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Wismar Polizei-Altbau nicht vor Ende 2018 fertig
Mecklenburg Wismar Polizei-Altbau nicht vor Ende 2018 fertig
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00:12 11.05.2018
Christian Hoffmann (l.) vom Betrieb für Bau und Liegenschaften MV und Steffen Brunn von „Stadt + Haus Architekten und Ingenieure Wismar“ im denkmalgeschützten Polizeigebäude. Sämtliche Putzarbeiten müssen noch ausgeführt werden. Quelle: Fotos: Heiko Hoffmann
Wismar

„Polizei-Altbau soll Ende Mai saniert sein“. So titelte die OZ im August 2017. Daraus wird nichts. Die Fertigstellung wird sich um einige Monate verzögern.

Eigentlich sollte das Gebäude im Mai saniert sein – allerdings gab es Probleme mit der Auftragsvergabe an eine Baufirma

Vor Jahresende ist nicht damit zu rechnen, dass die Arbeiten abgeschlossen sein werden. Der Mietvertrag für die Containeranlage, in der ein Großteil der Polizeiinspektion seit nunmehr fünf Jahren untergebracht ist, wurde jedenfalls erst einmal bis Ende des Jahres verlängert.

Auf ein Fertigstellungsdatum möchte sich Christian Hoffmann, Pressesprecher beim Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) Mecklenburg-Vorpommern, nicht festlegen. Der BBL saniert im Auftrag des Innenministeriums den Altbau und hat den Neubau errichten lassen. Die Wismarer Polizisten vermuten, dass es mit dem Einzug in den sanierten Altbau nichts vor dem Frühjahr 2019 wird.

Die Verzögerung am Bau ist nicht die erste. Ursprünglich war der Plan, das denkmalgeschützte Haus bis Ende 2016 instand zu setzen. Die neuerliche Verspätung soll mit Problemen bei einer Auftragsvergabe zusammenhängen. Ein Unternehmen aus Brandenburg hatte den Zuschlag für umfangreiche Putzarbeiten erhalten. Decken und Wände in vier Geschossen sind fertigzustellen. Doch letztlich habe die Firma nicht losgelegt, eine neue Ausschreibung musste erfolgen. „Wir steuern um eine weitere Klippe. Der Bauzeitenplan wird angepasst, das ist für uns normales Geschäft“, so Christian Hoffmann.

Für Steffen Brunn von „Stadt + Haus Architekten und Ingenieure Wismar“ handelt es sich bei den Innenputzarbeiten um ein Schlüsselgewerk. Wegen des Umfangs der Arbeiten und der Gewerke, die dann folgen. Denn erst wenn der zum Teil noch alte Putz an den Wänden abgetragen ist und neuer aufgetragen wurde, geht es weiter mit Heizung, Lüftung und Sanitär, mit Elektro- und Malerarbeiten und der Haustechnik.

„An den Putzarbeiten hängt der weitere Ablauf“, so Architekt Steffen Brunn. Davon unabhängig laufen parallel die Arbeiten am Rohbau.

Verzögerungen gab es bereits im Jahr 2016. Von März bis November ruhte die Baustelle. Es gab statische Probleme bei dem denkmalgeschützten Altbau aus dem Jahr 1848. Bestehende Belastungsannahmen waren nicht mehr haltbar, die Statiker mussten neu rechnen und das Gründungskonzept umarbeiten. Im Ergebnis wurden die Fundamente verstärkt und der Kellerfußboden erneuert. Die Gesamtkosten steigen zwischenzeitlich um 892000 Euro auf 10,212 Millionen Euro.

Ob der Bau wegen der erneuten Verzögerung teurer wird, dazu hält sich der BBL zurück. Sicher ist, dass die Mietkosten für die Containeranlage von monatlich rund 18000 Euro die Gesamtkosten in die Höhe treiben. Allein dafür fallen zusätzlich über eine Millionen Euro an. Das ehemalige Militärlazarett, das zwischen den Weltkriegen zum Finanzamt umfunktioniert wurde, wird seit 1952 von der Polizei genutzt.

Im sechsten Jahr

Beginn der Bauarbeiten war am 27. März 2013. Im ersten Abschnitt wurde der Neubau für das Kriminalkommissariat errichtet. Der Einzug war im Dezember 2015, ein halbes Jahr später als zunächst geplant.

Der 2. Bauabschnitt – die Entkernung und Instandsetzung des historischen Dienstgebäudes für das Polizeihauptrevier und die Führungsgruppe – begann verspätet. Der Stillstand von März bis November 2016 bewirkte eine weitere Verzögerung.

Heiko Hoffmann

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