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Schüler machten Zeitensprünge und inspirierten zu einem Buch

Wismar Schüler machten Zeitensprünge und inspirierten zu einem Buch

Die erste Auflage des Buches „Bomben auf Wismar“ von Detlef Schmidt und der Projektgruppe „Zeitensprünge“ des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wismar war innerhalb weniger Tage vergriffen.

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Autor Detlef Schmidt, Angela Schinke (2. Reihe, 3. v. l.) und Sch�ler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums bei einem Treffen. Fotos (2): Ina Schwarz

Quelle: Ina Schwarz

Wismar. Für einen Nachdruck hat die Buchhandlung Hugendubel bereits 150 Vorbestellungen notiert, eine Anfrage kam sogar aus Australien. „Dass wir zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben, macht mich stolz“, freut sich der 15-jährige Felix Dettmann. Er gehört zu jenen Jugendlichen, die innerhalb der umfassenden Projektarbeit „Zeitensprünge“ viel Freizeit investiert haben, um der Geschichte ihrer Heimat näherzukommen.

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Ich bin stolz, dass wir mit unserem Projekt zum Bucherfolg beigetragen haben.“Felix Dettmann (15), Schüler am GHG

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Dieses Stück lebendige Geschichte, ein Programm der Stiftung Demokratische Jugend, beginnt bereits im Frühjahr 2012. „Wir wollten wissen, wie es im Mai 1945 in Wismar aussah“, erzählt Felix von den Anfängen. 16 Schüler der 9. und 10. Klasse am GHG melden sich freiwillig, um in Teams zu verschiedenen Themen zu recherchieren. Dabei geht es um die Übergabe der Stadt, Zeitzeugenberichte und Baulücken. „In meiner Gruppe haben wir uns vor allem für das Ausmaß der Zerstörung interessiert“, so Felix Dettmann. Der Gymnasiast trifft sich regelmäßig mit Celine Martin und Natalie Trappe. Das Trio besucht unter anderem das Wismarer Stadtarchiv, durchstöbert die „Wismarer Beiträge“ und sichtet altes Material. Über einen Hinweis ihrer Geschichtslehrerin Angela Schinke ergibt sich ein Kontakt zum Stadtchronisten Detlef Schmidt, der sie mit Infos und Fotos aus der Zeit versorgt und auch weitere Unterstützung zusagt. Das Trio um den 15-jährigen Schüler setzt mit dem Geschichtsmaterial dann Ideen um. Mit dem Fotoapparat ziehen sie durch die Altstadt, schauen, vergleichen, staunen und stellen anschließend Fotos von zerstörten Häusern und Straßen eigene aktuelle Aufnahmen gegenüber. „Damit die Sammlung kompakt wird, habe ich ein Buch layoutet und kleinere Texte dazu geschrieben“, erinnert sich der junge Zeitforscher. Ein Prototyp entsteht — sozusagen die Inspiration für das heutige Buch „Bomben über Wismar“.

„Das war richtig umfangreiche Recherchearbeit“, erinnert sich Angela Schinke, die die Schüler betreute. „Toll, wie engagiert sich alle im Projekt in ihrer Freizeit mit Wismar beschäftigt haben.“

Kürzlich kam es noch einmal zu einem Treffen zwischen der Projektgruppe „Zeitensprünge“ und Autor Detlef Schmidt. Die Jugendlichen vom GHG bereiten sich aktuell auf die Gedenkveranstaltung am 14.

April in der St.-Georgen-Kirche vor. Sie werden dort Zeitzeugenberichte aus dem Buch vorlesen. Und Felix bastelt mit Detlef Schmidt gerade an einer Dia-Show, die parallel dazu auf einer Leinwand laufen wird. Die traditionelle Gedenkveranstaltung erinnert an einen der schwersten Luftangriffe in Wismar, bei dem das Gotische Viertel als Trümmerfeld zurückblieb. Thema auch im Bomben-Buch. „Wir haben viel gelernt“, fasst Felix seine Erfahrungen zusammen. „Was damals geschehen ist, ist für uns heute oft gar nicht nachzuvollziehen. Umso bereichernder war es, sich mit diesem Kapitel der Geschichte intensiv auseinanderzusetzen“, blickt der 15-jährige zurück.

Ina Schwarz

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Die Schüler, die das Buch gemeinsam mit dem Stadtchronisten von Wismar (Nordwestmecklenburg) zusammengestellt haben, bereiten auf seiner Grundlage die traditionelle Gedenkveranstaltung am 14. April vor.

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