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Zierow: Verkehrsinsel in Lindenstraße abgelehnt

Zierow Zierow: Verkehrsinsel in Lindenstraße abgelehnt

Gemeindevertreter wollen andere Maßnahme zur Reduzierung der Geschwindigkeit / Am Strand soll langsamer gefahren werden

Zierow. Ärger über Raser: Bewohner von Zierow kritisierten schon mehrfach rücksichtslose Autofahrer, die aus Richtung Wismar kommend zu schnell durch den Ort fahren. Einig sind sich die Gemeindevertreter, dass eine „geschwindigkeitsreduzierende Maßnahme“ am Ortseingang in der Lindenstraße notwendig ist. Ob aber eine Verkehrsinsel zur Verkehrsberuhigung beiträgt oder doch eher eine Aufpflasterung Sinn macht, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.

 

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Das Geld für die Insel könnten wir sinnvoller für andere Sachen einsetzen.“Roland Hömke, Gemeindevertreter

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Roland Hömke (Aktive Bürger Zierow/ABZ) sprach sich während der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend gegen eine Verkehrsinsel aus. Diese soll etwa 30000 Euro kosten. Würde die Verengung gebaut, hätten größere Fahrzeuge Mühe, die Straße zu passieren. „Außerdem sind die Kosten sehr hoch. Das Geld könnten wir sinnvoller für andere Sachen einsetzen“, meinte Hömke. „Ich halte eine Verkehrsinsel für die schlimmste Variante“, äußerte sich Stefan Langer. Landwirtschaftliche Maschinen hätten Schwierigkeiten zu passieren. Langer befürchtet außerdem, dass ein Schneepflug Schilder auf der Insel streifen und Steine herausreißen könnte. „Dann müssen wir für viel Geld flicken.“ Ulrich Elsholz mahnte eine Alternative an: „Eine vernünftige Aufpflasterung müsste doch später kein Problem sein.“ Mathias Lau setzte sich für die Verkehrsinsel ein, auch weil spätere Arbeiten die Kosten in die Höhe treiben würden.

Die Gemeindevertreter stimmten dem Ausbau der Kreisstraße 22 zwischen Wismar und Zierow grundsätzlich zu. Sie plädierten auch für eine Verlängerung des Gehweges vom Amselweg bis zur Sportplatz-Einfahrt und die Vorleistungen für eine LED-Umrüstung der Straßenlaternen. Bei einer zweiten Abstimmung waren Bürgermeister Franz-Josef Boge (ABZ) und Mathias Lau für die Verkehrsinsel, Dagmar Dobbertin, Roland Hömke und Stefan Langer dagegen. Ulrich Elsholz enthielt sich der Stimme. „Jetzt müssen wir gucken, ob wir mit den Planern zeitnah eine alternative Lösung einbauen können“, sagte Boge anschließend.

Die Kreisstraße 22 soll in den Jahren 2017 und 2018 ab Frühjahr 2017 erneuert werden. Betroffen ist der Abschnitt von der Stadtgrenze Wismar bis zur Zierower Kreuzung Am Schwanenteich/Lindenstraße.

Bauherr ist der Landkreis Nordwestmecklenburg. Zwei Bauabschnitte sind geplant. In der Ortslage Zierow wird die Straße grundhaft ausgebaut. Nach den Arbeiten soll die Straße in das Gemeindevermögen von Zierow übergehen. Die Gemeinde hat die Kosten für den Gehweg und die Verkehrsberuhigung zu tragen. Der Gehweg an der Zierower Lindenstraße kostet laut Plan etwa 15000 Euro.

Sorgen bereitet auch der Strandbereich in Zierow, den Autofahrer ebenfalls zu schnell passieren sollen. Erlaubt sind auf der staubigen Piste 30 Km/h. Die Gemeindevertreter wollen prüfen lassen, ob eine verkehrsberuhigte Zone, also Schrittgeschwindigkeit, ab Einfahrt Gaststätte „Sonneneck“ in Richtung Strand möglich wäre. Dies hätte zur Folge, dass die Halteverbotsschilder entfernt und durch das Schild „verkehrsberuhigter Bereich“ ersetzt werden müssten. Bürgermeister Boge gab zu bedenken, dass dann Autos nur noch auf ausgewiesenen Flächen parken dürfen.

Auch in der Strandstraße gilt Tempo 30. „Leider halten sich bestimmt achtzig Prozent aller Autofahrer nicht an diese Vorgabe, sondern knallen da durch, von beiden Seiten“, kritisierte Ulrich Elsholz, dessen Reiterhof an der Strandstraße liegt. „Wenn es keine Blitzer oder Kontrollen gibt, wird das leider so bleiben.“

Auf Veränderungen müssen sich Nutzer von Wohnmobilen einstellen. Sie dürfen künftig auf den gebührenpflichtigen Plätzen der Gemeinde Zierow nur noch bis 21 Uhr parken. Die Regelung gilt ganzjährig.

Besonders der große Parkplatz am Reiterhof wird derzeit, so die Erfahrung der Gemeindevertreter, gerne als Übernachtungsplatz genutzt. „Einen illegalen Campingplatz wollen wir nicht“, betonte Franz-Josef Boge.

Norbert Wiaterek

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