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Wismar Selmsdorf will Gewerbeflächen erweitern
Mecklenburg Wismar Selmsdorf will Gewerbeflächen erweitern
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00:05 27.10.2016

Die Gemeinde Selmsdorf will seine Gewerbeflächen erweitern. Auf ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Gemeindevertreter für eine sogenannte Vorkaufssatzung.

Mit dieser Entscheidung hat sich Selmsdorf das Vorkaufsrecht für 15 Hektar neben und zwölf Hektar gegenüber des bereits bestehenden Gewerbegebiets Herrenwiekers Camp gesichert. In erster Linie interessiert sich die Gemeinde für die zwölf Hektar in Richtung Lauen. Nach Abzug der Verkehrsflächen bleiben Selmsdorf dort laut Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) 8,7 Hektar, die sie gewinnbringend verkaufen möchte. In einem sind sich die Fraktionen der Gemeindevertretung einig: Ein neues Gewerbegebiet mit dem Namen Kurzstucken wollen sie nicht um jeden Preis. „Ziel der Gemeinde muss nach Möglichkeit ein Verkaufspreis von unter 30 Euro pro Quadratmeter sein“, so Kreft. Ersten Schätzungen zufolge kostet allein die Erschließung der Flächen rund 2,9 Millionen Euro. Kreft rechnet mit Fördermitteln zwischen 50 bis 90 Prozent. Seit Jahren schon will die Gemeinde ihre Gewerbeflächen erweitern. Bislang scheiterte sie laut Kreft aber immer an den Bedenken des Landkreises Nordwestmecklenburg. „Diese Steine sind nun einvernehmlich aus dem Weg geräumt, so dass wir die nächsten Schritte in Angriff nehmen können.“ Dazu gehört zunächst der Kauf neuer Flächen. Um das zu realisieren, beteiligt sich die Gemeinde an einem sogenannten öffentlichen Bieterverfahren der Bodenverwertungs- und -verwaltungs Gmbh (BVVG). Gut die Hälfte der rund zwölf Hektar gegenüber des Gewerbegebiets Herrenwiekers Camp gehört der BVVG. Die andere Hälfte ist in Privatbesitz. Für die Flächen der BVVG hat die Gemeinde einen Preis pro Hektar in Höhe von 26000 Euro geboten.

Ursprünglich, so der Bürgermeister, wollte die BVVG mal das „Drei- bis Vierfache“ des jetzt gebotenen Preises haben. Deshalb sagt Kreft: „Mal schauen, ob wir noch nachverhandeln müssen.“ Gespräche mit dem Privateigentümer der Flächen sollen in den nächsten Wochen geführt werden. Auch hier rechnet die Gemeinde mit Preisen von rund 26000 Euro pro Hektar. Klar ist: Die Gemeinde braucht unbedingt neue Gewerbeflächen. Ein Grund sind dringend notwendige Gewerbesteuern für die klamme Gemeinde. Ein anderer: Alle Flächen im Gewerbegebiet Herrenwiekers Camp sind verkauft und die Nachfrage nach weiteren Flächen ist riesig. „Rund 20 Firmen aus Lübeck und Ostholstein haben Interesse bekundet“, so Kreft. Viele von ihnen schätzen die Nähe zum Schlutuper Hafen. Auch die Nachfrage von einheimischen Betrieben ist groß. So wollen sich mindestens drei Firmen aus dem Selmsdorfer Gewerbegebiet vergrößern. Krefts Sorge: „Dass wir diese Betriebe auf lange Sicht verlieren, wenn sie sich nicht erweitern können.“ Das wollen die Gemeindevertreter mit aller Macht vermeiden. Nach Informationen des Bürgermeisters sind das nämlich genau die Firmen, die Gewerbesteuern zahlen. Und das Geld der Betriebe kann Selmsdorf gut gebrauchen. Seit 2012 kann die einst reichste Gemeinde in Nordwestmecklenburg ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen. Um das zu ändern, sind höhere Gewerbesteuereinnahmen besonders wichtig. Selmsdorf will und muss sich deshalb beeilen. Das Ziel des Bürgermeisters: Spätestens 2019 soll es in Lübecks östlicher Nachbargemeinde neue Gewerbeflächen geben.

Steffen Oldörp

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