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Wismar Spezialist aus Rostock führt neue Herzklinik
Mecklenburg Wismar Spezialist aus Rostock führt neue Herzklinik
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00:00 08.03.2013
Dr. Henrik Schneider (l.) ist Chefarzt der neuen Herzklinik. Sana-Geschäftsführer Dr. Jens Schick (M.) und Dr. René Keller, Ärztlicher Direktor des Klinikums, freuen sich über die Verstärkung. Quelle: Ulrike Oehlers
Wismar

Das Sana-Klinikum Wismar hat zum 1. März eine neue Klinik für Herzerkrankungen eröffnet und will künftig in diesem Bereich einen Schwerpunkt ausbilden. Chefarzt ist Privatdozent Dr. Henrik Schneider, der nach 21-jähriger Tätigkeit am Herzzentrum der Universitätsklinik Rostock an der Weiterentwicklung der Wismarer Klinik mitwirkt. Bisher war die Kardiologie eine Abteilung der Inneren Klinik, die von Dr. René Keller, Ärztlicher Direktor des Hanse-Klinikums, geleitet wird.

Die Pläne für diese Entwicklung entstanden bereits bei der Übernahme des Wismarer Krankenhauses durch die Sana Kliniken AG vor einem Jahr. „Es war relativ schnell klar, dass in Wismar eine kardiologische Klinik weiterentwickelt wird“, sagte Dr. Jens Schick, Geschäftsführer und Regionalbevollmächtigter bei Sana. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stiegen die Zahlen der Herz- und Kreislauferkrankungen, die zudem immer komplexer würden. Insbesondere in ländlichen Regionen wie Nordwestmecklenburg seien Experten rar, und Patienten müssten weite Wege für eine optimale Behandlung auf sich nehmen. „Wir möchten mit unserer Kardiologie eine umfassende wohnortnahe Betreuung gewährleisten“, machte Dr. Jens Schick deutlich. Bei der Spezialisierung spiele die Zusammenarbeit mit den Sana-Kliniken Lübeck und Eutin eine wichtige Rolle.

„In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir Möglichkeiten schaffen, die es bisher nur in den großen Kliniken gab“, erklärte Dr. Schneider. Ziel sei, moderne Therapien auch in einem Flächenland anzubieten, nicht nur in Ballungszentren. Der 49-Jährige stammt aus Dresden und kam durch sein Studium in Rostock nach Mecklenburg. „Durch meine Frau und die Familie bin ich hier hängen geblieben.

Seit 1990 habe ich versucht, Mecklenburger zu werden“, fügt der neue Chefarzt hinzu, der „mittelfristig“ auch von Rostock nach Wismar ziehen möchte.

An der Rostocker Uniklinik durchlief er alle Stationen vom jungen Assistenten bis zum Oberarzt und war unter anderem zehn Jahre lang leitender Oberarzt des Herzkathederlabors. Schneider bringt Erfahrung mit Methoden zur Behandlung von Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen und Gefäßverschlüssen mit, die bereits in Wismar angewandt werden. Darüber hinaus ist er unter anderem Experte für die kathetergestützte Therapie struktureller Herzerkrankungen, etwa an der Herzscheidewand oder bei Herzklappenfehlern. Er kennt sich mit Verfahren aus, die bisher nur an den großen Kliniken der Maximalversorgung angeboten werden. So wird er nun beispielsweise auch in Wismar operationsarme Wege zur Behandlung von Bluthochdruck mithilfe moderner Kathetertechniken eröffnen.

Dr. Keller ist froh über die Verstärkung für die neue Wismarer Herzklinik, für die weiteres zusätzliches Personal geplant ist. Derzeit gibt es drei Oberärzte in dem Fachbereich, leitender Oberarzt bleibt Dr. Nils Köpping. Räumlich werde sich für die Patienten nichts ändern, fügte der Ärztliche Direktor hinzu. „Wir werden in den nächsten Jahren in Funktionsdiagnostik investieren.“ Bereits 2005 hatte Dr. Köpping die erste Herzkatheteruntersuchung in Wismar durchgeführt. 2008 wurde ein moderner Linksherzkatheter-Arbeitsplatz in Betrieb genommen.

Die Klinik für Kardiologie präsentiert sich erstmals auf der Wismarer Hanseschau.

In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir Möglichkeiten schaffen, die es bisher nur in den großen Kliniken gab.“Dr. Henrik Schneider, Chefarzt der Wismarer Klinik für Kardiologie

Ulrike Oehlers

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