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Schwedenfest künftig mit historischem Markt?

Wismar Schwedenfest künftig mit historischem Markt?

Kulturausschuss hat Vorschläge für die Traditionsveranstaltung diskutiert

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Schwedische militärhistorische Gruppen – auch sie sind Bestandteil der Diskussion über das Schwedenfest.

Quelle: Foto: Rolf Barkhorn

Wismar. Am Montag hat der Kulturausschuss über Änderungsvorschläge fürs Schwedenfest beraten. Eingegangen waren bei der Verwaltung mehr als zwanzig Ideen. 14 Vorschläge kamen von der CDU-Fraktion, sechs vom Kinder- und Jugendparlament und drei von der SPD-Fraktion.

Kunstwerke werden nicht digitalisiert

23 Vorschläge waren

eingegangen.

Beteiligt hatte sich

neben CDU und SPD auch das Kinder-

und Jugendparlament.

Die Vorschläge deckten alle Bereiche des Festes ab – von der Bespielung des Marktplatzes über die Öffentlichkeitsarbeit und Beschilderung bis hin zur transparenten Abrechnung der städtischen Ausgaben für die militärhistorischen Vereine aus Schweden.

Einen kleinen Teil der Ideen hält die Verwaltung unter Organisatorin Theresa Eberlein schon in diesem Jahr für umsetzbar. So könnten beispielsweise die Betreiber der Marktstände künftig eine dem Schwedenfest angemessene Kleidung tragen. Auch die Dekoration in der Stadt und an den Ständen solle auf die schwedisch-wismarsche Beziehung hinweisen.

Darüber hinaus unterstützt die Verwaltung das Ansinnen, deutlich mehr skandinavische Händler für das Schwedenfest zu gewinnen. In dem für 2018 zu erneuernden Vertrag mit der Veranstaltungsagentur solle das in einer entsprechenden Klausel festgeschrieben werden, sagte Eberlein. Auch ein historischer Markt samt Korbflechtern, Schnitzern oder Schmieden sei denkbar.

Für gänzlich undenkbar jedoch hält die Verwaltung den Vorschlag, bei den militärhistorischen Gruppen aus Kostengründen auf Pferde zu verzichten. Entsprechende Gespräche mit den Schweden in der Vergangenheit hätten gezeigt, dass sie darauf nicht verzichten werden. „Diese Menschen leben die Geschichte, und Pferde sind damit untrennbar verknüpft, um authentisch zu bleiben“, erklärte Eberlein.

Zudem seien die Pferde auch Publikumsmagnet. Die Ausschussmitglieder diskutierten darüber hinaus über weitere Programmpunkte wie Konzerte des Schwedischen Musikorchesters in St. Georgen, eine Verbindung zwischen Marktplatz und Hafen oder die Verlegung des Feuerwerkes vom Markt in den Alten Hafen.

„Das Schwedenfest wird landesweit als wichtige Veranstaltung gesehen", merkte der zuständige Amtsleiter Norbert Huschner an. Mit weiteren Ideen solle in erster Linie die Qualität des Festes verbessert werden. „Ziel ist es nicht, Jahr für Jahr weitere Zehntausend Besucher zu gewinnen wie etwa bei der Hanse Sail. Das kann eine Stadt wie Wismar nicht leisten.“

Die Digitalisierung von 450 Bildern und 57 Skulpturen aus dem Bestand der Hansestadt ist vorerst vom Tisch. Dafür haben sich die Mitglieder des Wismarer Kulturausschusses auf ihrer Sitzung am Montag ausgesprochen. Das Vorhaben sei mit allerhand Problemen behaftet, sagte der Vorsitzende, Joachim Winkler. Abgesehen vom zeitlichen und personellen Aufwand, den EDV-technischen Problemen und den zu klärenden Urheberrechten sei der jetztige Zeitpunkt für die Digitalisierung der Werke mehr als ungünstig, fasste Winkler die Diskussion zusammen.

Nach dem Umzug der sechs Außenstellen und der Wiedereröffnung des Schabbellhauses könne erneut darüber nachgedacht werden. Die Fraktion Für Wismar hatte eine entsprechende Vorlage in die Bürgerschaft eingebracht, die jedoch mehrheitlich in den Kulturausschuss verwiesen wurde. nb

Nicole Buchmann

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