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Wismar Singspiel in der St.-Georgen-Kirche
Mecklenburg Wismar Singspiel in der St.-Georgen-Kirche
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06:30 04.10.2016
Mit den Studenten Hannah Maria Paulich und Daniel Paulich (am Klavier) üben die Kinder der Evangelischen Schule Lieder für das Singspiel „Diese Erde ist mein Garten“. Quelle: Norbert Wiaterek

Die Evangelische Schule „Robert Lansemann“ in Wismar wird 15 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum inklusive einem Erntedankfest mit einem Gottesdienst in der St.-Georgen-Kirche. Schüler, Lehrer, Eltern, Erzieher, Freunde und Förderer sowie Interessierte sind heute herzlich eingeladen. Los geht es um 16 Uhr. „Auch die ehemaligen Schülerinnen und Schüler sind angesprochen und herzlich willkommen“, sagt Schulleiterin Steffi Wolf (48).

Beim Festgottesdienst ist das Singspiel „Diese Erde ist mein Garten“ zu erleben. Die Mädchen und Jungen der Evangelischen Schule haben dafür lange und intensiv geprobt. Sie haben Lieder einstudiert, bei denen sie von Hannah Maria Paulich und Daniel Paulich, Studenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock, sowie von Pastor Johannes Wolf instrumental begleitet werden. „Unser Ziel ist es:

Wir möchten alle gemeinsam als großer Chor singen, vom Hausmeister bis zur Schulsekretärin. Wir sind eine gute Gemeinschaft“, erklärt Steffi Wolf.

Nach dem Gottesdienst lädt der Förderverein der Schule zu einem Empfang ein. Es gibt Sekt und weitere Getränke sowie Kuchen, den Eltern der Schulkinder backen. Und es bleibt Zeit zum Erzählen und Erinnern.

Die Evangelische Schule in Wismar ist eine Ganztagsschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe. Sie wurde 2001 durch eine Elterninitiative gegründet und in die Hände der Evangelischen Schulstiftung übergeben. Mit einem besonderen Profil bereichert sie seither die Schullandschaft der Hansestadt. Derzeit lernen an der Schule 225 Mädchen und Jungen, davon 140 in der Grundschule am Lenensruher Weg und 85 in der Orientierungsstufe an der Kanalstraße.

Seit dem 2. September 2011 trägt die Einrichtung den Namen Robert Lansemann. Pastor Lansemann, Bestabiturient der Großen Stadtschule, setzte sich als Mitglied der Bekennenden Kirche gegen den Kriegs- und Rassenwahn der Nazis ein und zeigte als Wismarer Pastor öffentlich Rückgrat gegenüber der DDR-Diktatur. Von der Staatssicherheit verhört und im Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes NKWD in Schwerin inhaftiert, wurde seinem Leben dort vermutlich durch Entzug von Medikamenten ein Ende gesetzt. Lansemann starb im Alter von 42 Jahren. Ein Grab gibt es nicht, nur einen Gedenkstein auf dem Wismarer Friedhof.

Mit der Namensgebung wurde an einen mutigen, aufrichtigen Wismarer erinnert, der „entschiedener Gegner der nationalsozialistischen Ideologie“ war und in der DDR „offen für die Freiheit des Glaubens“

eintrat, wie auf einer kleinen Gedenktafel am Eingang des Schulgebäudes am Lenensruher Weg zu lesen ist.

Norbert Wiaterek

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