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Sozialarbeit: Unverzichtbar im Schulalltag

Wismar Sozialarbeit: Unverzichtbar im Schulalltag

Doch kaum eine Grundschule im Raum Wismar hat eine Fachkraft.

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Ich fördere die sozialen Kompetenzen der Kinder, sagt Jana Möller, Schulsozialarbeiterin in Neukloster. Zum Einsatz kommt auch die Figur „Lubo“.

Quelle: Haike Werfel

Wismar. Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Schüler. Wenn sie im Unterricht nicht mitkommen. Wenn’s Streit mit Freunden gibt. Oder Zoff zu Hause. Schulsozialarbeiter sind für sie da. 37 gibt es im Landkreis. Sie sind vor allem an Regionalen Schulen, Gymnasien und Berufsschulen eingesetzt – und lediglich an fünf Grundschulen.

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist laut Jana Möller einer der größten Schritte, die Kinder tun. Die Sozialarbeiterin ist seit knapp drei Jahren an der Grundschule Neukloster tätig. Zudem ist sie Ansprechpartnerin für Förderschüler. Beide Schulen befinden sich in einem Gebäude.

Hat ein Kind Probleme, sich zu konzentrieren, sitzt Jana Möller mit auf der Schulbank. Gibt es einen Störenfried im Unterricht, kümmert sie sich um ihn, damit der Lehrer im Stoff weitermachen kann.„Schulsozialarbeit ist sehr hilfreich. Sie erleichtert uns Vieles“, bestätigt Birgit Krüger, Leiterin der Grundschule am Friedenshof in Wismar. Hier lernen seit September zwei zusätzliche erste Klassen und insgesamt 57 Kinder aus 13 Nationen. „Die neuen Schüler sprachen kein oder nur wenig Deutsch. Wir konnten uns nicht mit ihnen und ihren Eltern verständigen. Das war extrem schwierig.“

Zwei Monate später stellte die Stadt den Pädagogen einen arabisch sprechenden Sozialarbeiter an die Seite. Abdulghafor Eskif übersetzt Formulare und Mitteilungen für die Eltern, die sich sorgen, dass ihre Kinder im Unterricht nicht mitkommen. Er dolmetscht in Gesprächen mit Lehrern, hilft den Kindern, Deutsch zu lernen, bringt ihnen Regeln im Schulverhalten bei.

Die Bedarfslage hat sich verschoben, sagt Peter Fröhlich von der Wismarer Schulverwaltung. „Es gibt an Grundschulen Kinder, die hyperaktiv sind oder in sich gekehrt und dadurch isoliert von ihren Mitschülern. Zudem haben wir erste Schulverweigerer. Wenn wir uns nicht kümmern, kann es in Klasse fünf und sechs schon zu spät sein.“ Deshalb seien Sozialarbeiter in Grundschulen wichtig.

Schröder Kerstin

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