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Wismar Radfahrer fordern Verbesserungen

Der Allgemeine Fahrrad-Club hat in der Wismarer Philipp-Müller-Straße Unfallschwerpunkte ausgemacht

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So ist es richtig: Diese Radfahrerin nutzt nicht den Gehweg an der Philipp-Müller-Straße, sondern die Fahrbahn. ADFC-Mitglieder fordern dort eine separate Spur für Fahrradfahrer. Fotos (2): Norbert Wiaterek

Wismar. Sorgenkind Philipp-Müller-Straße: Aus Sicht von Aktiven der Wismarer Arbeitsgemeinschaft Radverkehr gibt es in dieser Straße in Hochschulnähe mehrere Verbesserungsmöglichkeiten. So fordert Marie-Anne Schlaberg, Vorsitzende der Ortsgruppe Wismar des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), in einer Anfrage an die Bürgerschaft eine zusätzliche Spur für Fahrradfahrer.

OZ-Bild

Der Allgemeine Fahrrad-Club hat in der Wismarer Philipp-Müller-Straße Unfallschwerpunkte ausgemacht

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Derzeit ist es so, dass Radfahrer aus der Lübschen Straße nach der Ampel auf den Bürgersteig in der Philipp-Müller-Straße geleitet werden. „Das widerspricht jeder Regel und zwingt zum gefährlichen Radeln auf dem Bürgersteig“, sagt Schlaberg. Büsche würden die Sicht behindern, vom Parkplatz des Burgwallcenters kommende Autos seien eine weitere Gefahr, ebenso der Matsch, der jetzt auf dem Bürgersteig liegt. „Laut Polizei ist dies seit längerer Zeit ein Unfallschwerpunkt.“ Die ADFC- Ortsgruppenvorsitzende hat einen Vorschlag: Schon beim Überqueren der Lübschen Straße sollten Fahrradfahrer mit einer Radspur in die Philipp-Müller-Straße geleitet werden. Diese Spur müsse auf der Fahrbahn weitergeführt werden. „Es ist eng dort, aber grundsätzlich ändert sich für den motorisierten Verkehr nichts, denn schon jetzt müssen Autos hinter dem Radfahrer bleiben, wenn er vorschriftsmäßig auf der Straße radelt. Tempo 30 würde die Sicherheit erhöhen“, meint Schlaberg.

Pedalritter kritisieren auch, dass der stark genutzte Rad und Fußweg durch den Park der Solidarität abrupt an der Philipp-Müller-Straße endet. Es sei nicht einfach, in diesem Bereich die Fahrbahn zu überqueren, „denn freiwillig hält kein Fahrzeug an. Mit einem Zebrastreifen wäre etwas für die schwächeren Verkehrsteilnehmer getan, die bei jedem Wetter am Straßenrand auf eine Lücke warten müssen“, findet Marie-Anne Schlaberg. Ein dritter Veränderungsvorschlag betrifft den Bereich Bürgermeister-Haupt-Straße/Am Köppernitztal/Philipp-Müller-Straße. Dort sollte der Radweg (rote Fläche), der nach der Kreuzung aus Richtung Wonnemar zuerst zu den Fußgängern und dann auf die Straße geleitet wird, verschoben werden.

Nicht zuletzt fordern Schlaberg und weitere ADFC-Mitstreiter, dass der Absatz zwischen Dankwartstraße und Hegede verschwindet. An der nur wenige Millimeter hohen Kante seien schon mehrere Radfahrer gestürzt. Dazu gibt es eine Stellungnahme von Senator Michael Berkhahn (CDU): „Diese Wasserführungskante ist wichtig. Sie leitet das Oberflächenwasser ab.“ Außerdem sei die Kante eine „Leithilfe“ für Menschen mit Sehbehinderungen, die so besser wahrnehmen könnten, wo der Gehweg endet und die Straße beginnt.

„Wir möchten von der Stadt ein grundsätzliches Bekenntnis haben, dass die Radfahrer willkommen sind. Dazu gehört auch, sich mit den Problemen zu befassen“, meint die ADFC-Vertreterin. „Ich bin auf die Lösungsvorschläge gespannt. Wir wünschen Sicherheit, eindeutige Verkehrsführungen und das Beachten der Verkehrsregeln durch alle Verkehrsteilnehmer. Dies muss auch kontrolliert werden.“

Die ADFC-Mitglieder seien nicht Gegner der Autos. „Wir sind auch nicht die Feinde der Fußgänger, sondern sind rücksichtsvoll auf gemeinsamen Wegen. Unser Ziel ist, in der Hansestadt Wismar ein fahrradfreundliches Klima zu schaffen, in dem eine zukunftsfähige Infrastruktur, die auch Elektromobilität berücksichtigt, geplant und umgesetzt wird.“

Norbert Wiaterek

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