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Wismar-Wahl: Zweifel bei zwei Bewerbern

Wismar Wismar-Wahl: Zweifel bei zwei Bewerbern

Doch der Wahlausschuss gibt auch grünes Licht für Tilo Gundlack und Michael Werner.

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Am 25. Mai ist großer Wahltag: Bürgerschafts-, Kreistags-, Landrats- und Europawahl. Gewählt werden auch die Gemeindeparlamente und die ehrenamtlichen Bürgermeister.

Quelle: fotolia

Wismar. Die Bürgerschaftswahl am 25. Mai dürfte umkämpft sein wie noch nie. Ein deutliches Indiz dafür war gestern die Sitzung des Wahlprüfungsausschusses, der sich mit der Zulassung der einzelnen Bewerber befasst hat. Neben den fünf Mitgliedern des Ausschusses waren auch Vertrauenspersonen der Parteien anwesend.

Zweifel wurden laut bei zwei Bewerbern: Tilo Gundlack (SPD) und Michael Werner (Für-Wismar-Forum).

Bei Gundlack geht es um die Frage, ob er als beurlaubter Bediensteter der Hansestadt für die Wahl kandidieren darf. Er darf, sagt das Innenministerium von MV. „Ich habe natürlich mit der Frage gerechnet und mich darum im Vorfeld an das Ministerium gewandt“, so Grundlack gestern gegenüber OZ.

Bei der letzten Wahl für den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte Tilo Gundlack kandidiert und gewonnen. Seitdem ruht sein Beamtenverhältnis mit der Hansestadt. Dazu schreibt das Innenministerium: „Einer Ausübung eines Mandats in der Bürgerschaft der Hansestadt Wismar stehen somit die Unvereinbarkeitsvorschriften nicht entgegen.“ Diese Unvereinbarkeit von Amt und Mandat könnte eintreten, antwortet das Ministerium weiter, „sollten Sie 2014 ein Bürgerschaftsmandat erhalten, aber 2016 nicht erneut in den Landtag einziehen“. Für Gundlack Zukunftsmusik.

Vertrauenspersonen von FDP, Für-Wismar-Forum und Grünen sehen die Kandidatur von Gundlack dennoch kritisch. Tino Schwarzrock, Spitzenkandidat der Grünen für die Bürgerschaft und Landratskandidat, sagte in der Ausschusssitzung: „Wer weiß, über welche Kanäle er sich die Stellungnahme vom Innenministerium geholt hat.“ Kerstin Adam, Vertrauensperson der SPD, verwahrte sich gegen diese Unterstellung. Für Tilo Gundlack sind die Vorbehalte „an den Haaren herbeigezogen“. Er vermutet, dass er als Spitzenkandidat in Misskredit gebracht werden soll. Gundlack: „Es ist bedauerlich, dass in einer Demokratie mit solchen Haken und Ösen gekämpft wird.“

Der Wahlausschuss sah keine Probleme und winkte die SPD-Vorschläge einstimmig durch. Fast wie alle auch anderen.

Die einzige Enthaltung überhaupt gab es bei Michael Werner. Hier fragte Sabine Sturbeck (SPD), wie es sein könne, dass Werner mit seinem Hauptwohnsitz in dem Tierparkhaus gemeldet sei, aber schon längst ein Haus in Zahrensdorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwischen Blankenberg und Sternberg) mit seiner Frau bewohne. Ausschussvorsitzender Frank Brosig sagte dazu, dass eine Wählbarkeitsbescheinigung von Michael Werner vorliege. Das sei für den Ausschuss entscheidend. Alles andere sei Sache des Einwohnermeldeamtes. Kerstin Adam hält das Konstrukt bei Michael Werner für problematisch. Ähnliches könnte jeder machen.

Gegenüber OZ sagte Michael Werner, dass sein Lebensmittelpunkt als Tierparkdirektor nach wie vor Wismar sei. Das Haus gehöre zum Tierpark, er bezahle für die Dienstwohnung eine Miete, die an den Tierpark gehe. Werner: „Ich denke, das ist okay, mein Lebensmittelpunkt ist hier.“ Darum habe er hier seinen Hauptwohnsitz. Michael Werner sagte zum Hauskauf in Zahrensdorf, dass es auch als Alterswohnsitz für seine noch in Berlin lebenden Eltern vorgesehen sei. Nach Angaben von Werner ist seine Frau in Zahrensdorf mit Hauptwohnsitz angemeldet.

104 Bewerber für 37 Plätze

37 Plätze sind in der Wismarer Bürgerschaft zu vergeben. Insgesamt 104 Frauen und Männer stellen sich der Wahl.
Es bewerben sich: CDU, Die Linke, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Alternative für Deutschland (AfD, ein Bewerber), Für-Wismar-Forum, NPD (ein Bewerber), Piraten (zwei Kandidaten) und Torsten Born als Einzelbewerber.



In der aufgeführten Reihenfolge stehen die Bewerber auch auf dem Stimmzettel. Das hängt bei den etablierten Parteien mit dem Ergebnis der letzten Kommunalwahl zusammen, bei den neuen geht es weiter nach dem Alphabet, dann folgen die Einzelbewerber.

 



Heiko Hoffmann

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