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Schüler gestalten Bänke für Bushaltestellen

Grevesmühlen Schüler gestalten Bänke für Bushaltestellen

Sitzgelegenheiten sind an die Stadt übergeben worden

Grevesmühlen. Auch wenn wir die ersten Wintertage bereits hinter uns haben und der Schnee noch Landschaften bedeckt – Jan Tobias Lange (16) und Tobias Ströhl (17) nutzen die neue Bank an der Bushaltestelle vor der Regionalen Schule „Am Wasserturm“ in Grevesmühlen gern. „Wir haben gerade Pause“, erzählen die beiden Schüler vom Produktiven Lernen. In der Mittagspause beschäftigen sie sich am liebsten mit ihren iPads. „Das macht sich im Sitzen besser“, sagt Tobias Ströhl und lacht.

Dass die beiden Schüler an der Bushaltestelle vor der Schule sitzen können, ist noch nicht lange so. Das haben sie unter anderem den Schülern Henry Junge (14), Marie Fahrenheim (14) und Marie Christin Drewitz (14) aus der achten Klasse der Regionalen Schule zu verdanken. Sie haben gemeinsam mit ihren Klassenkameraden die Bank angefertigt und sie bunt – unter anderem mit einem Regenbogen – bemalt. Und noch eine weitere Bank haben die Jugendlichen mit tatkräftiger Unterstützung durch ihre Lehrer Kathrin Beyer, Thilo Renger und Thomas Schwartz, Hausmeister der Wasserturmschule, angefertigt. Sie steht nicht weit entfernt an der Bushaltestelle vor der Grundschule „Am Ploggensee“ und ist ebenso aus Fichtenholz und farbenfroh bemalt.

Nun haben die Schüler ihre beiden Bänke offiziell in die Hände der Stadt übergeben. Grevesmühlens Bauamtsleiter und zukünftiger Bürgermeister Lars Prahler freute sich über das Engagement der Jugendlichen: „Ein tolles Projekt. Es kann gar nicht genug Bänke in Grevesmühlen geben“. Ordnungsgemäß werden die beiden Bänke nun auch in das Infrastruktur-Vermögen der Stadt aufgenommen. „Was glaubt ihr“, fragte Prahler die Schüler, „was eure Arbeit wert ist?“ So daneben lagen die Achtklässler mit ihrer Schätzung von rund 300 Euro gar nicht. Ähnliche Bänke, erklärte Bauhof-Chefin Manuela Harder, hat der Bauhof an den Stadtbus-Haltestellen aufgebaut. „240 Euro hat eine Bank gekostet“, weiß sie. Klar ist auch, so Harder, dass auf die Bänke geachtet werden muss. Die Schüler hoffen, dass kein Vandalismus ihre Werke beschädigen wird.

Bei dem „Bankprojekt“ haben auch zwei der sogenannten „Weltkinder“ – wie Kinder aus Syrien, die mit ihren Eltern nach Deutschland kamen, in der Wasserturmschule genannt werden – mitgemacht.

„Inzwischen ist nur noch einer da“, erzählt Henry. „Er heißt Khaled.“

Kathrin Beyer, die Englisch und Deutsch als Zweitsprache bei den Weltkindern unterrichtet, erklärt: „Es ging uns in diesem Projekt, von dem alle Menschen in Grevesmühlen etwas haben sollten, auch darum, die deutschen Schüler mit den syrischen Jugendlichen in Kontakt zu bringen. Gemeinsam etwas bauen, dafür braucht man nicht so viele Worte.“ Das hat auch gut geklappt, sagt Marie Fahrenheim.

Gesteht aber, dass sie außerhalb des Projekts nicht viel Kontakt mit den syrischen Mitschülern hatte. „Aber der Khaled ist schon in Ordnung“, meint sie dann. Henry, Marie und Marie-Christin sind jedenfalls stolz auf ihr Werk. Und sie werden wohl mit darauf achten, wie andere mit den selbst gestalteten Bänken umgehen werden.

Annett Meinke

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