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Reise nach Russland: Wismarer lernen Ufa kennen

Ufa/Wismar Reise nach Russland: Wismarer lernen Ufa kennen

Denkmäler, Parkanlagen, Schulklassen – in der Millionenstadt ist vieles größer als hier / Gymnasiasten kehren heute zurück

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Im Kletterpark kam es aufs Teamwork an. Das Spiel mit den Bändern und Kugeln spielten die Schüler aus Ufa und Wismar gemeinsam.

Ufa/Wismar. Derzeit trauen sich Politiker aus Deutschland und Russland nur bedingt über den Weg. Der globalen Großwetterlage zum Trotz haben 14 Schüler und zwei Lehrer des Geschwister-Scholl- Gymnasiums (GSG) zwei spannungsfreie Wochen im russischen Ufa verlebt – einer Millionenstadt nahe dem Ural, Hauptstadt der Region Baschkortostan.

OZ-Bild

Denkmäler, Parkanlagen, Schulklassen – in der Millionenstadt ist vieles größer als hier / Gymnasiasten kehren heute zurück

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„Es ist mir wichtig, dass meine Schüler vor Ort einen Einblick in den Alltag der Gastfamilien sowie in die Kultur und Landeskunde erhalten“, sagt Kerstin Stottmeister, Russisch-Lehrerin am GSG.

„Fernab des politischen Schlagabtauschs in den Medien erfuhren wir auch dieses Mal große Herzlichkeit und Gastfreundschaft.“ Stottmeister ist der Meinung: „Das Erlernen von Fremdsprachen ergibt nur Sinn, wenn man sie im Alltag anwenden kann.“ Deshalb setzt sie sich seit Jahren für den Austausch mit Schulen in Russland ein.

Die 14-jährige Vivien Wilcken hatte schon im Vorfeld fast täglichen Kontakt mit ihrer Gastschwester Emma. „Trotzdem macht man sich so seine Gedanken. Ufa ist nun nicht gleich um die Ecke. Wie leben die Menschen dort? Wie wird die Gastfamilie mich aufnehmen?“ Nach fast zwei Wochen ist Achtklässlerin Vivien begeistert: „Meine Gastfamilie war immer um mein Wohl besorgt und sehr an meinem Leben in Deutschland interessiert. Die Jugendlichen haben alle ähnliche Sorgen und Träume wie wir.“

Dass der Austausch alles andere als einfach ist, davon kann Kerstin Stottmeister ein Lied singen. Einige Hürden mussten im Vorfeld der außergewöhnlichen Reise übersprungen werden. So galt es Bedenken von Eltern wegen der „explosiven Weltlage“ zu zerstreuen. Erst im Januar hatte das Bildungsministerium die Zustimmung zu dieser Reise gegeben. Und dann galt es mit Papieren und Pässen die Visa in Hamburg zu organisieren.

Letztlich klappte alles, das Programm konnte organisiert werden: Exkursionen, ein Besuch im Ballett („Der Nussknacker“) und eine Visite im Limonarium, wo es unterschiedliche Sorten von Zitronen und subtropischen Pflanzen aus aller Welt zu sehen gab, standen auf dem Plan. Auf der Stadtrundfahrt sahen die Schüler überdimensionale Denkmäler, die an die Geschichte des Landes erinnern und riesige Parkanlagen mit Licht- und Wasserspielen. In den Museen wurden die Kenntnisse über die Geschichte, die Religionen und das kulturelle Erbe der drei großen Bevölkerungsgruppen – der Baschkiren, Tataren und Russen – vertieft. In Ufa leben sie seit Jahrhunderten friedlich zusammen.

Auch das Leben in der Schule kam nicht zu kurz. „Es gehen viel mehr Schüler in eine Klasse. Die Lehrer empfinde ich als sehr streng, was die Tests betrifft. Also da bevorzuge ich lieber meine Schule in Deutschland“, nennt Vivien Wilcken einige Eindrücke.

Heute werden die Reisenden zurück in ihrer Heimat erwartet.

Thomas Heller

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