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Wismar Sanierung Stadthaus beginnt Mitte September
Mecklenburg Wismar Sanierung Stadthaus beginnt Mitte September
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00:00 30.08.2013
Wismar

Wie geplant soll in der zweiten Septemberhälfte mit dem Umbau und der Sanierung des Stadthauses am Markt begonnen werden. Die Touristinformation, die hier untergebracht ist, zieht dann in die Gerichtslaube ins Rathaus. So fallen keine zusätzlichen Mietkosten an. Wenn alles nach Plan läuft, soll bis 30. Juni 2015 der Rückzug erfolgt sein, auch der der Finanzverwaltung, die seit Jahren in der Großschmiedestraße eingemietet ist.

Allerdings wird die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes teurer als ursprünglich geschätzt. War man anfangs noch von rund 3,85 Millionen Euro ausgegangen, beläuft sich die nunmehr vorliegende Kostenrechnung auf rund 4,277 Millionen, das sind 427 000 Euro mehr. Die Mehrausgaben haben Gründe. So fanden Fachleute im Dachstuhl mehr Schadstoffe als angenommen. Da im Dachgeschoss später Mitarbeiter untergebracht sein werden, ist es notwendig, den Dachstuhl komplett zu erneuern, damit später nicht weitere Schadstoffe freigesetzt werden.

Schadstoffe, genauer gesagt Teerpappe, fanden sich zudem in den Zwischendecken. Hier müssen die Dielen aufgenommen werden. Der dritte Grund für die Verteuerung ist die Einrichtung eines neuen Serverraumes im Stadthaus, der sich derzeit im Rathaus befindet, jedoch längst nicht mehr die erforderliche Leistung bringt.

Die Stadt hat für die Sanierung einen Eigenanteil von gut 1,7 Millionen Euro zu leisten, 500 000 kommen aus dem Kofinanzierungsprogramm des Landes und rund 2 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Allerdings will die Bürgerschaft ein Auge auf die Kosten haben und vor allem sicherstellen, dass sie nicht noch höher werden. Deshalb hat sie gestern mit knapper Mehrheit auf Antrag der FDP-Fraktion eine Kostendeckelung von 4,3 Millionen Euro beschlossen. Da dürfen während der Bauarbeiten also keine weiteren Überraschungen ans Tageslicht kommen, die weitere Mehrausgaben nötig machen würden.

Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) wurde beauftragt, mit dem zuständigen Planungsbüro eine entsprechende Kostenobergrenze zu vereinbaren.

Außerdem soll der Bürgermeister prüfen, ob die Differenz durch andere Fördermöglichkeiten, ein geändertes Nutzungskonzept für das Haus oder durch Einsparungen bei anderen Investitionen aufzufangen ist. Nicht zuletzt muss die Stadt regelmäßig alle Vierteljahr beim Bauausschuss einen Bericht über die Kostenentwicklung bei der Sanierung des Stadthauses abgeben. Wie FDP-Fraktionsvorsitzender René

Domke erklärte, sei die Verteuerung der Sanierung des Stadthauses nur ein Beispiel für mehrere Investitionsmaßnahmen, was angesichts der angespannten Haushaltssituation und des zwingend vorgeschriebenen Sicherungskonzepts nicht hinnehmbar sei. „Wir wollen dem einen Riegel vorschieben.“ Rechtzeitig müssten die Kosten gedeckelt und die Entwicklung eng begleitet werden. Oder man müsse auch mal ein Projekt aufgeben, wenn es finanziell nicht zu schaffen wäre. Er fordert ein finanzpolitisches Umdenken bei den Investitionen.

Christel Ros

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