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Rerik hat einen neuen Pastor

Rerik Rerik hat einen neuen Pastor

Jean-Dominique Lagies wurde am Sonntag ins Amt eingeführt

Rerik. Jean-Dominique Lagies ist seit dem 1. Februar der neue Pastor der verbundenen evangelischen Kirchengemeinden Rerik, Biendorf und Russow. Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche zu Rerik wurde Pastor Lagies am vergangenen Sonntag in sein Amt eingeführt. Er tritt die Nachfolge von Pastorin Karen Siegert an, die im Sommer des zurückliegenden Jahres in den Ruhestand ging.

Der 40-Jährige – er feierte vorgestern seinen Geburtstag – hatte sich im Auswahlverfahren gegen einen weiteren Mitbewerber durchgesetzt. Rerik kennt der sehr musisch veranlagte Mann aber schon länger. „Ich war in den zurückliegenden Jahren als Mitglied eines Chores schon öfter zu Konzerten in Rerik, lernte dabei auch Mitglieder der Kirchengemeinde kennen. Als sich abzeichnete, dass Pastorin Siegert in den Ruhestand gehen würde, wurde ich von ihnen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in Rerik Pastor zu werden“, erzählt er, wie seine Bewerbung zustande kam. Jean-Dominique Lagies war zuvor acht Jahre lang Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Wredenhagen bei Röbel mit gleich fünf Kirchen. Von daher kennt er die Situation, mehrere Kirchen mit ganz unterschiedlichen Gemeinden zu betreuen. „Verschiedene Kirchen haben ihr eigenes Leben“, weiß er aus der Erfahrung dieser Jahre. Lagies hat schon nach wenigen Tagen im neuen Amt begriffen, „dass ich hier in eine sehr lebendige Kirchengemeinde gekommen bin, in der eigentlich fast alles vorhanden ist. Ich muss mich nur einbringen“, sagt er. Das gilt natürlich für den Seelsorger Lagies, aber auch für den Musiker, der in ihm steckt. Jean-Dominique Lagies spielt seit 30 Jahren Trompete und ist seit 25 Jahren in verschiedenen Chören als Sänger aktiv. Fähigkeiten, mit denen er die reiche Kirchenmusik-Szene in den drei verbundenen Kirchengemeinden am Salzhaff bereichern kann.

Neu ist für den jungen Pastor das weite Aufgabenfeld Kirche und Tourismus, das er bisher in seiner alten, sehr ländlich geprägten Gemeinde an der Grenze zu Brandenburg nicht ausfüllen musste. Die drei mittelalterlichen Kirchen in seinem Gebiet sind vielbesuchte Touristenattraktionen und Spielstätten der kirchlichen Sommer-Musiken, die in erster Linie für die Gäste veranstaltet werden. Dazu kommen Aktivitäten der Nordkirche, wie „Kirche im Urlaubsort“. Die Hochachtung vor seiner Vorgängerin ist groß. „Die Fußstapfen von Karen Siegert sind überall in der Gemeinde zu erkennen“, sagt er.

Jean-Dominique Lagies ist verheiratet mit Ehefrau Karen (40), einer Fachärztin für Psychiatrie. Sie ist derzeit in der Elternzeit, denn das dritte Kind der Familie, Alva, wurde vor sieben Monaten geboren. Jonna ist zwölf Jahre alt, Sohn Hjalte ist fünf. Lagies, der in Thüringen geboren wurde, ein paar Jahre in Henningsdorf (Brandenburg) lebte und schließlich in Ribnitz-Damgarten das Abitur machte, ist in seiner Familie Pastor in dritter Generation.

Ob Lagies ein französischer Name ist, „weiß in unserer Familie niemand so genau“. Viele französische Protestanten, die im 17. Jahrhundert aus ihrem katholisch dominierten Heimatland vertrieben wurden, flüchteten damals nach Preußen. „Der Name Lagies ist in deutscher Zeit in Ostpreußen und Litauen sehr verbreitet gewesen. Weil er aber sehr französisch klingt, haben meine Eltern wohl einen französischen Doppel-Vornamen für mich ausgesucht“, erzählt Reriks neuer Pastor.

Die Familie ist zunächst in eine Übergangswohnung in Neubukow gezogen. Das Pfarrhaus in der Reriker Liskowstraße – gleich gegenüber der Kirche – soll in den kommenden Monaten baulich saniert und modernisiert werden. Ein halbes Jahr könnte sich das wohl hinziehen. Das Pfarrhaus – vermutlich erbaut um 1790 – ist das älteste Wohnhaus in Rerik. Die Vorboten der Familie sind jedoch schon da. Im Pfarrgarten hat die kleine Hühnerschar der Familie Lagies ein Domizil gefunden.

Lutz Werner

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