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Restaurant „Zum Weinberg“ wieder zum Leben erweckt

Wismar Restaurant „Zum Weinberg“ wieder zum Leben erweckt

Im Traditionsgebäude in der Wismarer Altstadt gibt es künftig „Steak’s & More“ / 250 geladene Gäste bei der Eröffnung / Haus stand mehr als zwei Jahre leer

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Bürgermeister Thomas Beyer (SPD, l.) wünscht Geschäftsführer Jens Ketelhohn (Mitte) und seinem Team einen guten Start.

Wismar. Roter Teppich, Countdown, Konfettiregen: Bei der gestrigen Eröffnung des „Steak’s & More“ gab es das Komplettpaket. Nach mehr als zwei Jahren Leerstand wird das Traditionsrestaurant „Zum Weinberg“ in der Wismarer Altstadt nun wieder mit Geplauder, Musik und Essensgerüchen – kurzum mit Leben gefüllt. Zahlreiche Neugierige nutzten den Eröffnungstag, um einen Blick in den neu gestalteten „Weinberg“ zu werfen.

Anfang April gab die Wismarer Bürgerschaft Jens Ketelhohn und Marco Pusceddu, den beiden Geschäftsführern der „M8“ GmbH aus Schwerin, grünes Licht, um in dem städtischen Gebäude ihr Konzept zu realisieren. Neben dem klassischen Restaurantbetrieb mit Steaks und mediterraner Küche wird es von Donnerstag bis Sonnabend loungig geben, mit Cocktails und elektronischer Musik. Künftig soll auch einmal die Woche im Gewölbekeller geschwoft werden. „Die letzten Nächte haben wir quasi durchgearbeitet“, erzählte Jens Ketelhohn mit einem Lachen. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden und freuen uns, dass es nun endlich losgeht.“ Immer wieder kamen Neugierige auf die Baustelle und wollten schauen, was aus dem „Weinberg“ wird. „Wir mussten sie leider immer wieder rausschicken“, bedauerte Ketelhohn. „Umso schöner, jetzt endlich die Türen zu öffnen.“

Mehr als zwei Jahre stand das geschichtsträchtige Gebäude leer. Nachdem es für dreieinhalb Millionen Euro von 2010 bis 2014 saniert wurde, fand die Stadt keinen geeigneten Pächter. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) räumte ein, dass es von Nachteil gewesen sei, nicht von Anfang an einen Fachmann bei der Suche involviert zu haben. „Doch daraus haben wir Geduld gelernt“, lautete sein Erkenntnis.

Umso mehr freue er sich nun auf einen Neustart. „Für den ,Weinberg’ gibt es mehrere wichtige Jahreszahlen, angefangen 1355. Möge 2016 fortan auch dazuzählen.“

Und was sagen die Gäste? „Das ist Wahnsinn!“, sagte Anita Jakob-Michaelis, Nachkommin der einstigen Besitzer, freudestrahlend. „Ich wurde in dem Haus geboren und habe zahlreiche Erinnerungen aus meiner Kindheit.“ Auch Sandra und Jens Oldenburg, Betreiber des Hotels „Am Alten Hafen“ in Wismar, sind positiv angetan: „Der ,Weinberg’ wurde als Anlaufpunkt vermisst. Es ist ein interessantes Objekt und sehr schön saniert.“ Regelrechte Begeisterung bei Cornelia Kauschke und Simone Würfel: „Es ist super schön! Uns gefällt die Kombination historisch, modern und gemütlich“, lautete das Fazit der Wismarerinnen. „Das Personal ist freundlich, die Karte ansprechend und der große Tresen ein echter Blickfang.“

Zur Geschichte des Hauses

Das Gebäude , 1355 errichtet, wurde um das Jahr 1575 im Renaissancestil gestaltet und nachweislich seit 1648 als Weinhandlung genutzt. 1710 wurde das Haus umgebaut und die heute noch sichtbare barocke Fassade zur Straßenansicht errichtet. 1751 erhielt das Haus erstmalig die Bezeichnung „Zum Weinberg“.

Am 1. Oktober 1822 kaufte Ferdinand Gustav Michaelis Haus und Weinhandlung. Bis 1953 war die Familie Michaelis Eigentümerin der späteren Weingroßhandlung „F. G. Michaelis“. Sie prägte die geschmackvolle Innenausstattung des Hauses.

Gustav und Lilly Michaelis hatten zwei Söhne, die jung verstarben. Der Familienzweig war ohne Nachkommen. Am 19. Dezember 1941 nahm der Wismarer Rat die Verfügung des Testamentes der am 22. August 1941 verstorbenen Eigentümerin, Lilly Michaelis, an, wonach diese der Stadt Wismar das Haus mit Grundstück „auf ewig“ mit der Auflage vererbte, es innen wie außen zu erhalten.

Vanessa Kopp

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