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Radweg entsteht an Landesstraße

Wismar Radweg entsteht an Landesstraße

Die Kosten von 377 000 Euro für zwei Kilometer Asphalt zwischen Wismar und Jesendorf übernimmt das Land. Der Abschnitt zwischen der Wismarer Stadtgrenze und Hof Triwalk soll im Juni fertig sein.

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Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin aus Schwerin, beim ersten Spatenstich für den neuen Radweg. Ihr zur Seite stehen Gerhard Rappen (l.), amtierender Landrat, Michael Berkhahn (r.), stellvertretender Bürgermeister aus Wismar, und Lübows Bürgermeister Wolfgang Lüdtke. Fotos (2): Ina Schwarz

Wismar. An der Landesstraße 102 zwischen Ortsausgang Wismar und Jesendorf begannen gestern die Arbeiten für den Neubau eines straßenbegleitenden Radweges. „Vom Umfang ist es nicht die allergrößte Baumaßnahme“, kommentierte Lübows Bürgermeister Wolfgang Lüdtke (parteilos) den 2056 Meter langen Abschnitt zwischen der Wismarer Stadtgrenze und der Bushaltestelle am Abzweig Hof Triwalk. „Doch dieser Lückenschluss im Radwegenetz ist von vielen Bürgern lang ersehnt“, so der Kommunalpolitiker. Er selbst kennt die Strecke, die für Pedalritter bisher eine gefährliche Zumutung war. „Da der Radweg Landesangelegenheit ist, hatten wir als Gemeinde auf den Baubeginn keinen Einfluss“, sagte Lüdtke. „Wir freuen und bedanken uns daher riesig, dass es jetzt endlich klappt.“

„Nicht nur der Alltagsverkehr wird von dem neuen Radweg profitieren“, so Ina-Maria Ulbrich. „Auch die Touristen werden den Abschnitt, der in einer landschaftlich sehr attraktiven Umgebung liegt, sicher genießen“, freute sich die Staatssekretärin aus Schwerin. Sie nahm gestern gemeinsam mit dem amtierenden Landrat Gerhard Rappen (CDU) den offiziellen Spatenstich vor.

„Zunächst werden wir etwa 500 Meter Entwässerungsleitungen legen“, erläuterte Jens Gebhard, Niederlassungsleiter der bauausführenden Firma GP Papenburg Verkehrswegebau GmbH aus Grimmen.

Dann beginnt der Erdbau. „Der Radweg wird höhenmäßig angeglichen, sodass für die Radfahrer maximal sechs Prozent Steigung entstehen“, so der Bauherr. „Für uns als Planer war es wichtig, die Abstände zu den Bäumen zu beachten und dafür zu sorgen, dass das Wasser vom Acker abläuft“, ergänzte Ingenieur Jörg Goldschmidt aus Schwerin. „Der Radweg wird asphaltiert“, erläuterte der Fachmann weiter.

„Dieser Eingriff, der für die Natur das Schlimmste ist, muss entsprechend ausgeglichen und kompensiert werden. Das geschieht durch Baum- und Heckenbepflanzungen.“

Der Radweg wird voraussichtlich im Juni fertiggestellt werden. Die Kosten von 377 000 Euro trägt das Land. „Durch den neuen Radweg wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer wesentlich erhöht“, so Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes in Schwerin. „Wir sind sehr froh, dass das Land sich entschlossen hat, diese Lücke zu schließen“, betonte Gerhard Rappen während des Spatenstiches. „Dieser Abschnitt ist Teil eines überregionalen Rundweges“, berichtete der amtierende Landrat. „Es ist gut, dass die Bauarbeiten jetzt beginnen, sodass wir dann mit einem fertigen Weg in die touristische Saison starten können.“

Ina-Maria Ulbrich führte aus: „Von den 3300 Kilometern Landstraße im Land sind etwa 25 Prozent mit Radwegen ausgebaut. Das ist viel. Wir sind auf dem besten Wege, für Radtouristen ein Netz mit guten Wegen zu schaffen, auf denen sie die Region erkunden können. Künftig wollen wir beispielsweise noch stärker auf die Verknüpfung von Öffentlichem Personennahverkehr und Radverkehr setzen“, sagte die Staatssekretärin aus dem Ministerium für Infrastruktur.

„Ob zu den Wismarer Heringstagen oder zu anderen Gelegenheiten — viele Lübower und Bewohner aus Triwalk und angrenzenden Dörfern fahren gern mit dem Fahrrad nach Wismar“, weiß Wolfgang Lüdtke.

Dieser Weg wird künftig sicherer sein. Und mit dem Lückenschluss an der Landesstraße 102 wird letztlich auch das Netz zur Sternberger Seenlandschaft für Radwanderer attraktiver. „Ein gutes Zeichen für den Radtourismus in diesem Land“, meinte Ina-Maria Ulbrich, die Minister Christian Pegel vertrat.

 



Ina Schwarz

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