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Wismar Spiele mit Licht und Unendlichkeit

„Die Installationen sollen den Raum verändern.Bettina Menzel, Professorin der Lichtdesigner

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In unendlichen Kreisen fließt der Strom durch Christina Haraldseths Lichtinstallation. Das Projekt der norwegischen Hochschülerin ist noch bis März im Kundencenter der Wismarer Stadtwerke zu sehen. FOTO: CAROLIN RIEMER

Wismar. . Christina Haraldseth aus Norwegen zeigt Licht von seiner schönsten Seite. Die 25-Jährige ist eine von 20 Studenten der Hochschule Wismar, die in den vergangenen zwei Monaten kühle Kunstwerke aus Glas und Metall für das Kundencenter der Stadtwerke schuf. Die Studenten beweisen mit ihren Arbeiten eindrucksvoll, dass Licht weitaus attraktiver sein kann als eine Glühbirne im simplen Lampenschirm. Ihre Leuchten symbolisieren Unendlichkeit und erzählen Geschichten. Noch bis März leuchten sie auf zwei Etagen für die Kunden der Stadtwerke.

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„Die Installationen sollen den Raum verändern.Bettina Menzel, Professorin der Lichtdesigner

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20 Lichtdesigner aus 16 Nationen gehören zu dem Hochschul-Kurs. Sie stammen aus dem Jemen, Korea, Mexiko, Italien oder Nordamerika. Und genauso verschieden wie ihre Installationen sind auch die Studierenden. „Es fängt schon bei der Geschwindigkeit an“, sagt Rob Schulz (29). Gemächlich seien die Thailänder, zielstrebig, verbissen und ruhig die Koreaner. „Aber trotz aller kulturellen Unterschiede harmoniert es sehr zwischen uns.“ Vielleicht weil ihnen nie der Gesprächsstoff ausgeht. Da gibt es beispielsweise Jeremy Pivnick aus Los Angeles, der jahrelang in einem Theater in Hollywood arbeitete. Bevor er nach Wismar kam, installierte er Lichtshows für das im Juni eröffnete Disney Resort in Shanghai. Die Studenten haben alle bereits ein abgeschlossenes Studium. Die Physiker, Architekten und Produktdesigner qualifizieren sich mit dem zweijährigen Masterstudiengang im Fach „Architectural Lighting Design“ jedoch weiter. Architekt Rob Schulz möchte im kommenden Jahr beispielsweise ein Praktikum in Hongkong machen und sich in Zukunft auf dynamische Lichteffekte in und an Gebäuden spezialisieren. Seine norwegische Kommilitonin Christina Haraldseth zieht es eher nach Australien und Dieuwertje Vogt (26) aus den Niederlanden bewirbt sich in London für das Praktikum. In der Wismarer Hochschule treffen sich die Weltenbummler, hauptsächlich um die Theorie zu büffeln, die sie brauchen, um Großstädte am anderen Ende der Welt erstrahlen zu lassen.

Professorin Bettina Menzel leitet den internationalen Kurs. Sie ist besonders von Sang Il Na Alds Projekt fasziniert. Der Südkoreaner baute eine Konstruktion, die die Unendlichkeit eines Raumes demonstriert. Beim Blick in den flachen Rahmen verliert sich der Betrachter in endloser Weite. „Die Lichtillusion entsteht durch die Spiegel im Inneren des Rahmens und das Spiel mit dem Licht“, erklärt er.

Viviane Bourbon entschied sich, für ein interaktives Projekt, das nun im Eingangsbereich die Blicke auf sich zieht. „Licht ist nichts, was einfach da ist, sondern Energie muss in Licht umgewandelt werden“, sagt die 23-Jährige und demonstriert ihr Werk. Sie drückt schnell hintereinander auf den Schalter eines Dynamos. Mehrere LED-Lichter beginnen zu leuchten. „Aus meiner Muskelkraft wird Strom beziehungsweise Licht. Es ist sozusagen mein handgemachter, selbst produzierter Strom“, sagt sie lächelnd. Alle Studenten suchten sich ihre Materialien selbst aus. Sie löteten, kniffelten und montierten wochenlang, um ihre Ideen umzusetzen. Oft auf den dunklen Fluren des Studentenwohnheims. „Denn LED-Licht streut und viele von uns wollten für ihr Projekt gebündelte, ganz gezielte Strahleneffekte. Das war nicht immer einfach“, erzählt Rob Schulz.

Carolin Riemer

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