Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Säbelrasseln an der Wiege des Landes

Dorf Mecklenburg Säbelrasseln an der Wiege des Landes

Verein in Dorf Mecklenburg erinnert alljährlich mit einem Ritterfest an Schlachten um die „Michelenburg“

Voriger Artikel
Streit um Schulkapazitäten in Nordwestmecklenburg
Nächster Artikel
100 Stunden Arbeit fürs Top-Gesellenstück

Riesenspaß für die Kinder: der Sturm auf die Kämpfer – und die Lütten gewinnen natürlich immer! Fotos (3): Nicole Hollatz

Dorf Mecklenburg. „Das riecht nach Ärger“, kommentiert Herold Scott McGlencairn alias Thomas Heinrich aus dem Brandenburgischen die anrückenden Wikinger. Tatort ist die „Michelenburg“. Auf der „Märchenwiese“ hinter dem Kreisagrarmuseum lud der Verein Mecklenburger Wiege zum jährlichen Ritterfest. Mit Schlachten rund um den Burgnachbau, mit Marktgetümmel, Musik und Gaukelei – und viel Gebrüll.

OZ-Bild

Verein in Dorf Mecklenburg erinnert alljährlich mit einem Ritterfest an Schlachten um die „Michelenburg“

Zur Bildergalerie

Damit und mit dem Schlagen auf die Schilde machten sich die Ritter vor der „Michelenburg“ für den Kampf bereit. Es hagelte Pfeile von oben, die Wikinger schützten sich mit ihren Schilden und einer entsprechenden Formation. Die hatten sie mit ihrem Kommandanten Johannes Ewert alias Ewi morgens nach dem Frühstück geübt. „Das ist ein zusammengewürfelter Haufen erfahrener Kämpfer“, erklärte der Trainer aus Wismar, der eigentlich als Hausmeister arbeitet. Die Kommandos müssen sitzen.

„Helfe euch Gott“, gab der Herold den Angreifern mit auf den Weg. Die Antwort aus den Wikingerkehlen sorgte für Lacher: „Welcher?“ Geholfen haben weder Training noch die Götter. Beim Sturm gab’s einen Eimer Wasser von oben auf die Köpfe der Angreifer. Einer der Burgherren schlug das Kreuzzeichen: „Willkommen im Schoße des Herrn!“ Das gefiel den Wikingern nicht wirklich. Der Kampf ging vor dem Tore weiter.

Der Sieger stand, im Gegensatz zu historischen Schlachten um die Michelenburg, fest. „Das ist sicherer, es gibt hier Kämpfer, die kämpfen als wenn es keinen Morgen gibt!“, erklärte Johannes Ewert.

Derweil ging es in den Lagern gemütlicher zu. Die Frauen wie Sabine Krüger oder Yvonne Kleinfeld machten Handarbeiten wie Nadelbinden – ein Vorläufer von Stricken und Co. – oder Brettchenweben. Die Steuerfachangestellte Sabine Krüger (31) erzählte vom Hobby Mittelalter und seiner Faszination: „Man zieht Energie aus dem Hobby, das ist immer eine Auszeit. Dazu die Besucher, die neugierig fragen und die man begeistert mit dem, was man macht.“ Das ist auch das Anliegen des Vereins Mecklenburger Wiege: die Geschichte des Landes Mecklenburg bekannter machen, die vor mehr als 1000 Jahren im heutigen Dorf Mecklenburg ihren Ursprung hat.

Geschichte hautnah

Die „Mecklenburger Wiege“ gibt es seit elf Jahren. Derzeit hat der gemeinnützigen Verein 18 Mitglieder, dazu viele Freunde und befreundete Mittelaltergruppen, die allerlei Feste möglich machen.

Das Ritterfest in Dorf Mecklenburg ist jährlicher Höhepunkt im Vereinsleben. Auch auf manchem Dorffest sind die Vereinsmitglieder anzutreffen.

Das Vereinsgelände wird regelmäßig von Schulklassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts besucht. Dort erleben sie Geschichte hautnah, wie mit der „Michelenburg“.

Nicole Hollatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rerik
Rettungsschwimmer zeigen, was der Strand-Rolli kann. Annika Reibetanz und Lukas Meschke schieben die Gefährte, Steffen Rohnold (links) und Dominik Koepsel haben es sich darin bequem gemacht.

Die Kurverwaltung des Ostseebades Rerik hat für gehbehinderte Gäste ein attraktives Strand-Angebot

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.