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Wismar Schiewes Doppelpack sichert Rang fünf
Mecklenburg Wismar Schiewes Doppelpack sichert Rang fünf
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00:05 06.06.2017
Gunnar Kehlm aus Dresden (l.) überreichte Erdogan Pini die Torjägerkanone als besten Schütze der virtuellen „DDR-Oberliga“.
Wismar

Nicht wie vermutet Torjäger Erdogan Pini hat den Oberligisten FC Anker Wismar auf den fünften Tabellenplatz geschossen, sondern Stürmer Sebastian Schiewe. Er traf gegen Tennis Borussia am Sonnabend im Doppelpack (65. und 87. Minute) und besiegelte damit die Niederlage der Berliner. Die Gäste aus der Hauptstadt, die nur mit zehn Feldspielern und einem Ersatztorwart angereist waren, mussten ihren vierten Tabellenplatz an Hertha 03 Zehlendorf abgeben und rutschten auf Rang sechs ab.

Der FC Anker Wismar siegt im letzten Saisonspiel 2:0 gegen Tennis Borussia Berlin

Statistik

FC Anker Wismar: Mißner – Bode, Unversucht, Ostrowitzki – Ottenbreit (38. Schiewe), Ilijazi (46. Ney), Marten, Rodrigues – Wahab (51. Plawan) – Pylypchuk, Pini.

Tore: 1:0 Sebastian Schiewe (65.), 2:0 Sebastian Schiewe (87.).

Schiedsrichter: Felix Burghardt (Premnitz).

Zahlende Zuschauer: 292.

Gelbe Karten: Philipp Unversucht) / Rifat Gelici.

Damit haben sich die Wismarer Kicker selbst ein schönes Geschenk zum 20. Vereinsjubiläum am 12. Juni gemacht. Denn noch nie in der 20-jährigen Geschichte des FC Anker Wismar war ein Team des Vereins in der Oberliga besser platziert.

„Das ist eine tolle Leistung, die unsere Mannschaft in dieser Saison vollbracht hat“, freute sich Anker-Präsident Stefan Säuberlich nach dem Schlusspfiff.

Auch Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), der im Kurt-Bürger-Stadion auf der Tribüne saß, hatte nur lobende Worte für die Schützlinge von Trainer Christiano Dinalo Adigo. „Die Mannschaft hat sich in dieser Saison weiterentwickelt und unsere Hansestadt Wismar über die Landesgrenzen hinaus würdig vertreten“, sagte Beyer.

Obwohl Wismars Torjäger Erdogan Pini am Sonnabend keinen Treffer erzielte, war er nach der Partie total überrascht, als er aus den Händen von Gunnar Klehm (50), der extra aus Dresden angereist war, eine Torjägerkanone überreicht bekam. Diese erhielt Pini als bester Torschütze der virtuellen „DDR-Oberliga“, die Klehm zusammen mit weiteren vier Journalisten aus Spaß heraus im Internet aufleben ließ (die OZ berichtete). Da der damalige ZSG Anker Wismar 1949/1950 und 1951/52 in der DDR-Oberliga vertreten war, tauchte der heutige FC Anker als Nachfolgeverein in dieser „Meisterschaft“ auf.

„Gewertet wurden nur Begegnungen gegen ehemalige Traditionsvereine, die in der DDR-Oberliga gespielt haben“, erklärte Klehm. Meister dieser Wertung wurde der 1. FC Union Berlin und Torschützenkönig Erdogan Pini mit sieben Treffern, gefolgt von Anton Fink (Chemnitz/FC Karl-Marx- Stadt, fünf Tore) und Hansa-Profi Stephan Andrist (4). „Ich bin völlig baff“, schmunzelte Pini. Seine Torjägerkanone kann er allerdings in der neuen Saison in der virtuellen „DDR-Oberliga“ nicht verteidigen. Der Stürmer verlässt den Verein und wechselt in die Regionalliga-Nord zur Spielvereinigung Drochtersen/Assel.

Für drei weitere Anker-Spieler war es der Abschied von den Wismarer Fans. Dennis Martens, Hannes Köhn und Kenan Hasicic gehörten ebenso zum letzten Mal zum Aufgebot der Hansestädter. „Alle vier werden vor dem Spiel gegen den Bundesligisten Hertha BSC am 21. Juli in Wismar würdig verabschiedet. Diese Partie, die aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des FC Anker Wismar ausgetragen wird, ist der richtige Zeitpunkt für die Verabschiedung“, meinte Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo. Verabschiedet wird dann auch der langjährige Co-Trainer Dirk Taflo. Mit 222 Punktspielen ist er der Spieler des FC Anker Wismar mit der höchsten Anzahl an Einsätzen. Da „Taffi“ seiner Liebe nach Kiel hinterhergezogen ist, musste er seinen Job als Co-Trainer aufgeben. „Wir werden ihn vermissen, wünschen ihm aber alles Gute in Kiel“, sagte Adigo.

Peter Preuß und Andreas Kirsch

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