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Wismar Population der Nandus schrumpft
Mecklenburg Wismar Population der Nandus schrumpft
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00:07 10.04.2018
Eine Gruppe freilebender Nandus auf einem Feld im Kreis Nordwestmecklenburg Quelle: Foto: Christian Charisius/dpa
Zarrentin

Europas einzige wildlebende Nandu-Population ist nach einer Aktion zur Geburtenkontrolle im vorigen Jahr und dem langen Winter kleiner geworden. Bei der jüngsten Zählung im Verbreitungsgebiet nahe des Ratzeburger Sees an der Grenze von Mecklenburg-Vorpommern zu Schleswig-Holstein sind Ende März 205 Tiere festgestellt worden, wie das Umweltministerium in Schwerin am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im vorigen Frühjahr waren es 220 gewesen und im Herbst 244. Einer Sprecherin zufolge ist offen, ob der kalte und lange Winter eine Rolle bei der Dezimierung spielte oder ob das Anbohren von Eiern in den Nestern Einfluss auf die Fortpflanzung hatte. Dies werde noch untersucht. Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Nandumonitoring, des Kreisbauernverbands Nordwestmecklenburg, Landwirte sowie Ranger des Biosphärenreservatsamts Schaalsee-Elbe zählten Ende März 144 Altvögel und 38 Jungvögel aus dem vergangenen Jahr. Bei weiteren 23 Tieren konnten der Ministeriumssprecherin zufolge Alter und Geschlecht nicht differenziert werden. Weil Nandus erhebliche Schäden auf Raps- und Getreidefeldern verursachen und Vergrämungsversuche der Landwirte keine Erfolge zeigen, sollen auch in diesem Jahr frisch gelegte Eier der Nandus zur Bestandskontrolle angebohrt werden, wie die Sprecherin sagte. Das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe habe zum zweiten Mal einen Antrag des Kreisbauernverbands auf Manipulation der Gelege genehmigt.

Ziel der Aktion ist, dass die Nandus irgendwann merken, dass mit den Eiern etwas nicht stimmt, das Nest verlassen und kein neues Gelege anlegen. Die Eingriffe mit dem Akkubohrer waren 2017 zum ersten Mal genehmigt worden. Petra Böttcher vom Bauernverband Nordwestmecklenburg betonte, es gehe den Landwirten nicht um das Ausrotten der Nandus, sondern um eine Bestandsstabilisierung. „Experten haben ausgerechnet, dass ohne Maßnahmen der Bestand bis 2024 auf 800 Tiere wachsen würde.“ Die norddeutsche Population geht auf eine kleine Zahl von Tieren zurück, die zwischen 1999 und 2001 aus einer Haltung bei Lübeck ausgebrochen waren. Iris Leithold

OZ

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