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Wismar Spektakulärster Einsatz: Suche nach Angler
Mecklenburg Wismar Spektakulärster Einsatz: Suche nach Angler
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00:00 24.02.2017
Ein Einsatz, der lange nachwirkt: Die Freiwillige Feuerwehr Stove suchte am 1. Januar 2016 einen vermissten Angler. Quelle: Foto: Andreas Meyer

Es gibt Fälle, die wirken sehr lange nach. So, wie der des vermissten Anglers, den die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stove am 1. Januar 2016 zwischen Boiensdorf und Werder suchten und der jetzt als erster Einsatz in der Statistik des vergangenen Jahres steht. Er tauchte bereits im Jahresbericht für 2015 auf, weil die Männer ihn schon einmal gesucht hatten – am 2. November. Beide Male hatte seine Frau ihn als vermisst gemeldet.

Etwa 100 Einsatzkräfte der Wehren aus Kühlungsborn, Rerik, Bad Doberan, Pepelow, Neuburg, Blowatz und Stove plus Besatzungen von vier Rettungsbooten waren im Januar an der Suche beteiligt. In beiden Fällen tauchte der Vermisste von allein wieder auf und erklärte, der Akku seines Handys sei leer gewesen, daher habe er seine Frau nicht informieren können. Die Suchscheinwerfer am Strand habe er zwar gesehen, aber nicht gedacht, dass sie ihm galten.

Stoves Wehrführer Michael Dargel schüttelt noch immer den Kopf über so viel Dusseligkeit. Die Suchaktion war im vergangenen Jahr der spektakulärste Einsatz der Feuerwehr Stove, die insgesamt fünfmal gerufen wurde. „Eine weitere Alarmierung gab es am 4. Juli um 21.30 Uhr. Rauchentwicklung in der Robertsdorfer Straße“, berichtete der Wehrführer bei der Jahreshauptversammlung. Die Blowatzer Kollegen hatten die Stover um Unterstützung gebeten, als ein Einwohner in einem Blechfass unbekannte Substanzen verbrannte. „Eine Unterstützung war dann doch nicht notwendig, der Einsatz somit beendet“, erklärte Michael Dargel.

Am 25. Juli gegen 0.45 Uhr folgte eine weitere Personensuche. Ein Fischer aus Boiensdorf war nach seiner Tour nicht zurückgekehrt. Von Werder bis Pepelow wurde der Strandbereich abgesucht. „Über Funk kam dann die Meldung, dass der Fischer gesund von einem Seenotretter aufgenommen worden war. Sein Bootsmotor war defekt“, berichtet der Wehrführer.

Am 22. Oktober retteten die Feuerwehrleute eine hilflose Frau, die nicht aus ihrer Wohnung kam. Der letzte Alarm am 26. Dezember entpuppte sich als Fehlalarm. Die Feuerwehr suchte zwar die Straße zwischen Stove und Boiensdorf ab, doch von dem Baum, der dort liegen sollte, fand sie keine Spur.

Während der Jahreshauptversammlung wurden Dustin Scherbaum, Lisa-Marie Freitag, Laura Jahnke und Anna Radelof in die Freiwillige Feuerwehr Stove aufgenommen. Laura Mirr wurde zur neuen Jugendwartin gewählt, ihrem Vorgänger, Christopher Langkabel, herzlich für seinen Einsatz gedankt.

Mit dem Ausbildungsstand seiner Leute ist Wehrführer Michael Dargel im Großen und Ganzen zufrieden. 25 Mitglieder der Einsatzabteilung hätten die Ausbildung zum Truppmann, 13 zum Truppführer. Neun Kameraden seien Maschinisten, zehn Atemschutzträger. Ebenfalls zehn Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stove hätten einen Kettensägenlehrgang absolviert und zwei die Ausbildung zu technischen Hilfeleistungen. „Ein großes Manko ist die Ausbildung zum Gruppenführer. Zwei Gruppenführer in der Einsatzabteilung sind eindeutig zu wenig“, kritisierte der Wehrführer. Hier solle mit weiteren Kameraden gesprochen werden.

Die Wehr in Zahlen

Die Freiwillige Feuerwehr Stove hatte im vergangenen Jahr 60 Mitglieder, davon 19 in der Jugendwehr

(sieben Mädchen, zwölf Jungs).

Die Einsatzabteilung besteht aus 26 Männern und Frauen. Zudem gibt es elf Mitglieder in der Reserve und vier in der Ehrenabteilung.

Die Frauengruppe ist bei Wettkämpfen sehr erfolgreich. 2016 belegte sie beim 8. MV Cup den 2. Platz. Zudem sicherte sie sich die Spitzenposition beim Kreisausscheid in Upahl und beim Inselpokal auf Poel.

Gegründet wurde die Freiwillige

Feuerwehr Stove 1880. Sie ist damit eine der ältesten freiwilligen Feuerwehren in Nordwestmecklenburg.

Sylvia Kartheuser

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