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Wismar Schaffen zwei Wismarer den Einzug in den Bundestag?
Mecklenburg Wismar Schaffen zwei Wismarer den Einzug in den Bundestag?
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00:00 19.03.2013
Martina Bunge (Linke, 61) aus Wismar ist Mitglied des Bundestages und will es wieder werden. Quelle: Klaus Walter
Wismar

Die Hoffnungen sind nicht unbegründet: Bei der Bundestagswahl am 22. September könnten zwei Wismarer den Sprung in den Bundestag schaffen. Martina Bunge (Linke) und Frank Junge (SPD) rechnen sich gute Chancen aus — sowohl über ein Direktmandat als auch über die Parteiliste. Bei der letzten Wahl vor vier Jahren hatte Karin Strenz (CDU) den Wahlkreis gewonnen. Das ist auch diesmal das Ziel der Bundespolitikerin aus der Nähe von Goldberg.

Somit ist es nicht unwahrscheinlich, dass drei Abgeordnete aus dem Wahlkreis 13, zu dem Wismar und Grevesmühlen, Kühlungsborn und Bad Doberan, Parchim und Goldberg gehören, im neuen Bundestag Platz nehmen. Auch Ulrike Seemann-Katz von den Grünen macht sich mit Platz zwei auf der Landesliste noch Hoffnungen.

Am letzten Wochenende haben die Landesverbände von SPD und CDU ihre Listenplätze beschlossen. Zu den Überraschungen zählte, dass der Wismarer Frank Junge auf Platz zwei gewählt wurde. Der Newcomer, 45 Jahre alt und in der Stadtverwaltung tätig, konnte „alte Hasen“ ins Feld verweisen.

Doch Vorsicht: Platz zwei auf der Landesliste bedeutet nicht automatisch, dass Junge auch in den Bundestag einzieht. Ein Beispiel: Würde die SPD ähnlich schlecht abschneiden wie vor vier Jahren und ein Sozialdemokrat einen der sechs Wahlkreise in MV direkt gewinnen, könnte schon Platz zwei nicht reichen. Das weiß auch Frank Junge und sagt daher: „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Das ist schon eine gehörige Portion Vertrauensvorschuss, den meine Partei mir da gibt. Mich wird das im Wahlkampf stark beflügeln. Denn mein Ziel lautet nach wie vor, das Direktmandat für die SPD zu holen. Ich sehe diesen Listenplatz aber ebenso als ein Stück ,Nachwuchsförderung‘. Das tut unserer SPD auch sehr gut.“

Karin Strenz (45) wurde von ihren Parteifreunden auf Platz fünf (wie vor vier Jahren) gewählt. Der erneute Einzug in den Bundestag über die Liste der Partei ist damit so gut wie aussichtslos. Bleibt das Direktmandat. „An der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Mein Ziel ist es, den Wahlkreis wieder direkt zu gewinnen. Ich denke, ich habe in den letzten dreieinhalb Jahren eine engagierte Arbeit geleistet und werde schauen, ob der Bürger das honoriert“, so Strenz, bei Goldberg im Kreis Ludwigslust- Parchim zu Hause.

Die Linken wählen ihre Landesliste am 13. April. Martina Bunge, von 1998 bis 2002 Sozialministerin in MV und seit 2005 im Bundestag, „will alles daran setzen, Platz eins bei den Erststimmen zu erreichen“. Dann hätte die Wismarerin den Wahlkreis gewonnen und würde auf diesem Weg in der Hauptstadt bleiben. Daneben strebt die 61-Jährige den aussichtsreichen dritten Platz auf der Landesliste an. Bunge: „Das wird ein spannender Wahlkampf. Meine Mitbewerber sind allesamt bekannt.“ Vor allem von der SPD erwartet sie in diesem Jahr mehr als noch beim Urnengang 2009.

Spitzenkandidat der FDP im Wahlkreis 13 ist der Wismarer René Domke. Als Landesvorsitzender wolle er dem jetzigen Bundestagsabgeordneten der Liberalen, Hagen Reinhold, für Listenplatz 1 vorschlagen.

Die Liste werde am 6. April gewählt. Domke wolle eventuell für Platz zwei kandidieren: „Ob das reichen wird, ist ganz, ganz offen.“

Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 13 ist Ulrike Seemann-Katz. Die 57-Jährige aus Crivitz ist Sprecherin des Kreisverbandes und Vorsitzende der Kreistagsfraktion im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Sie ist auf Nummer zwei der Landesliste gewählt worden.

Zweitgrößter Wahlkreis im Land
Am 22. September findet die Bundestagswahl statt. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es sechs Wahlkreise, einen weniger als 2009.


Im Wahlkreis 13 kandidieren als Direktkandidaten: Karin Strenz (CDU), Martina Bunge (Die Linke), Frank Junge (SPD), René Domke (FDP), Ulrike Seemann-Katz (Bündnis90/Die Grünen).


Im zweitgrößten Wahlkreis von MV leben mehr als 217 000 Menschen bzw. rund 140 000 Wähler. Er umfasst Grevesmühlen und die Hansestadt Wismar und reicht bis Bad Doberan, Kühlungsborn, Neubukow, Satow, Parchim, Goldberg und Plau am See.


Erststimme: Der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt das Mandat und zieht direkt in den Bundestag.


Die Zweitstimme ist maßgeblich für die Sitzverteilung im Bundestag. Mit ihr wählt der Wähler eine Partei, deren Kandidaten auf einer Landesliste zusammengestellt werden.

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14 Abgeordnete aus MV sitzen im Bundestag: Sieben wurden direkt gewählt (CDU 6, Linke 1), sieben über die Landesliste (Linke 3, SPD 2, FDP 1, Grüne 1).

Ergebnisse bei der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Wismar, Nordwestmecklenburg, Parchim (Zweitstimme für die Partei): CDU 32,9 %, Linke 28,5; SPD 18,6; FDP 9,5; Grüne 5,3 %.

Heiko Hoffmann

Ein kulturelles Highlight am geschichtsträchtigen Ort.

19.03.2013
Wismar 1sp 12x1 - De Kröger

Luten Moll, de Kröger vun denn „Hirschen“ achter dat Rathuus, wiehr tworst bäten brummelig, doch ansunsten gaut to lieden. Hei hüürte noch tau de Generation vun Krögers, de ehren Kraug vun Tresen ut dirigierten.

19.03.2013

ÄRZTL.Die., 18 Uhr, bis Mi.

19.03.2013
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