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Wismar Polizei setzt auf direkte Kommunikation mit den Bürgern
Mecklenburg Wismar Polizei setzt auf direkte Kommunikation mit den Bürgern
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11:27 14.04.2018
Dr. Andreas Walus, Leiter des Polizeihauptreviers Wismar mit den Kontaktbeamten: Andreas Gieseler, Cornelia Schulz, Lothar Kufahl, Fred Steinhusen, Maik Erdmann, Dietmar Schwarz , Wolfgang Schiek, Jürgen Leonhardt (v. l.). Quelle: Polizei
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Wismar

Mit dem Polizei-Bürger-Dialog will das Polizeihauptrevier Wismar dichter an die Bevölkerung und so auf ein Unsicherheitsgefühl reagieren. Als eine erste Verbesserung setzt Revierleiter Dr. Andreas Walus auf „mehr direkte Kommunikation zwischen der örtlichen Polizei und den Bürgern“. Acht Dialogveranstaltungen soll es geben. Der Auftakt findet in Neuburg am 26. April statt. Danach folgen Dorf Mecklenburg, Bad Kleinen, Warin, Neukloster, Wismar, die Insel Poel und Gägelow.

Bei diesen Veranstaltungen werden die örtliche Polizeidienststellen, der Kontaktbeamte als Ansprechpartner für die Bürger und der Hauptrevierleiter vorgestellt. Die Beamten informieren über ihre Arbeit, die Kriminalitätsentwicklung in der Region und beantworten Fragen. Zu Präventionsthemen wie Einbruchsschutz werden Informationsmaterialien verteilt, für Kinder wird ein Funkstreifenwagen vorgestellt.

Bürgermeister auch dabei

Die Veranstaltungen sind kostenlos, Anmeldungen sind nicht nötig. Da der Polizei an einer guten Zusammenarbeit mit den Kommunen gelegen ist, sind auch Bürgermeister und Amtsvorsteher vor Ort. In jedem Fall hofft die Polizei auf ein reges Interesse.

„Die direkte Kommunikation zwischen Bürgern und der Polizei erscheint heutzutage wichtiger denn je zu sein“, so Walus. Der Leiter des Polizeihauptreviers verweist auf Studien des Landeskriminalamts MV. Diese hätten ergeben, dass sich eine Vielzahl von Bürgern zum einen unsicher fühlt und zum anderen mit der Polizei(-präsenz) unzufrieden ist.

Unzufriedenheit mit Polizei

Walus: „Dies gilt auch für den Bereich des Polizeihauptreviers Wismar. Das Unsicherheitsgefühl und die Unzufriedenheit mit der Polizei könnten unter anderem auf Unkenntnissen beruhen: Bürger kennen oftmals nicht ihre örtlichen Polizeidienststellen, deren Repräsentanten, insbesondere Kontaktbeamte und Revierleiter, und deren Aufgaben.“

Außerdem seien die Bürger oftmals nicht genauer darüber informiert, wie die Kriminalitätsentwicklung in ihrer Region tatsächlich aussieht. „Auch diese Unkenntnis erscheint problematisch, da die Kriminalitätssituation im Bereich des Polizeihauptreviers Wismar bei objektiver Betrachtung gut ist“, sagt Andreas Walus.

Um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung dauerhaft verbessern zu können, kommen verschiedene Maßnahmen in Betracht. Walus: „Von Seiten des Polizeihauptreviers Wismar eignet sich als erster Verbesserungsansatz mehr direkte Kommunikation zwischen der örtlichen Polizei und den Bürgern.“ Durch eine stärkere Annäherung der Bevölkerung und „ihrer“ Polizei könnten bestehende Unsicherheiten und Unklarheiten der Bürger verringert werden, so der Ansatz.

Zwei Hauptziele

Mit dem Polizei-Bürger-Dialog werden zwei Hauptziele verfolgt: mehr Polizeipräsenz und mehr Bürgernähe vor Ort. Präsenz werde nicht nur durch den allgemeinen Streifendienst des Polizeihauptreviers Wismar realisiert. Ebenso wirksam erscheinen ansprechbare Polizisten vor Ort. Walus: „Es ist anzunehmen, dass das Sicherheitsgefühl im Bereich des Polizeihauptreviers Wismar steigt, je besser die örtlichen Verantwortungsträger der Polizei bekannt sind. Mit Hilfe von Dialog-Veranstaltungen lässt sich zudem eine bürgernahe Polizei vermitteln, da die Polizeibeamten vor Ort kommen und in direkte Gespräche mit den Bürgern treten.“

Allerdings gibt es bereits Möglichkeiten, wie Polizei und Bürger zueinander finden. Zum einen ist das Polizeihauptrevier Wismar jederzeit telefonisch erreichbar unter 03841-2030. Auf diesem Weg können sämtliche Anliegen besprochen werden. Zum anderen bestehe jederzeit die Möglichkeit, Strafanzeigen und Beschwerden online einzureichen (unter www.polizei.mvnet.de).

Ein direkter Kontakt zwischen Bürgern und den Mitarbeitern des Polizeihauptreviers Wismar ist seit Jahren vor allem über die Polizei-Kontaktbeamten möglich. Sie bieten sowohl in Wismar als auch im Umland Sprechzeiten an (siehe unter www.polizei.mvnet.de). Die Kontaktbeamten sollen jenseits von Einsätzen bei großen und kleinen Problemen helfen. Allerdings würden die Bürgersprechzeiten der Kontaktbeamten des Polizeihauptreviers bisher mäßig bis wenig in Anspruch genommen. Darüber hinaus ist die Polizei bei den jährlichen Stadtteilgesprächen der Hansestadt vertreten. Allerdings werden dort lediglich seltene Nachfragen der Bürger beantwortet.

Termine für Veranstaltungen mit Kontaktbeamten

Amt Neuburg: 26. April, 18 Uhr, Gemeindezentrum Neuburg, Polizeioberkommissar Andreas Gieseler in Vertretung

Dorf Mecklenburg: 3. Mai, 19 Uhr, Mehrzweckhalle Dorf Mecklenburg, POK Andreas Gieseler

Bad Kleinen: 17. Mai, 19 Uhr, Mensa Bad Kleinen, Polizeihauptmeister Wolfgang Schiek

Warin: 18. Juni, 16 Uhr, Stadthalle Warin, Polizeiobermeister Fred Steinhusen;Neukloster: 18. Juni, 17.45 Uhr, Seniorenclub Neukloster, Polizeioberkommissar Dietmar Schwarz

Wismar: 2. Juli, 19 Uhr, Foyer Sporthalle Bürgermeister-Haupt-Straße, Polizeihauptmeister Lothar Kufahl, Polizeihauptkommissarin Cornelia Schulz, Polizeihauptmeister Jürgen Leonhardt

Gemeinde Poel (Polizeihauptmeister Holger Schauland und Polizeioberkommissar Andreas Gieseler) und Gemeinde Gägelow (Polizeihauptmeister Maik Erdmann) – Termine folgen noch.

 Hoffmann Heiko

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