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Wismar Schulen und Mehrzweckhalle haben Vorrang
Mecklenburg Wismar Schulen und Mehrzweckhalle haben Vorrang
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07:33 12.01.2019
Auf der Baustelle für den neuen Fritz-Reuter-Hort wird derzeit eine Bohrpfahlwand an der Fritz-Reuter-Schule gesetzt, die den Altbau sichern soll. Quelle: Haike Werfel
Wismar

 Die Hansestadt muss bei ihren Bauvorhaben in diesem Jahr Prioritäten setzen. „Die beiden Grundschulen und die Mehrzweckhalle haben Vorrang. Dafür müssen wir anderes zurückstellen“, erklärte Bausenator Michael Berkhahn (CDU) im Bürgerschaftsausschuss für Bildung, Kultur, Sport, Jugend und Soziales. Hintergrund für diese rigorose Entscheidung sind Kostensteigerungen. Wofür die Stadt ursprünglich insgesamt 20 Millionen Euro eingeplant hat, müsste sie jetzt neun Millionen Euro mehr berappen. „Die müssen wir woanders abziehen“, sagte Berkhahn.

"Diese drei Bauprojekte können wir nur zulasten anderer Maßnahmen realisieren." Michael Berkhahn (CDU), Bausenator und 1. stellvertretender Bürgermeister Quelle: Werfel Haike

Oberste Priorität haben die Sanierung der Fritz-Reuter-Grundschule und der Neubau der Grundschule an der Bürgermeister-Haupt-Straße. Letzteres Projekt auch vor dem Hintergrund, dass es bereits jetzt vier Klassen gibt und zum neuen Schuljahr (mindestens) eine weitere hinzukommen wird. Die Kinder lernen seit diesem Schuljahr in einem Containerbau nahe der Grundschule am Friedenshof.

Beide Baumaßnahmen waren nach der Ausschreibung beziehungsweise nach der überarbeiteten Planung teurer geworden (die OZ berichtete). Die Sanierung der Fritz-Reuter-Schule wird statt 4,06 nun 4,617 Millionen Euro kosten. Neben dem denkmalgeschützten Backsteinbau befindet sich die Baustelle für den neuen Reuter-Hort, den die Perspektive Wismar gGmbH errichtet. Derzeit lässt sie eine Bohrpfahlwand setzen, die die alte Schule abfängt, erläuterte Peter Fröhlich vom Schulverwaltungsamt im Bildungsausschuss. Reuterschule und -hort werden durch Fahrstuhl und Treppenhaus in einem gläsernen Zwischentrakt verbunden sein. Die Ergebnisse der großen Ausschreibungen für die Schulsanierung liegen vor, sodass Peter Fröhlich mit keinen Verzögerungen mehr rechnet.

Erheblich teurer als ursprünglich geplant wird die inklusive Grundschule an der Bürgermeister-Haupt-Straße, schon allein wegen der neuen Schulform. Hier steigen die Kosten um fast zwei Millionen auf 9,062 Millionen Euro. Nach Angaben von Peter Fröhlich gebe es eine Deckungslücke von 1,6 Millionen Euro. Die neue Grundschule soll schnellstmöglich gebaut werden. Ziel ist die Fertigstellung zum Schuljahr 2020/2021.

Die Brandschutzsanierung der Sport- und Mehrzweckhalle wird doppelt so teuer. Ursprünglich waren drei Millionen Euro für die erforderlichen Arbeiten eingeplant. Jetzt steigen die Kosten für die Gesamtinvestition auf rund 6,3 Millionen Euro. Deshalb ist die Stadt gezwungen, das Vorhaben in zwei Bauabschnitten zu realisieren. Für den zweiten sind 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Dafür hofft die Stadt auf Fördermittel. Sie hat im Dezember 1,919 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beantragt.

Die Komplettsanierung der alten Brecht-Sporthalle am Friedenshof, Käthe-Kollwitz-Promenade 13, soll abermals verschoben werden. Quelle: Hoffmann Heiko

„Diese drei Bauprojekte können wir nur zulasten anderer Maßnahmen realisieren“, sagte Senator Berkhahn. So will die Stadt zwei Vorhaben zurückstellen, die sie eigentlich in diesem Jahr beginnen wollte: die Sanierung der alten Brecht-Sporthalle an der Käthe-Kollwitz-Promenade am Friedenshof und den Bau eines Umkleide- und Sanitärgebäudes am Kurt-Bürger-Stadion.

„Ursprünglich wollten wir die Brechthalle vor der Schließung der Mehrzweckhalle sanieren und auch eine Zuschauertribüne einbauen“, erinnerte Berkhahn. Außerdem soll der Sportunterricht für die Kinder der neuen Grundschule in der Brechthalle stattfinden. Für deren Sanierung hatte die Stadt etwa 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Für mehr als eine Million wollte sie ein neues Umkleide- und Sanitärgebäude zwischen dem Kurt-Bürger-Stadion und dem Kunstrasenplatz errichten.

Haike Werfel

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