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Wismar Selbstständiges Lernen wird gefördert
Mecklenburg Wismar Selbstständiges Lernen wird gefördert
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16:48 30.01.2018
Im Nachmittagskurs „Kreatives Gestalten“ lernen die Schüler bei Silke Hammersdorfer praktisch zu arbeiten. Quelle: Vanessa Kopp
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Neukloster

Selbstständig, fair und tolerant – das sind die Werte, die die Gymnasiasten in Neukloster lernen sollen. Um ständige Weiterentwicklung und Verbesserungen des Angebots kümmern sich die Lehrer und Eltern. „Wir bieten ab der 7. Klasse eine teilweise gebundene Ganztagsschule an“, erklärt Schulleiterin Astrid Paschen. „Sprich Freizeitaktivitäten werden den Schülern angerechnet. Diese können sowohl an der Schule, aber auch beispielsweise in Sportvereinen oder der Jugendfeuerwehr absolviert werden.“ Das Nachmittagsangebot für die Schüler ist groß und vielfältig. So können die Gymnasiasten am Gymnasium Trendsportarten kennenlernen, handwerkliches Arbeiten lernen, ein Musikinstrument erlernen, Karikaturen zeichnen üben, die japanische Kultur kennenlernen oder Standardtanz lernen. „Das Angebot kann zudem noch variieren. Findet sich beispielsweise eine Gruppe als Schülerband zusammen, wären wir auch dafür ausgestattet“, erklärt die Schulleiterin.

Astrid Paschen ist offen für neue Ideen und lässt ihre Lehrer ausprobieren. „Das ist zwar anstrengend in der Vorbereitung, aber macht natürlich total viel Spaß“, sagt Silke Hammersdorfer. „Dadurch roste ich als Lehrerin nicht ein.“ Die Sportlehrerin bietet den Schülern beispielsweise Sportarten wie Parcours, Inlineskaten oder Surfen an. „Seit diesem Jahr haben wir den Kurs Kreatives Gestalten.

Darin lernen die Schüler praktisch zu arbeiten“, erklärt sie. „Oftmals ist der Alltag für die Schüler viel zu verkopft und einst alltägliche Fähigkeiten fehlen.“ In ihrem Kurs lernen die Jugendlichen beispielsweise, was Upcycling bedeutet und wie sie aus einfachen Gegenständen etwas Nützliches bauen können. Das kommt gut an.

Was derzeit auf der Prioritätenliste der Entwicklungen steht, ist das Thema Medien. „Wir planen eine Tablet-Klasse einzuführen“, erklärt die Schulleiterin. „Zudem werden moderne und neue Unterrichtsmethoden, die den Umgang mit Medien einbinden, immer wichtiger.“ Da möchte das Gymnasium „Am Sonnenkamp“ mitziehen. Jetzt schon werden Schüler als sogenannte Medienscouts ausgebildet, um Mitschüler beim richtigen Umgang mit den Medien zu beraten. „Ein weiterer aktueller Schwerpunkt ist die Berufs- und Studienberatung, die wir mit den Schülern derzeit evaluieren.“ Nicht umsonst wurde die Schule zum zweiten Mal mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet.

Außerdem trägt das Gymnasium den Titel „Europaschule“. „Damit wollen wir das Demokratiebewusstsein verbessern, Verbindungen schaffen und Berührungsängste nehmen“, erklärt Paschen. Ein wichtiger Punkt dafür sind die regelmäßigen Austauschprogramme in die USA, nach Italien oder Frankreich. „Außerdem laden wir auch gern Austauschschüler zu uns ein oder bekommen Unterstützung im Kollegium durch Fremdsprachenassistenten oder Hospitationslehrkräfte aus anderen Ländern“, zählt Paschen weiter auf. Die Schüler sollen offen, tolerant und demokratisch erzogen werden. Und dabei Fremdsprachen vertiefen. „Ein weitetes Label, was unsere Schule trägt, ist das CertiLingua“, berichtet die Schulleiterin. „Die Schüler lernen bei uns von Klasse 7 bis 12 eine weitere moderne Fremdprache, zusätzlich zu Englisch.“ In der Regel ist das Französisch. Ab der Sekundarstufe II wird zudem der Sportunterricht auf Englisch angeboten. Ab der zehnten Klasse dürfen die Schüler dann entscheiden, ob sie das bilinguale Prinzip beibehalten wollen und dann Geographie auf Englisch lernen.

„Wichtig ist uns, dass die Schüler selbstständiges Arbeiten lernen, es gewohnt sind vor anderen Präsentationen zu halten und auch teamfähig sind“, fasst Astrid Paschen zusammen. Ihre Kollegen schickt sie zudem immer wieder auf Weiterbildungen oder an die Partnerschulen, um neue Anregungen und Ideen mit nach Neukloster zu bringen.

Bei den Schülern kommt das Konzept gut an: „Mir gefällt das breitgefächerte Angebot“, erzählt Niclas Rose aus der zwölften Klasse. „Vergangenes Jahr durfte ich in die USA reisen. Außerdem habe ich bereits zweimal bei Munol in Lübeck mitgemacht. Da simulieren wir Schüler die UNO, gesprochen wird nur auf Englisch.“ Aus diesen Erfahrungen hat der 17-Jährigen den Entschluss gefasst, Englischlehrer zu werden. „Die Atmosphäre an unserer Schule ist toll. Die Lehrer kümmern sich auch in der Freizeit, und das motiviert.“

Vanessa Kopp

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