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Wismar Schnee-Tief „Egon“ erreicht Nordosten
Mecklenburg Wismar Schnee-Tief „Egon“ erreicht Nordosten
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17:23 13.01.2017
Ein Auto liegt eingeschneit bei Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) im Straßengraben. Quelle: Bernd Wüstneck
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Grabow/Jesendorf/Sassnitz/Rostock/Stralsund

Tief „Egon“ hat am Freitag mit Schneefall und Glätte den Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern stark behindert. Der Schwerpunkt lag im Westen und Süden Mecklenburgs sowie in der Region Teterow (Landkreis Rostock), wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg sagten. Bei etwa 80 Glätteunfällen wurden im Berufsverkehr am Morgen mehrere Menschen verletzt, hieß es. In den meisten Fällen blieb es aber bei Blechschäden und leichten Verletzungen. Gegen Mittag hatte sich der Verkehr weitgehend normalisiert. Bis zum Nachmittag blieb die Lage ruhig.

Das Schnee-Tief „Egon“ hat den Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern ins Stocken gebracht. Lastwagen blockierten Straßen, es gab etliche Unfälle. Auch am Wochenende dürfte es für Autofahrer nicht einfach werden.

Autobahn 14 und 19 nach Unfall blockiert

Auf der Autobahn 14 kam es zwischen Jesendorf und Schwerin-Nord zu einem Verkehrsunfall. Ein Pkw kollidierte mit einem Lkw, der ins Rutschen gekommen und quer zur Fahrbahn stehen geblieben war. Die Strecke musste voll gesperrt werden. An Steigungen blieben Fahrzeuge liegen.

In der Mecklenburgischen Schweiz bei Teterow (Landkreis Rostock) blockierten nach Polizeiangaben Lastwagen am Morgen den hügeligen Verkehrsknoten an drei Stellen. So kam ein Lkw auf der Brücke der Bundesstraße 104 über die Autobahn 19 Berlin-Rostock ins Rutschen und stellte sich quer. Die Straße  nach Güstrow war bis 9.30 Uhr voll gesperrt. Kurz hinter der Landesgrenzen nach Brandenburg rutschte ein mit Stahl beladener Sattelzug-Lkw mit der Zugmaschine in den Graben. Zur Bergung musste die A 19 nach Süden voll gesperrt werden.

Mehrere Lastwagen blockierten zudem in einer engen und aufsteigenden Kurve die Bundesstraße 108 nach Rostock sowie die Landesstraße 11 es im Bereich Kuchelmiß Richtung Wilsen (Landkreis Rostock). Ursache sei, dass der nasse Schnee festgefahren wurde, der Räumdienst nicht hinterhergekommen und es dadurch sehr glatt sei. Ebenfalls auf derL11 in Höhe der Brücke Ahrenshagen kam ein 48-Jähriger von der Fahrbahn ab und fuhr gegen ein Verkehrssschild. Es entstand Sachschaden in Höhe von 10 000 Euro.

Eine Autofahrerin kam am Freitagmorgen auf der L31 in Höhe Qualitz (Landkreis Rostock) von der Fahrbahn ab. Sie verletzte sich am Kopf.

Ebenfalls bei Unfällen auf vereisten Straßen sind zwischen Stralsund und der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) zwei Menschen leicht verletzt worden. Die Bundesstraße war am Donnerstagabend für etwa eine Stunde voll gesperrt.

Autofahrer sind vorsichtig

Auf der Insel Rügen blieb es trotz spiegelglatter Straßen bis zum Vormittag ruhig. Die Autofahrer hätten ihre Fahrweise der Wetterlage angepasst, teilte die Polizei in Sassnitz mit. Auch in Rostock wurden bisher keine größeren Glätteunfälle gemeldet, sagte Polizeisprecherin Isabel Wenzel. In der Region um Bad Doberan zählte die Polizei in der Zeit von 6 bis 12 Uhr fünfundzwanzig Verkehrsunfälle. Seit 3 Uhr morgens waren die Straßenmeistereien dort im Einsatz, um die Kreisstraßen von Schnee und Eis zu räumen.

Busse fahren verspätet

Im Landkreis Rostock kam es zu Verspätungen im Schüler- und Linienverkehr. Ein Bus mit Kindern kam in Gülzow-Prüzen von der Straße ab. Die Kinder blieben zum Glück unverletzt. Im gesamten Raum Bützow-Güstrow-Teterow konnten nach Angaben von Landkreis-Sprecher Michael Fengler einzelne, abgelegene Orte nicht angefahren werden. Der Norden des Kreises im Bereich Bad Doberan-Rostock war nicht betroffen.

Bahn drosselt Tempo

Zugreisende müssen wegen der Schneeschauer vor allem mit längeren Fahrten im Fernverkehr rechnen. Die Bahn drosselte die Höchstgeschwindigkeit der ICE bis auf weiteres auf Tempo 200, wie das Unternehmen am Freitagmorgen bestätigte. Seit Betriebsbeginn führen die Züge langsamer, um Verspätungen und Ausfälle durch Schotter und Eisklumpen zu verhindern. Im Regionalverkehr wurden bislang keine größeren Verspätungen gemeldet.

Bis zu 15 Zentimeter Schnee erwartet

Bis zum Nachmittag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in weiten Teilen des Landes Neuschneemengen von bis zu 15 Zentimeter. Dabei müsse mit Wind- oder sogar Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Stundenkilometern gerechnet werden. Bis zum späten Nachmittag sollte „Egon“ in Richtung Polen weiterziehen, dann wird es etwas kühler.

Kay Steinke

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