadtvertretern für den Tribünenbau.

Bei nur einer Enthaltung beschlossen sie auch die außerplanmäßige Auszahlung des Eigenanteils am Neubau der Tribüne. Das ist nötig, weil für die Baumaßnahme im Haushaltsplan 2017/18 keine Mittel eingeplant sind. Finanziert werden sollen die insgesamt 28500 Euro aus Einsparungen bei der Sanierung der Straße Zum Holzplatz. Zudem wird die Auszahlung von der Zusage der Fördermittel abhängig gemacht. Das heißt: Gibt es kein Geld vom Land, wird nichts ausgezahlt. Und auch der Baubeginn der Tribünen ist von den Fördermitteln abhängig.

Neukloster hat in die Sportanlage immer wieder investiert. So wurde zum Beispiel im August 2013 das sanierte Waldstadion des VfL Blau-Weiß übergeben. Ein Jahr hatte es gedauert, um die Rasenfläche zu erneuern und eine automatische Beregnungsanlage einzubauen. Komplett erneuert wurden außerdem die Aschenbahn, der Außenzaun mit Toranlage sowie die Zuschauerbarrieren.

Sportstätte seit 27 Jahren

Im Seminarsportverein organisierten sich 1905 in Neukloster erstmals Fußballspieler. 1990 wurde das heutige Waldstadion mit Sportlerheim und Kegelhalle gebaut. In den Folgejahren wurde ständig investiert und erneuert. 2004 wurde das neue Vereinshaus mit der integrierten Kegelbahn in Betrieb genommen.

Der VfL Blau-Weiß Neukloster hat mehr als 600 Mitglieder. Sie betreiben in elf Abteilungen Sport im Wettkampf oder in der Freizeit.

Sylvia Kartheuser

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