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Rockmusik fürs Kirchendach

Hornstorf Rockmusik fürs Kirchendach

Die namenlose Band um den Wismarer Christian Schmidtke spielt in Hornstorf ein Benefizkonzert

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Die noch namenlose Wismarer Band mit Christian Schmidtke, Andy Scheunemann und Thomas Michel (von rechts) gaben erstmals ein gemeisnames Konzert – ein Benefizkonzert für das Dach der St.-Laurentius-Kirche in Hornstorf.

Quelle: Nicole Hollatz

Hornstorf. Christian Schmidtke, Andy Scheunemann und Thomas Michel luden zum ersten gemeinsamen Konzert ein. Die noch namenlose Band aus Wismar spielte in der evangelischen Kirche St. Laurentius in Hornstorf. Ein Benefizkonzert zugunsten der Dachsanierung des Backsteinbaus.

Die drei jungen Männer gaben Rockmusik zum Besten, sie stammt aus der Feder von Christian Schmidtke. Der Wismarer Handwerker schreibt seit Jahren Texte und Lieder. Er musiziert in verschiedenen Formationen oder solo, beispielsweise auf Mittelaltermärkten. Oder er probt bei Sonne mit seiner Akustikgitarre und der auffallend wandlungsfähigen Stimme einfach mal im Kirchenschiff von St. Marien.

Mit Andy Scheunemann am Schlagzeug und Thomas Michel an der zweiten Gitarre begeisterten die Musiker selbst die älteren Zuhörer in der Kirche. Sie spielten für den guten Zweck, nahmen keinen Eintritt, sondern sammelten mit ihrer Musik Spenden für die Sanierung der Kirche. 197,60 Euro kamen zusammen. Viel Geld für solch einen Abend.

Es ist aber nur einer der berühmten Tropfen auf dem heißen Stein. Die Aktiven vom Förderverein Hornstorfer Kirche e.V. brauchen mindestens 500000 Euro, eher mehr, um das Dach und den Turm ihrer wertvollen Kirche zu sanieren.

Es ist ein im Inneren liebevoll ausgemaltes Kleinod der Backsteingotik, das erstmals 1327 urkundlich erwähnt wurde. „Die Querbalken des Daches drücken auf die Gewölbe, das Dach ist morsch, bei Stürmen fallen Ziegel herunter“, fasst Vereinsmitglied Norbert Schmidtke, Vater des Musikers, zusammen. Der Förderverein begeht in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Er konnte mit Konzerten in der Kirche und mit anderen Aktionen aus eigener Kraft das Geld für Stahlstreben im Dachstuhl einwerben. Die sind mittlerweile als Notsicherungsmaßnahme eingezogen und entlasten die Gewölbe.

Nun kam die Zusage für insgesamt rund 250000 Euro Fördermittel, davon alleine 209000 Euro aus dem EU-Programm Leader zur Förderung des ländlichen Raumes. Der Kirchturm wurde in das Förderprogramm aufgenommen.

„Die 250000 Euro für den Turm werden nicht reichen“, weiß Kathrin Seeheid vom Förderverein. Er wirbt mit einer ungewöhnlichen Idee kleinere Spendenerträge ein. Interessierte können für 20 Euro ganz konkret vier Dachziegel symbolisch spenden. „Fünfzig Spender haben wir schon“, erzählt Vereinsvorsitzender Dr. Volker Premper. Aber das Kirchendach hat weit mehr als viermal 50 Dachziegel.

Der Verein zählt 25 Mitglieder, besonders aktive Helfer und Unterstützer sind sehr willkommen, ebenso wie Spender.

Kontakt zum Förderverein übers Gemeindebüro, über www.kirchehornstorf.org, ☎ 03841-287996 oder per E-Mail an kirche-hornstorf@web.de

Aus der Historie von St. Laurentius

Die Geschichte der Hornstorfer Kirche geht mindestens bis ins Jahr 1327 zurück, dann wurde die Kirche erstmals urkundlich erwähnt – bei einer geistlichen Streitsache.

Die einschiffige Kirche ist ein auf einem Granitfundament ruhender Backsteinbau. Mit Ziegelrosette und Vierpassfries ist der Einfluss der Wismarer Kirchen kaum zu übersehen.

Große Schäden richtete der Zweite Weltkrieg an. Anschließend zerstörten die russischen Besatzer sehr viel: Bänke wurden verbrannt, der historische Altar beschädigt, die Kanzel eingeschlagen, die Orgel demoliert und der Fußboden auf der Suche nach alten Gräbern aufgerissen.

1945 diente der Kirchenraum als Lager und Pferdestall. Gemeinde- und Dorfmitglieder bauten die Kirche wieder auf.

Nach 1990 zeigte sich die Backsteinkirche im vorerst nicht gefährdeten Zustand. Allerdings war der Sanierungsstau groß, wie sich nun herausstellte.

Nicole Hollatz

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