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Wismar Rettungsdienst hält vorgegebene Frist ein
Mecklenburg Wismar Rettungsdienst hält vorgegebene Frist ein
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09:29 14.03.2018
Ein Rettungswagen mit Blaulicht im Einsatz. Quelle: Marcel Kusch
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Wismar

Wenn ein Mensch in Not ist, dann zählt jede Sekunde. Verletzte und erkrankte Personen in Nordwestmecklenburg können mit einer schnellen Rettung rechnen. In der Regel braucht der Notarzt oder ein Rettungswagen keine zehn Minuten, um vor Ort zu sein. „Im vergangenen Jahr betrug die Frist im Durchschnitt neun Minuten und fünfzig Sekunden. Dann war das erste geeignete Rettungsmittel am Notfallort angekommen“, berichtet Vize-Landrat Mathias Diederich.

15303 Notfalleinsätze ausgewertet

„Damit wird die Hilfsfrist von zehn Minuten erfüllt, die das Rettungsdienstgesetz des Landes vorschreibt“, erklärt Diederich. Das habe eine aktuelle Auswertung der Einsatzdaten der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg für das vergangene Jahr ergeben. Insgesamt gab es 15303 Notfallrettungseinsätze im Landkreis.

Landesdurchschnitt soll bei 10,7 Minuten liegen

Anlass für die Auswertung war die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage im Landtag gewesen. Danach soll der Rettungsdienst in Nordwestmecklenburg durchschnittlich 10,33 Minuten bis zum Eintreffen benötigen. Für andere Kreise habe das Land noch längere Zeiten angegeben, für Vorpommern-Rügen etwa 12,3 Minuten. Im MV-Vergleich bedeutet dies der vorletzte Platz . Schlechter sei nur der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einer Eintreffzeit von 13,2 Minuten. Der Landesdurchschnitt liegt bei 10,7.

„Angaben des Landes sind überholt“

„Mit den neu ermittelten Zahlen sind die von der Landesregierung veröffentlichten Angaben zur Einhaltung der Hilfsfristen zumindest für Nordwestmecklenburg überholt“, heißt es aus der Kreisverwaltung. „Nach unserer Auffassung haben die vom Land angegebenen Zahlen ein unvollständiges Bild der tatsächlichen Qualität und Rechtzeitigkeit von Hilfeleistungen abgegeben“, sagt Florian Haug, Leiter des kreislichen Eigenbetriebes Rettungsdienst.

Die Angaben der Landesregierung hätten sich lediglich auf den Einsatz von Rettungswagen bezogen und beispielsweise den Einsatz von Notarztfahrzeugen ausgeblendet. In der Praxis zeige sich jedoch ein anderes Bild. Da würde häufig der Notarzt vor dem Rettungswagen eintreffen und sofort mit der Behandlung des Patienten beginnen. Das sei oft noch viel früher, als es das Ergebnis der von der Landesregierung vorgelegten Zahlen nahelege.

Zwei weitere Hilfsfristen

Neben der durchschnittlichen Eintrefffrist sieht der Gesetzgeber zwei weitere Hilfsfristen vor. Diese bestimmen, dass der Rettungsdienst in Städten 95 Prozent und im ländlichen Bereich 90 Prozent der Notfallorte innerhalb von 15 Minuten erreichen muss. Wie sieht die Bilanz in Nordwestmecklenburg aus? Im städtischen Bereich konnten die Retter diese Frist in 96,6 Porzent aller Notfalleinsätze erreichen. Im ländlichen Bereich schafften sie es allerdings nur bei 78,5 Prozent der Einsätze.

Alarmwege optimieren

Daran soll jetzt vordringlich gearbeitet werden, heißt es aus der Kreisverwaltung. Derzeit würden mit den Partnern und Leistungserbringern im Rettungsdienst konkrete Maßnahmen besprochen. Dazu gehöre beispielsweise, die Alarmwege auf den zehn Rettungswachen im Landkreis zu optimieren.

Auf dem Lande schneller werden

„Weitere Verbesserungen könnte die Überplanung der Rettungsdienstbereiche mit sich bringen, welche von allen Landkreisen und kreisfreien Städten gemeinsam auf den Weg gebracht worden ist. Dabei würden die kommunalen Träger eng mit den Krankenkassen und dem Sozialministerium zusammen arbeiten. Wichtigstes Ziel der Überplanung ist es, die beste Versorgung der Bürger sicherzustellen“, betont Mathias Diederich.Laut Kreisverwaltung würden die Einsatzzahlen der Notfallrettung erstmalig seit einigen Jahren auf hohem Niveau stagnieren. Die Ursachen werden noch analysiert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass hier ein Zusammenhang mit der im vergangenen Jahr stabilen Gästeanzahl in der Region besteht.

Werfel Haike

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