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Seniorenheime der Stadt bestens ausgelastet

Wismar Seniorenheime der Stadt bestens ausgelastet

Die Hansestadt Wismar ist Träger von drei Einrichtungen: Lübsche Burg, Friedenshof und Wendorf. Die Belegung der Häuser beträgt mehr als 97 Prozent. Die Bewohner sind zufrieden.

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Aniko Zornow (2.v.l.), Leiterin der Tagespflege im Pflegezentrum Lübsche Burg, und Betreuerin Karola Tietze (4.v.l.), spielen mit Hans-Dieter Moll (76), Rolf Maykopf (77) und Ingrid Glöde (76, v.l.) das alte Kinderspiel „Stadt, Land, Fluss“.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Wismar. Hans-Dieter Moll besucht regelmäßig die Tagespflege im Pflegezentrum Lübsche Burg in Wismar. „Es ist einfach super hier. Ich kann nur ein Loblied auf alle Betreuungskräfte singen“, sagt der 76-jährige ehemalige Feuerwehrmann. Die 14 Plätze in der städtischen Einrichtung sind alle belegt. „Der Bedarf ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen, seit die Kostenträger die Tagespflege zusätzlich zu den Pflegesachleistungen finanzieren“, sagt Dagmar Broy, Leiterin des Eigenbetriebs Seniorenheime. Neben dem Pflegezentrum Lübsche Burg sind noch Häuser in den Stadtteilen Friedenshof und Wendorf in Trägerschaft der Hansestadt. Alle drei Einrichtungen weisen steigende Belegungen auf. Die höchste hat mit 99,46 Prozent das Pflegezentrum. „Insgesamt waren die Kapazitäten im vergangenen Jahr zu 97,53 Prozent ausgelastet. Das ist gegenüber 2015 eine Steigerung von mehr als zwei Prozent“, erklärt Dagmar Broy.

DCX-Bild

Die Hansestadt Wismar ist Träger von drei Einrichtungen: Lübsche Burg, Friedenshof und Wendorf. Die Belegung der Häuser beträgt mehr als 97 Prozent. Die Bewohner sind zufrieden.

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Ein Plus in der Bilanz

Diese Zunahme zeigt sich auch in der Bilanz. Wismars Pflegeheime schließen das Jahr 2016 mit einem Plus von 685772 Euro ab. Davon gehen 598294 Euro in die zweckgebundene Rücklage und werden zum Beispiel für Pflege, Betreuung und den Ausbau der Struktur ausgegeben. 20000 Euro werden an die Hansestadt gegeben, die sie für gemeinnützige Zwecke verwenden soll. „Wir haben aber nicht nur mehr eingenommen, wir haben auch weniger ausgegeben“, sagt die Leiterin des Eigenbetriebs Seniorenheime. So wurden Instandhaltungsmaßnahmen eingeplant, aber nicht umgesetzt und ins Jahr 2017 übertragen. Das gilt zum Beispiel für das Haus in Wendorf. Dort wurde für 150000 Euro nur der erste Bauabschnitt der Sanierung von Fenstern und Fassade umgesetzt. Weitere Arbeiten, für die Geld eingestellt war, erfolgten erst in diesem Jahr.

Andere Struktur bei den Pflegestufen

Ein dritter Baustein für das Plus ist eine „höhere Pflegestufenstruktur“, so Dagmar Broy. In den Häusern am Friedenshof und im Pflegezentrum Lübsche Burg gab es weniger Bewohner mit Pflegestufe 1, stattdessen mehr mit den Pflegestufen 2 und 3 als ursprünglich berechnet worden war. Bei der Einrichtung in Wendorf verzeichnete der Eigenbetrieb hingegen einen Anstieg der Stufen 1 und 2 bei einem Rückgang der Pflegestufe 3. „Und wir hatten durch die Realisierung sonstiger Erträge, zum Beispiel durch das Betreute Wohnen, zusätzliche Einnahmen“, führt die Leiterin des Eigenbetriebs aus. Seit diesem Frühjahr stehen Senioren neben den vorhandenen Einrichtungen auch am Friedenshof 20 Wohnungen im Betreuten Wohnen zur Verfügung. Dazu zählt eine Wohngemeinschaft mit bis zu acht Mietern. „Gerade die Senioren-WG wird sehr gut angenommen. Wir können uns vorstellen, das noch weiter auszubauen“, sagt Dagmar Broy.

Auf der Suche nach Fachpersonal

Weniger gut läuft die Suche nach Fachpersonal. Vergangenes Jahr waren im Schnitt 217 Frauen und Männer in den Seniorenheimen der Stadt beschäftigt. „Derzeit fallen acht junge Frauen aus, weil sie in Mutterschutz oder Elternzeit sind und in diesem Monat kommen noch zwei hinzu“, erklärt Dagmar Broy. Kurzfristig Fachkräfte zu bekommen sei sehr problematisch. Voriges Jahr hätten freie Stellen mehrfach nur verzögert besetzt werden können. „Aber wenigstens haben wir das Glück, dass wir in diesem Jahr vier neue Auszubildende gewinnen konnten, damit haben wir elf im Unternehmen“, sagt die Leiterin der Seniorenheime. 

Sylvia Kartheuser

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