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Wismar Schaut her, das sind unsere Töpferstücke!
Mecklenburg Wismar Schaut her, das sind unsere Töpferstücke!
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00:01 06.10.2017
Laura (9) hat eine Schale, bestehend aus zwei trennbaren Teilen, getöpfert. Quelle: Fotos: Kerstin Schröder

Kraken, Langusten, Fische, Seejungfrauen – in der Jugendscheune Neukloster sieht es gerade aus wie in einer Unterwasserwelt. Auch Vanessa Pries hat passend dazu etwas getöpfert: einen Seeigel, ein bisschen größer als eine Faust. Ganz fertig ist das Tierchen noch nicht. Die Stachel fehlen und etwas Farbe. Doch lange dauert es nicht mehr, bis die 18-Jährige ihr Kunstwerk vollendet. Dafür hat sie einfach zu viel Spaß am Töpfern. Nicht nur in der Schule stellt das junge Mädchen Keramik her, auch in ihrer Freizeit modelliert sie Ton. Regelmäßig ist Vanessa Pries Gast in der Jugendscheune. Denn hierher lädt Rainer Baku zweimal in der Woche zu einem Keramikzirkel ein. Die sympathische Art des Rentners und sein Händchen für Kunst kommen an:

Kinder und Jugendliche aus Neukloster zeigen ihre erste Ausstellung in der Jugendscheune

Bis zu 30 Kinder und Jugendliche modellieren mit Leidenschaft kleine Figuren, Schalen, Vasen und vieles mehr.

Was in den vergangenen Monaten entstanden ist, können sich Neugierige in einer kleiner Ausstellung anschauen. Im Garten der Jugendscheune sind auf Stelen einige Kunstwerke der jungen Neuklosteraner befestigt worden – wie der Seeigel von Vanessa Pries. Der ist zur feierlichen Eröffnung noch nicht komplett fertig. „Das hole ich noch nach“, verspricht sie.

Wie Rainer Baku berichtet, ist er auf die Idee gekommen, einen Keramikzirkel ins Leben zu rufen, als er einen dafür notwendigen Ofen in der Scheune gesehen hat. Damit lässt sich doch was machen, hat er sich gedacht. Und tatsächlich: Die Kinder und Jugendlichen haben schnell Gefallen am neuen Freizeitangebot gefunden. „Die Teilnehmerzahl ist schon enorm“, freut sich Rainer Baku. Es seien nicht immer alle auf einmal da, aber die meisten Hobby-Töpfer würden regelmäßig vorbeischauen. Jeweils dienstags und freitags können sie dann kneten, malen und dekorieren. Auch dank finanzieller Unterstützung: Die Neuklosteraner „Zwischenkunst" ist Teil des Projektes „Jugend Stärken im Quartier“.

Zur Jugend der Stadt gehören auch Laura (9), Lisa (11) und Marie (12). Die drei Mädchen binden sich gern die Töpferschürzen um und beschenken mit ihren Kunstwerken gern Eltern und Familie. Um zu zeigen, an welchen Ideen sie im Moment basteln, laufen sie aufgeregt in ihr „Arbeitszimmer“. Das ist geschmückt mit maritimen Motiven so weit das Auge reicht. Lisa und Laura haben Schalen getöpfert. Wie das funktioniert, erklärt Rainer Baku: „Zuerst wird der Ton modelliert, danach wird er vorgebrannt, geschliffen, angemalt und glasiert und dann noch einmal gebrannt.“

Der Rentner kümmert sich ehrenamtlich um den Töpfer-Nachwuchs. Auf die Ausstellung mit Kunstwerken aus dem Jahr 2017 ist er sehr stolz. Das zeigt sich auch daran, dass Baku als Überraschung einen Gedenkstein angefertigt hat – versehen mit den Namen aller jungen Töpfer.

Kerstin Schröder

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