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Wismar Schiffe auf dem Mühlenteich
Mecklenburg Wismar Schiffe auf dem Mühlenteich
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00:02 04.10.2017
Abschippern auf dem Mühlenteich an der Wismarer Hochbrücke. Quelle: Fotos: Heiko Hoffmann
Wismar

Nils Behling steuert einen Fischtrawler. Und das auf dem Mühlenteich in Wismar. Der junge Kapitän, sechs Jahre, ist emsig dabei. Oberkörper und Kopf lenken mit, wenn er „WIS 001“ fernsteuert. Der Junge aus Blowatz ist mit seinen Eltern zum Abschippern gekommen.

Modellbauer lassen Fischtrawler, Rettungskreuzer und Marineboote fahren und suchen Mitstreiter

Bernd Zawadzinski möchte das zu einer Tradition werden lassen. „Ich denke, Schiffsmodellbau gehört zu einer Werft- und Hansestadt“, sagt der 66-Jährige. Seit seiner Rückkehr aus Hamburg vor einigen Monaten kurbelt er den Modellbau wieder an. „Der Mühlenteich ist ein ideales Gewässer für uns.“ Spaziergänger kommen vorbei, man kommt mit Interessierten ins Gespräch. So wie beim Abschippern.

Modellbauer aus Hamburg, Warin, Blowatz und Wittenförden haben ihre Modelle fahren lassen. Zur Freude der Zuschauer. „Wir haben viele Ideen, was wir machen können“, sagt Bernd Zawadzinski. Die Interessengruppe könne das Hafenfest bereichern oder die Technik im „Phantechnikum“ präsentieren. Anschippern und Abschippern sollen feste Programmpunkte werden.

Begeistert steuert Henri Triede sein Marineboot. „Mir ging es um die technische Machbarkeit“, sagt der Wariner. Seit 35 Jahren betreibt er das Hobby. Er hat Flugzeuge und Autos gebaut, am liebsten aber Schiffe. „Da geht nicht so viel kaputt.“

Nach der Wende hatten einige Wismarer dem Schiffsmodellbau neues Leben eingehaucht. Treff war ebenfalls der Mühlenteich, in Höhe der damaligen Gaststätte „Storchennest“. Dann trennten sich die Lebenswege, der Schilfgürtel wuchs.

Bernd Zawadzinski ging nach Hamburg. Dort wurde er Mitglied im Schiffsmodellbau-Club Hamburg. Nach der Rückkehr ist der Kontakt geblieben. Einige Hamburger waren beim Abschippern in Wismar dabei. So auch der Vereinsvorsitzende Wolf-Rüdiger Berdrow. Sein Seenotrettungskreuzer „Halny“ ist ein originalgetreuer Nachbau im Maßstab 1:20. Vor einigen Jahren hat er ihn von einem Russen bei einer Weltmeisterschaft im Tschechien gekauft. „Von der Bauart ist es ein sehr schönes Schiff“, so der Vereinschef, der das ein Meter lange Modell verfeinert hat. Gebaut hat Berdrow in seinem Leben schon einige Schiffe. Gibt es Ärger mit der Frau? „Nein, sie sieht es lieber, wenn ich im Keller als in der Kneipe bin“, lacht der Hamburger. Im Keller wollen die Modellbauer nur zum Werkeln sein. Weil es nicht so einfach ist, die Modelle unterhalb der Hochbrücke im Wasser einzusetzen, möchte Zawadzinski den Uferbereich leicht anpassen. „Wir machen das in Eigenleistung. Man muss uns nur lassen.“

Wer Kontakt zu Bernd Zawadzinski aufnehmen möchte: ☎ 0176 / 48292421 oder E-Mail: orakel211150@gmail.com.

Heiko Hoffmann

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