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„Soko Wismar“: Die Schauspielerin der neuen Kommissarin im Interview

Wismar „Soko Wismar“: Die Schauspielerin der neuen Kommissarin im Interview

Nike Fuhrmann ist das neue Gesicht der „Soko Wismar“. Jeden Mittwoch ist sie nun im ZDF als Kriminalhauptkommissarin Karoline Joost zu sehen. Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG verrät die Schauspielerin, warum sie sich sofort in Wismar verliebt hat.

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Nike Fuhrmann spielt in der „Soko Wismar“ die neue Kommissarin Karoline Joost. Die 43-jährige Schauspielerin lebt in Berlin, ist für Dreharbeiten zur ZDF-Serie aber regelmäßig in Wismar.

Quelle: Alexander Hörbe

Wismar. Die erste Folge mit ihnen als Kriminalhauptkommissarin Karoline Joost ist schon gelaufen und Sie haben in Wismar gedreht. Wie gefällt Ihnen die Hansestadt? Nike Fuhrmann: Wir haben im vergangenen Sommer angefangen und schon 15 Folgen gedreht. Ich bin also schon richtig eingespannt. Generell drehen wir ja etwa zu einem Drittel in Wismar und den Rest in Berlin. Weil ich in Berlin wohne, kommt mir das natürlich entgegen. Aber es ist wahnsinnig schön, dass ich Wismar entdecken durfte. Es ist richtig toll, meine Familie ist auch völlig verliebt. Sie hat eine wunderschöne Alstadt, ich laufe da so gerne durch – mit den vielen süßen Häuschen und den grandiosen Kirchen. Die haben mich wirklich sehr beeindruckt.

An welchen Orten haben Sie denn schon gedreht? Durch das Drehen kommen wir natürlich an ganz viele verschiedene tolle Orte. Wir waren zum Beispiel in der Werft. Die sieht man sonst ja nur von außen. Im Hafen waren wir und auch außerhalb von Wismar in schönen Dörfchen mit alten Bauernhäusern. Es ist eine wirklich sehr schöne Gegend.

Spannend, eine Folge wird also auch in der Werft spielen? Ja, genau. Da befrage ich eine Zeugin. Die Szene habe ich auch schon gesehen. Denn die mussten wir im Anschluss nachsynchronisieren, weil in der Werft natürlich auch am Wochenende gearbeitet wird und die Maschinen wirklich laut sind. Es sieht aber toll dort aus. Auf der einen Seite ist das Wasser, dann die große Stauwand und das Trockendock.

Wie haben Sie sich denn auf die neue Rolle vorbereitet? Eine Kommissarin habe ich noch nie gespielt, vorher aber natürlich ganz viel „Soko Wismar“ geguckt, um zu schauen, wer die Kollegen denn sind. Ich kannte aber Gott sei Dank schon ein paar – Dominic Boeer und Mathias Junge. Und mit Udo Kroschwald habe ich vor 13 Jahren schon einmal gedreht. Dann habe ich auch ganz viele andere Krimis gelesen und angeschaut. Und ich habe auch einen Faible für Profiler. Mein Freund hat darüber mal eine Dokumentation gedreht und seitdem wollte ich immer eine Profilerin spielen. Die Kriminalhauptkommissarin in der „Soko“ kommt dem schon ein bisschen nahe. Und außerdem habe ich mich vor den Dreharbeiten mit einem ehemaligen Polizeichef von Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Der war toll und hat mir ganz viele Fragen beantwortet.

Sie sind also gut ins Filmteam der „Soko Wismar“ aufgenommen worden… Ja, sehr herzlich sogar. Es ist ein extrem familiäres Team, was natürlich toll ist, wenn man so viel dreht. Wir drehen ja quasi jeden Tag, Dominic und ich jedenfalls. Die anderen nicht ganz so viel. Aber wir sind so gut wie in jeder Szene. Dann so ein Zweitfamilien-Gefühl zu haben, ist wirklich schön. Die Regisseure wechseln ja jeweils nach fünf Folgen – das ist auch sehr erfrischend. Aber das Gros wie Maske, Garderobe und Lichtjungs bleibt. Es ist immer gute Stimmung bei uns.

Was glauben Sie, was macht die „Soko Wismar“ so erfolgreich? Ich glaube tatsächlich, dass das Wasser und der Hafen und der norddeutsche Humor ziemlich ziehen. Was mir auch persönlich gut gefällt und was bestimmt auch beim Publikum gut ankommt, ist der Reuter. Das sagen auch meine Schwiegereltern. Der hat etwas. Dadurch, dass die Geschichte auch in einer kleineren Stadt stattfindet, man dort sehr vernetzt ist und sich privat kennt, ist es nicht so anonym wie bei einer Serie in der Großstadt. Manchmal ist es sogar ein bisschen provinziell. Und diese Mischung ist eigentlich irrsinnig charmant. Und jeder im Team hat seine Eigenheiten, sie sind sehr gewitzt, sympathisch und zugänglich.

Wann drehen Sie wieder in Wismar? Ende März sind wir wieder da. Dann kommen wieder diese zwei Lastwagen angefahren mit den großen Bildern. Und diesmal bin ich auch drauf.

Michaela Krohn

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