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Zentrum für Generationen: Erdarbeiten beginnen

Blowatz Zentrum für Generationen: Erdarbeiten beginnen

Die Gemeindevertreter von Blowatz haben Lose von Erdarbeiten bis Elektrik vergeben / Erste Mieter sind gefunden / Zuschläge für Frisör und Lebensmittelgeschäft

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Wir wollen das Gebäude soweit hochziehen, dass im Winter der Innenausbau beginnen kann.“ Tino Schomann (28, CDU), Bürgermeister

Blowatz. Allmählich wird das Mehrgenerationenzentrum in Blowatz konkret. Die Gemeindevertreter haben der Auftragsvergabe für die verschiedenen Bauarbeiten zugestimmt.

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Die Gemeindevertreter von Blowatz haben Lose von Erdarbeiten bis Elektrik vergeben / Erste Mieter sind gefunden / Zuschläge für Frisör und Lebensmittelgeschäft

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Vergeben wurden die Lose für Bauhauptarbeiten, Gerüstarbeiten, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, Fenster und Türen. Zudem gab es Zuschläge für die Bereiche Elektrik, den Einbau des Aufzugs sowie Heizung, Sanitär und Lüftung. „In der Regel gingen die Aufträge an Firmen aus der Region, was mich natürlich ganz besonders freut“, sagt Bürgermeister Tino Schomann (CDU).

Der 28-Jährige drückt aufs Tempo und das muss er im Prinzip auch. Der Grund sind die Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm (siehe Kasten). Damit Blowatz in den Genuss von insgesamt 400

000 Euro kommt, muss das Mehrgenerationenzentrum spätestens am 30. September 2017 fertig sein. Die Erdarbeiten sollen nächste Woche beginnen.

Das Ziel für dieses Jahr: Das Gebäude wird noch mit Dach und Fenster versehen, damit im Winter der Innenausbau beginnen kann, erklärt Tino Schomann. Allerdings ist er etwas ärgerlich, denn alles hätte viel schneller gehen können. „Das Problem war die lange Wartezeit auf die Baugenehmigung vom Landkreis“, sagt der Bürgermeister. Am Dienstag kam die Teilgenehmigung. Den Bauantrag hatte die Gemeinde am 23. Dezember 2015 in der Kreisverwaltung eingereicht.

Leider hätten aber nicht alle Unterlagen vorgelegen, erklärt Petra Rappen auf OZ-Anfrage. Zum Beispiel habe die Konzeption für die Nutzung des Gebäudes mit Versammlungsräumen gefehlt, so die Kreispressesprecherin. Nach Angaben des Bauordnungsamtes seien seine Forderungen durch die Gemeinde beziehungsweise deren Architekten zudem nur zögerlich erfüllt worden.

Tino Schomann ist über die Antwort leicht verwundert. „Die Nachforderung haben wir am 8. Januar erhalten, am 18. Januar die fehlenden Unterlagen abgegeben“, zählt der Blowatzer Bürgermeister auf. Und von Januar bis Juli seien es immerhin auch sechs Monate. Über den Bauantrag für ein Einfamilienhaus hätten sie innerhalb von drei Monaten entscheiden müssen, erklärt Petra Rappen. Das sei bei Sonderbauten nicht der Fall, und dazu zähle das Mehrgenerationenzentrum.

Dennoch bleibt es für den Blowatzer Bürgermeister unverständlich, warum die Baugenehmigung so lange auf sich warten ließ. „Immerhin hat der Landkreis unser Vorhaben auf Platz eins der Prioritätenliste für die Leader-Projekte gesetzt.“ Zudem bekam es als „Leitprojekt der Strategie für ländliche Entwicklung“ zusätzliches Gewicht.

Die jetzt vorliegende Teilbaugenehmigung umfasst die gesamten Erdarbeiten, außerdem kann das Fundament gegossen werden. Auf den ursprünglich geplanten offiziellen Spatenstich will die Gemeinde verzichten. „Wir laden lieber zur Grundsteinlegung“, sagt der Bürgermeister. Die ist für Ende August, Anfang September geplant.

Die ersten Mieter im Mehrgenerationenzentrum stehen schon fest. Die Gemeindevertreter entschieden, dass Ines Falkner aus Robertsdorf den Friseursalon und Marcus Höchst von der Bäckerei Lüth aus Neukloster das Lebensmittelgeschäft übernehmen soll. „Ich denke, wir haben zwei gute Leute gefunden“, stellt Tino Schomann fest.

Was ist Leader?

Leader ist eine Abkürzung aus dem Französischen: Liason entre actions de developpment de l’economie rurale, was so viel bedeutet wie: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Die offizielle deutsche Bezeichnung lautet: Aktionen zur ländlichen Entwicklung auf Initiative der Europäischen Kommission.

Mit Leader hat die Europäische Kommission einen neuartigen Förderansatz für die Entwicklung des ländlichen Raumes entwickelt. In einer genau abgegrenzten Region können sich Partner aus unterschiedlichen sozioökonomischen Bereichen zu einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zusammenschließen und auf der Grundlage einer Entwicklungsstrategie innovative Projekte fördern, mit denen die Region wirtschaftlich vorangebracht werden soll.

Finanziert werden die Leader-Projekte auch in der neuen Förderperiode aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (Eler).

Besondere Projekte werden zu Leitprojekten der Strategie für ländliche Entwicklung. In Nordwestmecklenburg gehören dazu neben dem Mehrgenerationenhaus in Blowatz die Klützer Obstbrennerei, der Speicher in Dassow, die Grevesmühlener Mühle und das Hundehaus in Dorf Mecklenburg.

Sylvia Kartheuser

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