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Wismar Schallplatten: Erinnerungsträger des Lebens
Mecklenburg Wismar Schallplatten: Erinnerungsträger des Lebens
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10:35 25.10.2018
Ulf Knolles (51) erste Schallplatte war Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Quelle: Christin Tute
Wismar

Überall stehen sortierte Kisten mit Schallplatten im Club, wie Ulf Knolle den Raum der Plattenlauscher nennt. Bedächtig legt er die Nadel auf die schwarze Scheibe und lauscht den Klängen des Plattenspielers. Der 51-Jährige ist Gründer des Vereins der Schallplattenfreunde Wismar. „Wir sind aber eher ein Freundeskreis“, sagt Knolle über den Verein. Beruflich ist er Projektleiter bei Hansegas Gägelow.

Dieser Freundeskreis entstand aus der eigenen Sammelleidenschaft des Wismarers. „Musik als Hobby war schon immer da“, erklärt Knolle. Bereits als Schüler trommelte er im Spielmannszug. Vom Taschengeld kaufte er sich dann seine erste Platte: Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Schallplatten waren zu dieser Zeit rar und begehrt, wobei Klassik einfacher zu kaufen war.

Die Platte als Erinnerungsträger

Was die Schallplatte für ihn so besonders macht? „Es ist ein Erinnerungsträger“, sagt der 51-Jährige. Das Cover und die Haptik machen sie so besonders. „Künstlerisch wurde sich mehr ins Zeug gelegt“, findet Knolle. Im Club sind Teile von vielen Sammlungen zu sehen. Er selbst hat zu Hause eine biografische, wie er selbst sagt. Darin befinden sich nur Platten, die für ihn eine persönliche Bedeutung haben. „Das ist aber immer im Fluss“, erzählt der Wismarer.

Schallplatten kaufen in Ungarn

Einen besonderen Wert haben für ihn neben seiner ersten Schallplatte zwei Alben von Pink Floyd. „Dark Side of the Moon hatte ich in 27 Versionen“, sagt Knolle. Für das Album „The Wall“ ist er damals einige Male im Intershop gewesen, hat es sich jedoch dort immer nur angeschaut. Sie sei zu teuer gewesen. Gekauft hat er die Platte später in Ungarn.

Ein Anlaufpunkt für Plattenliebhaber

Als die CDs dann auf den Markt kamen, hörte auch er kurz auf den Marktschrei, erzählt er. Doch schnell merkte er, dass die schwarzen Scheiben doch schöner sind. Auch wenn der bessere Klang ein Mythos sei. „Aber egal, Hauptsache es stellt sich ein gutes Gefühl ein“, findet Knolle. Regelmäßig traf er sich mit Freunden, um gemeinsam Musik zu hören oder Platten zu tauschen. Daraus entstand 2010 die Idee für den Verein. Und ein Anlaufpunkt für alle, die wie Ulf Knolle, Platten lieben.

Christin Tute

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