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Schäferhunde trotzen Hundewetter

Bobitz Schäferhunde trotzen Hundewetter

Lockere Stimmung, gute Ergebnisse und perfektes Veranstaltungsgelände bei der ersten Zuchtschau in Bobitz

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Im großen Ring liefen die Hunde ihren Runden unter den strengen Augen des Leistungsrichters Friedrich Gerstenberg. Fotos (4): Katja Peters

Bobitz. Einen großen Ring aus Flatterband hatten die Mitglieder der Ortsgruppe Wallenstein auf ihrem Gelände neben dem Bobitzer Sportpark aufgebaut. Die Feuerschalen am Rand sorgten für eine wohlige Atmosphäre, als die ersten Gäste morgens um halb neun eintrudelten. Alle hatten ihre Schäferhunde dabei, denn sie alle wollten eine Schaubewertung von Zuchtrichter Friedrich Gerstenberg erhalten. Dafür wurde im Vorfeld einige Wochen trainiert. Schließlich schaut so ein Zuchtrichter ganz genau, um die Vorteile, aber auch die Nachteile eines Tieres herauszustellen. Das ist wichtig und entscheidet, ob der Hund später einmal zur Zucht zugelassen werden darf.

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Lockere Stimmung, gute Ergebnisse und perfektes Veranstaltungsgelände bei der ersten Zuchtschau in Bobitz

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Und so mussten alle der 32 gemeldeten Deutschen Schäferhunde vorab zur sogenannten Standmusterung. Die jüngsten der Nachwuchsklasse (bis 15 Monate) machten den Anfang, sodass bis zum Mittag die Halbstarken (bis 24 Monate) alle ihre Bewertungen in der Tasche hatten. Friedrich Gerstenberg ließ sich die Zähne zeigen – beim Deutschen Schäferhund sind das 42 Stück. Bei den Rüden wurde zusätzlich kontrolliert, ob die Hoden vollzählig sind. Bevor die Hunde dann im Ring ihre Lauffreude zeigen konnten, wurde noch die Widerristhöhe gemessen und auch der Brustumfang. Alle Werte wurden peinlichst genau notiert, denn für die Zucht sind sie von hoher Bedeutung.

Der Verein für Deutsche Schäferhund ist der größte Rassezuchtverband der Welt und verwaltet all diese Daten in einer großen Datenbank, damit die Züchter bei ihren Planungen viele Informationen über die jeweiligen Hunde zur Verfügung haben. Friedrich Gerstenberg notierte ebenfalls unter anderem, ob der Hund von kräftiger Natur ist, welcher Haarfarbe das Tier hat, ob die Ohren richtig stehen, ebenso die Stellung der Gliedmaßen. „Dafür benötigt man ein geschultes Auge“, erklärte der Niedersachse, der als Kind von seinem Vater vom Schäferhund-Virus infiziert wurde. Bei manchen Hunden konnte er sogar sehen von welchen Elterntieren diese abstammen.

Faszinierend für die Zuschauer, die leider nicht so zahlreich erschienen waren. Das bemängelte auch Jan Mintert. Er war aus Güstrow angereist und stellte zwei Hunde in unterschiedlichen Klassen vor.

Mit seinem selbstgezüchteten Freddy vom Haus Rosenbarg gewann er sogar in der Königsklasse „Gebrauchshundklasse Rüden“ (ab 24 Monate). Platz für Platz arbeitete sich der dreijährige Rüde im Feld der neun Hunde nach vorn. Dabei warf er die Vorderläufe in die Luft, der Kopf war aufmerksam steil nach oben gerichtet. Genau hörte er, wenn Jan Mintert seinen Namen rief und präsentierte sich ganz wunderbar, trotz des am Nachmittag einsetzenden Regens. An vierter Stelle lief der Rüde von Henning Dräger. Als der Zuchtrichter seinem Balou Hammersteinbrücke die Note „Vorzüglich“ gab, warf er vor Freude seine Mütze in die Luft. „Besser geht es nicht“, rief er seiner Vereinskameradin Maike Stark zu, die den Hund sehr gut präsentiert hatte. Aus Hannover angereist, genoss der 67-Jährige die gute Stimmung und war voll des Lobes: „Der Bobitzer Verein hat seine Premierenveranstaltung perfekt vorbereitet.“ Selbst gezüchtet hat er den Balou, der in diesem Jahr schon auf der Landesmeisterschaft war und das mit gerade einmal zweieinhalb Jahren. Das imponierte auch dem Richter und er vergab die Höchstbewertung.

„Die Hunde wurden von ihren Hundeführern wirklich sehr gut vorbereitet“, lobte Gerstenberg die Teilnehmer. Die Freude darüber war dem Niedersachsen anzumerken, hatte er doch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen oder sogar den ein oder anderen Tipp. Er gratulierte anschließend jedem Teilnehmer per Handschlag – eine nette Geste.

Katja Peters

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Bobitz
Für die erste Zuchtschau der Ortsgruppe Wallenstein in Bobitz sind hochplatzierte Hunde gemeldet worden.

Die Deutschen Schäferhunde messen sich in Bobitz normalerweise immer im sportlichen Wettkampf.

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