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Wismar Rätsel um Straßennamen
Mecklenburg Wismar Rätsel um Straßennamen
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00:00 13.06.2017

Was wohl das meist fotografierte Motiv in unserer Hansestadt ist? Meine Kollegin sieht die „Tauziehergruppe“ auf dem St.-MarienKirchhof vorn. Weil sie nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Mitmachen anregt. Ich hingegen denke, dass die meisten Besucher am Schild „Tittentasterstraße“ nicht vorbeikommen, ohne es im Bild festzuhalten. So oft, wie ich schon Touristen mit der Kamera im Anschlag davor gesehen habe! Keiner, der sich nicht amüsiert über diese ungewöhnliche Straßenbezeichnung. „Wenn man da lang will, darf man keine Berührungsängste haben“, witzelte am Wochenende wieder ein junger Mann. Auch hörte ich schon Urlauber rätseln, ob hier mal mehrere Frauenärzte angesiedelt waren. Oder dass der Straßenname auf eine Berufsgruppe zurückgehe. Weder noch.

Die Tittentasterstraße war früher ein sehr schmaler Durchgang vom Marktplatz zur Diebstraße. Er war so eng, dass sich zwei Personen beim Vorübergehen an der Brust (fast) berührten. Die hieß im Mittelalter bei Mann und Frau gleichermaßen „Titten“, schreibt Stadtchronist Detlef Schmidt in seinem „Kleinen Kompendium Wismarer Straßennamen“. Auch Wismars Gästeführer erklären Touristengruppen regelmäßig, was es mit dieser seltsamen Straße auf sich hat.

OZ

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